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Der Orient · 1846-09-03 · 36 (3.9.1846) · p. Spalte 561-562

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
36 (3.9.1846)
Date
1846-09-03
Page
Spalte 561-562 (sequence 1)
Language
German
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MeraturblatL des Orients. | - «ELKE -:- ' 1 - '; ■' ' ■ ■" ■ ■' ' ■ ■ Berichte, Studien und Kritiken I . für . Wische Geschichte und Literatur. j JVi 36« Leipzig, den 3. September 1848» Inhalt. L it era tur r V er ich t e. W i e n. Beschreibung einer werthvollen hebräischen Handschrift. Von S. D e u t sch.) Leipzig' l (Fortschritte der Bibliographie.) — Studien. Nothwendige 'Hinzufügungen zu Leop. L ö w „Schicksale und Bestrebungen der ungar. Juden^. Von Nabb.M. Zip ser. — Kritiken. Kurze Anzeigen. Versuche eines Scheintodten. Gedichte — Ankündigungen. I Literatur * Berichte. I Wien, im Aug. *) Im Besitze des Herrn Rnt beii Baruch, Chacham der hier in Wien lebenden türki- I scheu Juden, wußte ich seit mehreren Monaten ein heß bräisches Manuskript, ohne aber die mindeste Kenntniß f von dessen Inhalt zu haben, und so begierig ich auch S war dasselbe durchzusehen , so war's mir, wie Sie wohl E wissen, fast unmöglich, weit ich zu sehr mit anderweitigen ^Arbeiten beschäftiget war. Da ich seit einigen Tagen j etwas mehr Muße habe, borgte ich mir von benanntem 1 Herrn das bezeichnete Manuskript, und weil ich so viel I Interessantes darin gefunden habe und der Codex in t solcher Hand fast verloren ist, will ich Ihnen den Jn- | halt desselben hier mittheilen. 1. Das Reimlexikon J von Salomo ben Meschullam de Afeira (der bei Roffi b S. 89 fälschlich Dafira genannt ist, da er p nübw I m”bN n genannt wird). Cr sagt in der t Vorrede (die 4 Blätter ausmacht), daß er von ftiner | Vaterstadt vertrieben, von allen Freunden und Bekannten f getrennt wurde, ohne aber die Ursache anzugeben, und I et irrte so lange herum, bis sich Don Benveniste ben I Don Salomo b. Labian Qn^) seiner freundschaftlich anf nahm, ihn in ftin Haus brachte, wo er in Ruhe und j Zufriedenheit lebte. Cr rühmt sehr die Gelehrsamkeit 1 seines Gastgebers, und bekennet, daß an dem Buche das f meiste Verdienst demselben gehört, er selbst habe wei- § tcr nichts dazu gethan als die Verse aus der Bij bel zusammengesucht. Wir haben das Werk Reimj lexikon genannt, weil es nur beabsichtigt die jungen j Leute an einen "'erlichen poetischen Styl zu gewöhnen, | ~ r . | *) Aus einem Schreiben des Hrn. S. Deutsch. Red. 1 und ist zu dem Behufe in drei Theile getheitt, um eine leichtere Uebersicht zu gewinnen. Der erste Theil (p^n D^nnnn) behandelt die gleichlautenden Sylben aller hebräischen Wörter in alfabetischer Ordnung. Cr stellt nämlich die Wörter zusammen, die sich gleichlautend enden, um dadurch den Reim zu erleichtern. Der zweite TheilD'Drwon ü'bün pbn stellt die gleichlautenden Wörter nach ihrer verschiedenen Bedeutung zusammen, und der dritte Theil D'DTün D^brr pbn, ordnet die hebräischen Synonyma. Siehe bei Wolf I, p. 2009. Sedcr Ha-Dorot S. 164. Das ganze umfaßt 194 Quartseiten, wovon jede Seite in 24 Columnen geschrieben ist. — Dieses Lexikon ist sehr selten. 2. (S. 195.) Zwei Briefe von Salomo de Aseira an Don Mett Alguadez, den Uebersetzer der ittDnN und des nnon 'o von Aristoteles, der um 1405 in Spanien gelebt, worin er sich sehr über sein unglückliches Schicksal beklagt. 3. (S. 199 b.) Ein Brief von Elia Ha-Lewi an Moses Alaschkar (“ip&^N H&W3) und die Antwort des Letztcrn. Elia ist wahrscheinlich der Lehrer von Elia Misrachi, der während der Vertreibung der Juden aus Spanien lebte, und es scheint sich auch Conforte's Vermuthung zu bestätigen, daß Alaschkar nicht in Egypten geboren; denn seine ausgsbreitete Bekanntschaft mit den Provenzalen zeigt, daß er von da abstamnü. Er sagt in der sehr kurzen Antwort, daß ihn außer seinen Berufsgeschäften auch noch viele Korrespondenzen in Anspruch nehmen. — 4. (©. 2G0 b.) Drei Briefe von Benveniste an Maestro Astrog Rimoch aus Fraga mit der Aufschrift: newan in Danmis/n rbu/ n^D H nrno by njN-iDia nnV — 5. (S. 203 b.) Briefe über Jehuda Ha-Lewi. Siehe weiter unten 15. — 6. (S. 207 b.) Ein Brief von 36 ..

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