Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 31 (30.7.1846)
- Date
- 1846-07-30
- Page
- Spalte 493-494 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kritiken. Millot Ha-Higgajon, 491 j Nn-°Safrüt dann hinzugekommen sei. Ein Aehnliches sehen wir bei Josef ben Isaak Jbn Abitur, der zum Familiennamen JbnA bi tu v noch den des Ib n aitan as bekommen. Md will man auch dieses nicht zugeben, so kann man viel leichter behaupten, Charisi habe den Vatersnamen nicht gewußt oder geglaubt, daß er Chasdai war; denn Charisi war Dichter, aber keineswegs genau in Bezug auf Chronologie und Geschichte. Charisi hätte auch nie geschrieben N1H \s‘*ipn '“i linsen pn^ p bmi> das ist wohl nach deutscher aber nicht nach hebräischer Weise; möge Hr. L. es selbst beurteilen, wenn Jemand schreiben wollte: jriDn N1H pnN Diny p bn.in oder >-M1D"!312 bn.in I22N.N xin, "der .TiM1 ^>N)Dsy p bn.in ~in»Dn Nin. Auch wäre nnSL^n fifr J eine ganz neue Schöpfung und man kann Charisi nicht zumuthen, daß er Familiennamen geändert Gern gestehe ich jedoch ein, als ich sagte, daß Hr. L. ohne allen Grund den Charisi korriairt, war mein Ausdruck noch ungenau, da das Schreiben des Menachem Jbn Seruk noch nicht bekannt war und folglich müßte Hr. L. annehmen, daß im Tachkemoni ein Fehler sei. Sam. Dav. Luzzatto. 30) Bericht über eine neue verfälschte Ausgabe des von Maimonides. *) (Herausgegel»en von Dem geistreichen Verfasser der Schrift HD^n, dessen dort ausgestellte : Konjektur der Leseart ttnjp KH.1D 'ppTi ' einigen Beifall erhielt, ist es nunmehr zur Manier geworden, auf jeder Seite, ja in jedem Satze alter Schriftwerke Fehler zu wittern, die er auf eine ganz eigenthümliche Weise verbessert. Es ist zwar schon früher von Reggio in seinen Briefen (1. S. 95) darauf aufmerksam gemacht worden, daß am Wenigsten unsere alten Druckwerke korrekt genannt werden können, so daß Meier Benveniste in seinem Werke niN mehr als 18000 Fehler in den verschiedenen Midraschim verbesserte; aber noch keiner hat'es gewagt, mit einem Werke wie das genannte, das uns nur-in einer Übersetzung vorliegt, ohne Kenntniß der Originalsprache und ohne irgend eine Handschrift oder eine alte Ausgabe verglichen zu haben, so willkürlich zu verfahren und es so zu verstümmeln, wie es der Herausgeber vorliegender ') Wir können den genauen Titel des Opuskulum's noch nicht angeben , da der Abdruck noch nicht vollendet und wir weder das Titelblatt noch die Vorrede besitzen; wir können aber unsere Indignation nicht zurückhalten, und wollen diese Frucht im Mutterleibe zu ersticken suchen. Unser freundschaftliches Verhältniß zum Herausgeber kann uns nicht abhalten, die Wahrheit zu unterdrücken, besonders weil ein Stillschweigen uns zum Mitsünder machen könnte. Schrift gethan hat.- Da werden die Kapitel versetzt und getrennt, der Periodenbau verdreht, den logischen Worterklärungen und Definitionen zuweilen ein ganz anderer Sinn gegeben, die von den Kommentatoren hervorgehobenen, schwer zu erklärenden Stellen gestrichen und'selbst viele zur Erklärung angeführter Wörter ihrer Stelle entrückt und in ganz andere Kapitel geworfen. Wenn die Herausgeber und Uebersctzcr alter Werke ähnliche literarische Operationen vorgenommen hätten, so würde uns die Philosophie und Klassizität des Alterthums ganz verloren gegangen sein; der aristotel'- sche Geist würde durch ein Hegel'sches. Gewand unkennbar geworden und die platonischen Ideen in der schelling'schen Mystik, ja nach' der Subjektivität des Editors untergegangen sein. Was würde endlich aus dem ganzen Gebäude des auf die heilige Schrift basirten Judenthums werden, wenn das Wort, die geschriebene Autorität, der mörderischen Feile und der in btc. Nerven dringende Sonde jedes ungelenkigen und dünkelhaften. Kritikers heimfallen dürfte? Ist es nun nicht vollends sündhaft mit den Worten eines Maimonides, von dem Sam. ^ar^a (Mekor Chajim S. 6b) sagt;nn ’O ■piä '!>: rriN r6o nS so umzugchen, wie man es nicht einmal bei den dunkeln Stellen in Horaz und Juvenal zu thun pflegt? Wir würden über diese Ausgabe viel weniger indignirt gewesen sein, wenn der Herausgeber wenigstens ehrlich gewesen wäre und seine Emendationen als solche bezeichnet hätte, aber sie auf betrügliche Weise so als die gewöhnlichen Textesworte einzuschmuggeln, ist ein Verfahren, das die Llteraturgeschichte noch nicht aufzuweisen hat. Wir verhehlen zwar nicht, daß bei der tollkühnen.Freiheit, die. sich der Herausgeber besonders in den letzten vier Kapiteln' anmaßt, nicht hier und da eine richtigere Leseart komponirt wird, die aber durch die stolze Vermessenheit des Herausgebers, sie so hinzustelken als wenn er das arabische Original vor sich gehabt und unmittelbar aus demselben übertragen hätte, in unseren Augen allen Werth verliert. Da wir bei dem wenigen Werth, den diese maimunische Schrift — die keine Logik, sondern nur Erklärungen einiger logischen Termen enthält — für die Wissenschaft hat, den Lesern derselben, wenn sich solche finden sollen, nicht zumuthen können und möchten, solche mit andern Ausgaben genau zu vergleichen, -so heben wir im wissenschaftlichen Interesse aus dieser massenhaften Pfütze seinsollender Emendationen nur diejenigen hervor, die eine scheinbare und blendende Richtigkeit haben. Wir hatten zur Vergleichung keine anderen Ausgaben vor uns als die Mendelssohn'sche und die von Seb. Münster, welche den sondcrbnren Titel hat CDpin hw jr.inn ’m und die Handschrift, aus der Geiger (W. Z. Th. U!. S. 435) einige Lesearten mitgetheilt (die auch der Herausgeber benutzt har), und die gänzlich mit der Münster'- fchen Ausgabe übcreinstimmt. Im ersten Kapitel heißt es in unseren Ausgaben: „pi lnN-pj nt ho ^>33 on Dra dn fen niDon N3 umo NN20". Mendelssohn erklärt diese Stelle: „wenn das Prädi- LWWWWWW8LW88 msmm