Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-08-13 · 33 (13.8.1846) · p. Spalte 513-514

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
33 (13.8.1846)
Date
1846-08-13
Page
Spalte 513-514 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/8555529-9897631-9897669--4613-3532466
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

MerrMMM -es Orients. ___—--— , . ' . Berichte, Studie» und Kritiken für , - Mdifche Geschichte.und Fiteratur. M 33» Leipzig, den 13. August . AA4G» Inhalt. Literatur-Berichte. Leipzig. (Hause Söhne und ihr hebr. Verlag.)^ — Studien. Aphorismen über die Haftara. Von I. Von di. — Biographische Skizzen. N. Juda Minz. Von Nabb. Dr. Frankel. — Notizen und Miscellen. Borr Ad. Jellinek. — Kritiken. Kurze Anzeigen. PredigtsammUrng von Rabb. Neuda. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Leipzig, 2. Aug. (Gottlieb Haase Söhne und ihr neuer hebräischer Verlag in Prag.) Seit etwa zwei Jahren hat die berühmte, und gut renommirte Ofsicin von G. Haase Söhne begonnen, auch dem hebräischen Verlage sich zuzuwendeir, d. h. hebräische Bücher die gangbar - und für die öffentliche wie die Häusliche Andacht gehören, zu drucken, und ganz abgesehen von den Motiven, aus welchen diese Konkurrenz' mit Schmid und Landau hervorgegangen, muß das unparthei'- sche Urtheil sagen, daß diese Klaffe von Schriften nur bei dieser Konkurrenz, gewonnen. Indem der christliche Drücker von seinem srühern Verlage her daran gewöhnt ist, geschmackvoll, zu drucken, hat er natürlich dies nun auch auf das Hebräische übertragen, und in der That sind Typen wie auch Papier geschmackvoll und gut, fast zu gut möchte man sagen für diese Klaffe von Schriften, die zwar noch bedeutend und lukrativ für den Buchhandel sein mögen, aber für die geistige Erhebung der jüdischen Massen schon bedeutungslos zu werdm begonnen, und seit fast einem Jahrzehend aus Synagoge und Haus zu verschwinden beginnen. Freilich ist das Be- 'dürfniß noch immer groß genug, namentlich in den zahlreichen und großen israelitischen Gemeinden Oesterreich's, daß eine Buchhandlung wohl zur Konkurrenz aufgefordert werden kannindeß ist es doch von vorn herein besser, wenn es einer solchen Handlung gesagt wird, daß sie, falls sie Ruf und Achtung mit ihren Erzeugnissen der Presse erhalten will, keineswegs mit den blosen Ritualschriften allein, weil diese den großen Markt machen, sich begnügen darf, sondern auch andere Zweige, die einen bleibenderen Werth hal'en, wenn sie auch gerade nicht viel Gewinn abwerfen, fördern muß. Die umfängliche Ofsicin von Schmid und Busch in Wien, die wenn auch kleiinre Landau's in Prag, haben immer neben ihrem gewöhnlichen Verlag von Ritualbüchern stets auch eine Zahl wissenschaftlicher Werke durch ihre Pressen veröffentlicht, und dadurch bewiesen, daß sie nicht blos Krämer der niedrigen Art sind, di? ohne irgend ein geistiges Interesse blos das Gewinnabwerfende suchen. Möge diese neue Konkurrenz der so allgemein bekannten Handlung von G. Haase.Söhne nicht blos der schlechten Seite der jüdischen Presse, sondern auch der guten gelten, d. h. möge sie neben den geschmackvollen Ausgaben von Ritualbüchern, die wenngleich noch ein Bedürfniß dem Gebildeten doch nicht genügen, auch andere wissenschaftlicher Werke des Judenthums oder der hebräischen Literatur durch ihre Pressen liefern. Ist doch der Markt zum Debit iir Oesterreich auch für wissenschaftliche Werke groß genug> daß von einem Wagniß, wie die edlen Buchhändler in andern Städten thun, keine Rede sein kann. Und nur durch diesen Umstand allein vermag ein sogenannter hebräischer Verlag sich in Achtung beim jüdischen Publikum zu erhalten, und auf diesem Wege giebt es noch viel zu konkurriren. Gewiß wird die Verlags-Handlung es auch später thun, nur will sie zuerst ein Lager von sehr gangbaren - Artikeln haben, und da diese Artikel an sich als die am'elegantesten, lieblichsten in typographischer Beziehung, wie in Bezug auf Uebersetzung und Kommentirung von Dr. Letteris, sehr gut ausgeführt sind, so will ich sie hier zur weitern Empfehlung zusammen- . stellen: 1) D’nitf'1 nfen. Ein einfaches Gebetbuch mit Jozerot zu den 4 Paraschijot, Jom Kippur Katan rc. 20£ Bogen stark. Prag, 1844, 8. Von diesem ist auch eine gedrängtere 11£ Bogen umfassende Ausgabe erschienen- Prag, 1844, 8. —'2) htt'-p'] rten mit einer deutschen Übersetzung von Dr. Wolfg. Wessely. Der hebr. Text ist wie Nr. 1. Das Gebetbuch mit dieser Uebersetzung ist in doppelter Ausgabe erschienen, nämlich a) in jüdisch-deutscher Schrift und b) mit gewöhnlichen deutschen Lettern. Von der 33

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.