Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 40 (1.10.1846)
- Date
- 1846-10-01
- Page
- Spalte 639-640 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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(»39 zur Anschauung kam/ da das Opfer bei keinem mosaischen Festefehlte.- -Der Mann-aber, der den auszuschaffenden^ Bock in ein ödes Land , der- Isis , -der Mutter der Natur so zu sagen zum Höhne führte, ward eben^ durch-diese. Handlung in Verbindung mit einer unheiligen Gottheit gedacht, und darum wurde er]V. 26) für unrein gehalten und mußte sich baden und diese Anschauung läuft merkwürdigerweise ganz parallel mit 1 M. 35, 2, wo Jakob zu seinen Kindern sagt : *» b H nnont DDrira “sw* 17^ r.x*). M. Drei fuß. *) Nach dieser Erklärung eröffnet sich auch uns das weitere Verständnis warum an diesem Lage das riN crvoyl: (V. 30), das die Lration mit Fasten hauptsächlich erklärt und daruitter verstandenwiffen will, angeordnet wurde. Denn da in der Tagesfeier nebst der- Buße, auch die Negation des'Isisdienstes tag, Isis aber in ihrer göttlichen Potenz-als' 640 Göttin der fruchttragenden Erde somit als Spenderin von Speise lund Trank angeschaut wurde,, so liegteben.in -dem F aste n; ■ ein Verschmähen der .Isisgaben und eine. Negation des Wesens dieser Göttin. Diese Auffassung wird in* ihrer Wahrscheinlichkeit noch dadurch erhöht, daß nach Bär 11. B. S. 228 dem größten der Isis dargebrachten Opfer ein -Fasten voran ging. Eben därist spiegelt sich die eigenthümliche und unterscheidende - Anschauungsweise des Heidenthums und Mosaismus ab. In Egypten, wo die Isis als-fruchttragende Erde verehrt wurde, mußte dem am höchsten Feiertage ihr dargebrachten Opfer ein Fasten vorangehen, um die von der/Göttin/gespendeten Erdgaben in ihrer ganzen wohlthuenden Wirkung und Fülle zu genießen um ihr mit voller Hingebung anzugehören , in der heiligen Schrift aber mußte gerade an dem Festean welchem der Jsisdienst symbolisch negirt wurde .dep Genuß der vermeintlichen Gaben dieser . Göttin. untersagt. sein. Es erhellt aber aus dieser Auffaffung die .volle Richtigkeit der von der Tradition gegebenen Erklärung des ^^O) nN DrPW, da das Fasten ganz im Geiste und der Bedeutung dieses Festtages lag. Ankündigungen In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller^Art, besonders in so' weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit- Zeile oder deren Raum ausgenommen. [175] Bei F r ie dr. Kretz sch mar, Buch- und Kunsthandlung in P r a g ist so eben erschienen, und durch alle Buchhandlungen zu beziehen DogmaLisch-historische Beleuchtung des alten JuKenthsiurs> von Aaron Güuzberg, Rabbiner und Prediger zu Libochowitz in Böhmen. S. 84. gr. 8. 1846. br. Preis 12 Ngr. [176] Bei C.. L. F r i tz s ch e in L e i p z i g - ist zu haben, und durch jede Buchhandlung zu erhalten : - ' Israels Andachtsstunden, ein Erb au u n.g s- . b u ch -f n r d a s w e ib l i ch e G e s ch t e ch t in allen Verhältnissen des Lebens. Bearbeitet von mehreren jüdischen Schriftstellern.' Verbessert und mit vielen Zusätzen vermehrt von einem sachkundigen Gelehrten. 2. Th. brosch. 6 Ngr. [177] ’ Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist zu haben: Die Ethik des Maimonides, oder: Schemonah Perakim, aus dem Arabischen des kAULaN, und nach dem Ebräischen deutsch bearbeitet, nebst einem Vorworte, zur Beherzigung für unsre Zeit, von Simon Falkenheim, Vorsteher einer Privat-, Lehr- und Erziehungsanstalt. Königsberg, 1832. 8. brosch. Preis 24^ Ngr. s178] Durch C. L. Fritzsche in Leipzig zu beziehen: s' 2 “I jri nN/Sn' / . •■ oder Supplement und Erläuterun gen zum Mruch. Von R. Jesaja Pik. 7 1. B. 8. 85 Bl. brosch. 24 Ngr. - Das vortreffliche und seltene Werk von dem berühmten Talmudisten, das ein unentbehrliches Supplement zum "Aruch von Nathan ben Iechisl bildet, ist erst jetzt in den Buchhandel gekommen.- Der.zweite und letzte Band (vom Buchstaben b bis n) wird zum Drucke vorbereitet. Wir bemerken, daß nur noch wenige Exemplare vorräthig sind. [179] Bei C. L. F r i tz sch e in Le i p z i g ist so eben erschienen: mihn ,nDin;.m)n idd. , System. der pipt.al von R. B e chaji bar Jo ses; mach der von Jehuda Jbn-Tibbon aus dem Arabischen gefertigten Uebersetznng nebst' einem kurzen Kommentar heransgegeben. Mit einer Einleitung und Fragmenten der Joses K r m ch i's ch e n Uebersetzung vermehrt von Äd. Jellinek. Brosch. Preis 1 Thlr. Das Publikum erhält hier eine sehr geschmackvolle Ausgabe des berühmten ethischen Werkes von Bechaji mit den werthvollen Ueberresten der Kimchi'schen' Uebersetzung, nebst einer ausführlichen /Einleitung und einem bibliographischen Anhang von dem Hrn. Herausgeber I. Benjakob. Verlag von C. L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel.