Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 42 (15.10.1846)
- Date
- 1846-10-15
- Page
- Spalte 657-658 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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/ Berichte, Studien und Kritiken für :■■■ Mische Geschichte und Literatur. ^§42« Leipzig, den 15. Oktober 1846- Inhalt. Kurze Anzeigen. Ueber Minhagim. Von R. Lewtsohn.- — Studien. UeLer die Werke des Jehuda ben Balsam. Nach Pariser Handschriften mitgetheilt von L. Dukes. — Literarische Notizen. Don Kirchheim. Jbn Esra's Kommentar zum Buche Jezira. Rodez. Meliza von S. Duran. Maimuni's Brief zur Vertheidigung der Apostasie. — Der Messias glaube und dessen Begründung im Iubenthume. Von Dr. Rothschild. (Forts.) — Ankündigungen. Kurze Anzeigen. 47) D^hjE plpD ^0- Ueüer die Quellen der relig. Observanzen, mit dem Nachweis, ob sie werth oder durch Aberglauben verdunkelt, ob sie immer gütig oder, verändert sind, aus den Talmuden, den Schriften der Decisoren, Midraschim u. s. w. erläutert von Abr. Lewisohn (Rabb^ in Peiskretscham in Oberschlesi'en^. Berlin, 1846, 8. Der Vers, (aus Schocken im Gr.H. Posen stammend, welcher früher 3 Jahre Rabbiner in Raschkow sG.H. Posen^ war und seit 1839 in Peiskretscham dieses Amt bekleidet) hat dieses Werk, der Vorrede gemäß,.im Interesse der Zeit unternommen. Diejenigen, welche gegenwärtig Beruf und Kenntmß haben, meint der Vers., bekümmern sich wenig um Ermittelung der Wahrheit, wenn, sie nicht, gar im Gegentheil um diese öder jene sogenannte Reform durchzr: setzen die Wahrheit verleugnen; Andere sind aus diesem Gebiete ganz unwissend und entweder jede Alfanzerei, jeden Aberglauben für einen wichtigen Bestandtheil des Judenthums halten , oder in Unwissenheit, nach Willkür diesen oder jenen Brauch verwerfen» Wir wollen es aber dahingestellt sein lassen, welcher Partei mit einer solchen Arbeit gedient ist; nur objektiv und wissenschaftlich, abgesehen von Parteizwecken und Sonderinteressen kann uns diese Arbeit interessiren und in diesen: Sinne dürfen wir wohl sagen, daß wir manches Brauchbare darin finden. Der Vers, bedauert zwar im Vorworte, daß er nicht viele nothige Bücher austreibenkonnte, daß der Umfang der so groß sei, daß er von einer Anordnung fast abgeschreckt worden wäre; indeß hat er doch zahlreiche, namentlich ältere Schriften zu Rathe gezogen und wir können den Vers, nur aufmuntern, auf diesen: Wege fortznfahren. Das ganze Werk, von welchem mir jetzt nur der erste Bogen vorliegt, wird 100 Paragraphen umfassen, und wir geben hier als Probe den Inhalt der ersten 3, um zugleich dem Publikum den Umfang zu zeigen, den das Gebiet der DUnJD bei ihm hat. Der erste Paragraph hat folgendes Thema zur Ueberschrist: nur:!? 'iwr»D "i:6 oy» xb)tc^'inn Dn yiaiefn dt» nvmi m~ü cpn:D. Hier weist er> nach, daß dieser Brauch aus einer religiösen Anschauung hervorgegangen. Mit der Erlösung aus dem babylonischen Exil sind bekanntlich die Monatsnamen ausgenommen worden (j.Rosch ha-Schana, Ans. citirt bei Tos.. Nosch Ha-Schana, 7 a), und zwar um auch der letzten Erlösung bei dem Zählen zu gedenken, wie durch das Zählen .bnäb der ersten Ertösung gedacht wurde. Die Aufnahme der nxw jrof bi2 n6.1 beruht auf Jer. 16, 14.r VI. "ity ."idn1 xb dn O nnuD pi*.D bx^w'- nx ndd ""wx) r6yn 'di ' pste pND *03 ri« rfryn 2wx 'ti* Nun wurde es Psticht in Dokumenten und Briefen zu schreiben das Datum des Monats mit seinem speciellen Namen, um. der zu gedenken. Das Schreiben des jtotsfn vn, d. h. roifca 'xi, rütfn ':n u. s. w. ist aber nach der Tradition -DnSörfoM jra6, mit nbtcf blos rwn "iny D jro6 symbolifirt, und aus diesem Grunde haben auch nach der Tradition die Wochentage keine besonder:: Namen. Der zweite Paragraph bespricht das Thema *)un yiyib wDv. rftönn nyLyn. Hier wird noch Manches beigebracht, was noch nicht bekannt war, obgleich zu bedauern ist, daß Hr. L. die Arbeit von Hrn. Dukes nicht gelesen. Der dritte Paragraph bespricht das Thema: i>npmim .n'b&n “SD Urom "pNl n6shn;-njW3. DMnü. Hier wird Interessantes über die DM Tn, üb. die' QM mitgetheilt. Nächstens ein Mehres. ' 42 .■