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Der Orient · 1846-10-08 · 41 (8.10.1846) · p. Spalte 653-654

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
41 (8.10.1846)
Date
1846-10-08
Page
Spalte 653-654 (sequence 7)
Language
German
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654 653 Kritiken. Chobot Ha-Lebabot.Pentateuch-Ausgabe. Peaia. Erkenntniß der Eigenschaften Gottes führt, wie der Verfasser des Kitüb et-taarifüt die Wissenschafterklärt: (6äjUaDj xjU-wwI adJt tu pXxi tu $ (Freytagii Lexicon, s. v. Er verschmäht es daher auch nicht, als ein echter Jünger der Wissenschaft, von Jedem zu lernen, welcher Religion er sonst angehören mag (Einleitung: D'1DN.-r p -md hd .nrb toddi HD1NI HDIK. feaiBT DTOnm), ««ö ist überall bestrebt, durch eifrige Forschung den Anforderungen der Vernunft Genüge zu leisten. Und selbst wenn sein Gemüth ihn zu einem Liede entflammt, ruft er seinem Geiste zu: „Mein Geist sei nicht vernunftlos, wie ■ das Thier versunken; Nicht wie Berauschter trunken, Du stammst aus Weisheitsquelle, Aus Lichtesstrom eine Welle." 7) Daß Bachja nach arabischem Muster gearbeitet haben soll, ist noch sehr zu bezweifeln, da er"nm Judenthum Muster harte, wiewohl er arabische Schriften derart gelesen hat. Was Hr. I. über die hebräischen Uebersetzungen dieses Werkes sagt, ist das Beste was bis jetzt gesagt ist und die Charakterisirung der Tabon'schen und Kimchi'schen wahr und treffend. Die Probe aus der Kimchi'schen Uebersetzung durch Mittheilung des auf der hiesigen Bibliothek sich befindenden Fragments (aus dem nDwnmjnsO fat noch den großen Vortheil, daß vielleicht Mancher noch in irgend einer Bibliothek die" ganze Uebersetzung finden würde. — Hr« BI. giebt in seinem hebräischen Vorworte am Schlüsse eine Ueberficht der Ausgaben dieses Werkes, in 5 Rubriken getheilt, nämlich 1) die Ausgaben dieses Buches ohne Kommentar und Uebersetzung; 2) die mit Kommentar und Uebersetzungen; 3) die Übersetzungen; 4) Mittheilungen von Fragmenten daraus; 5) Kompendien desselben. Bei dieser Gelegenheit mache ich hier das Publikum auf folgende Ausgaben aufmerksam, die Hr. BI. nicht genau hat angeben können, mit Abzug der ed. Brüun, 1797, 8. mit t>em. nDD^n HUp, nämlich: 1. Das ron 'D mit dem Kommentar NUQ ed. Dyrhenfurt (Jahr'?) (Formal?) 2. dito ed. Fürth (Jahr!) (Format?). 3. /dito mit dem Kommentar ndid, ed. Zolkiew (Jahr?) (Format?) 4.. dito und. ..noih' mit..'deyl.Kommentar-/5U22^ NUv. Franks, a. O. (Jahr?) (Format?) Wenn einer der? werthen Leser über diese Ausgaben etwas zu berichten weiß, so bitten wir, es gefälligst hier im Orient mittheilen zu wollen. 6) Hebräisch : D\Vn (HDDHD) m \JDD n'Nni rnw.. 7) In dem Gedichte Dö) '2^2 nach der Uebersetzung Sachs'. 46) VS 'd Nf'n Dy .nm.HMDin fitran * ‘vw:m b\p ■m -Pn vVDmm nbnpn tran 'd d.tVx /n&jn Prospektus zu einer neuen Pentateuch - Ausgabe. Der Text (accentuirt und vokalisi'rt), Onkelos - Targum, Rasch: , der Kommentar rfPIlpnV sron»on dem R. Jak. Hirsch M e k l e n b u r g und nach diesem Kommentar dann der Text ins Deutsche übersetzt von Dr. Jul. Coßmann. Königsberg, 1846, 8. Es ist eine schöne Idee, einmal eine neue Kommentirung und Uebersetzung des Pentateuchs zu unternehmen, da unsere Zeit in keinem Falle mehr sich mit dem Biur und der Mendelssohn'schen Uebersetzung begnügen kann. Die große Achtung vor dem Geiste Mendelssohn's hat es dahin gebracht, daß in den Bibel-Ausgaben zu Berl in, Fü r th, Wie n, Prag, Kr o to sch in u. s. w. beim Pentateuch, Kommentar wie Uebersetzung großentheils beibehalten wurden, höchstens daß hie und da noch ein kleiner Superkommentar oder irgend eine Modifikation der Uebersetzung angefertigt wurde (z. B. in der Fürther, Wiener, Krotoschiner Pentateuch-Ausgabe u. s. w.). Was diese im Prospektus vorliegende P. A. zu bieten vermag, das sagt deutlich derselbe, rmd wir stellen dessen Worte hierher. „Es ist nicht die Absicht diesem Probebogen eine ausführliche Vorrede voranzuschicken; während eine solche vielmehr dem Werke selbst Vorbehalten bleibt, soll hier nur in wenigen Worten der Hauptgesichtspunkt angegeben werden, von dem aus diese neue Bearbeitung der Tora beurteilt zu werden beansprucht. Sowohl Ln dem von dem Herrn Rabbiner M ekl e n bu rg angefertigren Kommentar, als auch in der von Dr^ ° Coßmann nach demselben bearbeiteten Uebersetzung, ist das Bestreben vorherrschend, die in dem Talmud uns niedergelegre, und den gesetzlichen Lheil betreffende mündliche Ueberlieferung, in der heiligen Schrift selbst' wieder zu finden. Der 'Text wird aber zu diesem Endzweck nicht etwa gewaltsam gehandhabt und urgirt, gegentheils ist dieses, in seiner Art gewiß neue Unternehmen, auf rein grammatikalischer und lexikographischer Grundlage basirt, ist jedes willkürliche Verfahren ausgeschlossen, und namentlich in der Uebersetzung nur das ausgenommen, was, wie wir hoffen, vor dem Richterstuhle jeder gesunden und nicht vorweg eingenommenen und parteiischen Kritik bestehen kann.— Es sei deshalb an den geehrten Leser nur die gewiß nicht unbillige Bitte gerichtet, bevor er sein Urtheil ausspricht, genau zu prüfen, die Gründe, weshalb in der Uebersetzung von allen bisherigen Arbeiten abgewichen wurde, in dem Kommentare aufzusuchen, und insonders das Vorurtheil zu bekämpfen, welches uns die Uebersetzungen von Mendelssohn bis auf die Gegenwart herab als normgebend, und das Lexikon von Gesenius als den hebräischen Sprachschatz, erschöpfend betrachten läßt". Beim Erscheinen des ersten Heftes, ein Mehreres. 47) Peria, Sabbath und Doppelftier. Dic hochwichtigsten Anträge der Breslauer Rabbinerversammlung. Erläutert von Dr. M. Duschak, Rabbiner in Aussee. Wien, 1846. 8. V1U. 48 S.

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