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Der Orient · 1846-07-23 · 30 (23.7.1846) · p. Spalte 467-468

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
30 (23.7.1846)
Date
1846-07-23
Page
Spalte 467-468 (sequence 2)
Language
German
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467 Studien. Jehuda Jbn Balsam. 468 cher Sprache es ursprünglich geschrieben war, vermnthlich und der Uebersetzer mochte das arabische Wort, weil er keinen adäquaten Ausdruck gefunden, beibehalten haben, wie auch in der That dieses Wort bei den maurischen Juden fast ganz recipirt wurde Auch 20) Siehe darüber so Manches mitgetheilt LB. des Ör. 1840, Nr. 8. Um diesen Gegenstand einmal bei den Forschern der jüdisch - arabischen' Literatur ganz ins Klare zu bringen, erlaube ich. mir hier die Worte des Hrn. Prof. F. auf meine Anfrage herzusetzen: ‘ (j^k‘ Paronomasie,-eig. Homogenmachung (Sn* finit, von ^0^2^ vd. äenomin. von ysvog) b. t). Zusammenstellung zweier hinsichtlich des Lautes oder der schriftlichen Form homogener Wörter (^y£^L5x3;/o )♦ Die verschiedenen Arten der Paronomasie bei den Arabern sind aufgezählt in Saey's Kommentar zu Ha-riri's Makamen, S. 233 und 234: 1) oder die vollkommene, auch die echte, d. h. die Zusammenstellung zweier in Lallt und Schrift sowohl hinsichtlich der Konsonanten als der Vokale durchaus gleicher Wörter von verschiedener Bedeutung, z. B. die Ruhe, und die.flache Hand. 2) die differirende, d. h. die Zusammenstellung zweier in der Substanz der Konsonanten übereinstimmender, aber durch Einfachheit und Verdoppelung eines oder mehrerer derselben oder durch die Substanz oder Setzung und Nichtsetzüng eines oder mehrerer Vokale verschiedener Wörter, z. B. tfj, und &£=> alles; JÜ* Essig , und Jä vertrauter Freund; Aloesa'ft, und Geduld. 3) s die mit einem (heterogenen) Anhänge versehene, d. h. die Zusammenstellung zweier nur durch hie Endung verschiedener Wörter , z. B. JUi» ruhig, und pJLw wohlbehalten. Mißbräuchlich wird jener Name auch auf den entgegengesetzten Fall übergetragen, wo die beiden Wörter nur durch die Endung verschieden sind, z. B. oLo lauter, und oLojo aufrichtiger Freund. Beide Arten, führen den gemeinschaftlichen Namen {ja3 LD f^ cXS f die auf dem Mehr oder Weniger beruhende Paronomasie. ö -r 4) \ die zusammengesetzte, d. h. die Zusammenstellung zweier paronomastischer Wörter, von welchen das eine einfach und das andere zusammengesetzt ist. Sie zerfällt in zwei Unterarten: a) Die, in welcher sowohl der Laut als die Schrift überemstimmt, z. B. wir haben verstanden, und war dieses Buch vermuthlich ebenfalls, wie die zwei vorigen, alfabetisch geordnet und in dem Buchstaben Mellt unter waren die gleichlautenden Wörter fcOip als Nomen 1 Köll. 1, 19 mld als Adj. Jes. 1, il und wieder irr einem andern Sinne in njD da kamen wir außer uns (zusammengesetzt aus dem untrennbaren ^5 und Ü.*#). Insofern hier die Kürze des einen Wortes durch den Ansatz eines Präfixes oder Suffixes zu der yj O ° - Länge des andern ausgedehnt wird, heißt diese Art die angeflickte. b) Die, in welcher nur der Laut aber nicht die Schrift übereinstimmt, z. B. Barka'ld (Name einer Stadt) und der Blitz eines Festes. Wegen der hier auf der einen Seite eintretenden Trennung in der Schrift heißt diese Art f die getrennte. 5) die paarweise, auch unb die wiederholte, d. h. die unmittelbare Zusammenstellung zweier paronomastischer Wörter am Ende eines Parallelglicdes der Kunstprosa oder im Reime des Verses, z. B. Jl 03 \ 0 ' Wer etwas sucht, und darin eifrig ist, der findet es, und wer an eine Thüre klopft und darin immer fortfährt, der kommt hinein. 6) f die auf den *) gegründete, d. h. die Zusammenstellung zweier im Laute verschiedener, nur in der Schrift durch das nackte Konsonantengerippe übereinstimmender Wörter, z. B. dJtX ^Lai ^Lai dyz dlJ b> h. vLU6 Ä.1 pUks jLai verölender hat.dich deine Macht, und so ist das Ende davon deine Ohnmacht geworden. — Da es hier nur auf Uebereinftimmung der Buchstabensigur für das Auge ankommt, so heißt diese Art auch die Paronomasie der Schrift, und wegen der paarweisen Zustammenstellung gleich aussehen- ’ O 03. der Wörter, s I die Zwillings - Paronomasie< 7) die auf Aehnlichkeit gegründete, d. h. die Zusammenstellung zweier Wörter, die nur durch zwei lautverlvandte Buchstaben verschieden sind, mögen diese im Anfänge, in der Mitte oder am Ende der Wörter stehen, z. B. *) eig. falsche Schreibung, dann als Kunstwort,. absichtliche Zusammenstellung von Wörtern, die sich in der Schrift nur durch die diakritischen Konsonantenpunkte und Vokalzeichen unterscheiden und daher leicht zu Schreibefehlern Veranlassung geben.

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