Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1846)
- Date
- 1846-08-06
- Page
- Seite 245 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Berichte, Studien und Kritiken Siebenter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirl bei allen löbl. Postännern und allen solid. Buchbandlungen auf em Jahr. für Wische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von I)r. Julius Fürst. Jakgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zweiBogen- und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. .HZ 32. Leipzig, den 6. August 184«. Inhalt. Ort und Zeit der Zusammenkunft der Theologen-Versammlung.— Deutschland. Berlin. Auch in Berlin ein Journal. B. Goldberg. Schisma. Anekdoten. Aus Preußen. Vertheidigungsschreiben des Rabbiner Fassel in Proßnitz. — Oesterreich. Sebes-Kelemes. Verhaltniß zwischen einem jüd. Lebrer und seinen christl. Schülern. Zwei Aktenstücke. — Frankreich. Straßdurg. Deutsche Intoleranz und franz. Freiheit. Judenthum und Emancipation. —- Polen und Rußland. Mitau. Fortschritte in der Kleidung. Ein'Ball. Bedenken über die Kolonisation der Juden in der Provinz Posen. — Forts, der Gedichte v. Nabb. in Vöhmisch-Leippa. Die Versorgung der Kinder. Rabbinische Sprüchwörter. — LB. d.Or. Ort und Ieit der Zusammenkunft dev Theologen - Versammlung. Dresden, 29. Juli. Mehrere der ihren Beitritt zusagenden Herren Theologen (Orient, Nr. 31) haben dem Unterzeichneten die Auswahl des Ortes der Zusammenkunft anheimgestcllt, Andere stimmten mit ihm ausdrücklich in seiner Ansicht über diesen Punkt überein. Der Unterzeichnete gehet nämlich von dem Gedanken aus, daß die Versammlung einerseits frei und selbstständig sei, anderseits so wenig als möglich einer Gemeinde zur Last falle. Sowohl das Eine als das Andere wird nur dann erreicht, wenn die Versammlung sich selbst bestimmt, sich nicht von irgend einer Gemeinde einladen läßt, sich von keiner Gunst oder Zuneigung abhängig macht, nicht unwillkürlich durch die angenommene ergangene Einladung sich für eine Partei erklärt. An sich selbst wird hierdurch auch ein beträchtlicher Kostenpunkt vermindert, da die einladende Gemeinde — vielleicht sogar wider ihren Willen — sich zu bedeutenden Ausgaben veranlaßt siehci; und ist auch billig zu erwarten, daß die Gemeinden sich durch Bildung von Komitee» bctheiligen, so möge nicht, eine Gemeinde zu sehr in Anspruch genommen, auch nicht uns eine derartige Einladung gewartet werden. Es wurde daher von mehreren Seiten dem Vorschläge Gehör gegeben, daß die Versammlung sich ohne Vorstand und Gemeinde zu behelligen an einem geeigneten Orte konstitnirc. Doch stellten sich für dieses Jahr, da eine eigentliche Rücksprache hierüber noch nicht genommen werden konnte, manche Hindernisse diesem Vorhaben entgegen; und da überdies der alles Gute mit Wärme ergreifende Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Dresden die diesjährige Versammlung in Dresden zu sehen wünscht, so wurde hierauf im Einverständnisse mit Vielen eingegangeu. Hinsichtlich der Zeit hatten sich verschiedene Ansichten geltend gemacht. Einige wünschten die Zusammenkunft schon im August, Mehrere wollten im Oktober nach dem Snkkotfeste, eine Minorität im Frühling des künftigen Jahres. Da die Erlaubniß der Hohen Staatsrcgiernng eingeholt werden 32