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Der Orient · 1846-07-16 · 29 (16.7.1846) · p. Spalte 449-450

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
29 (16.7.1846)
Date
1846-07-16
Page
Spalte 449-450 (sequence 1)
Language
German
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latt des Orients. Berichte, Studien »md Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 29. Leipzig, den 16. Juli 184«. Inhalt. Studien. Die hebräischen Sprachforscher des elften Jahrhunderts. U I e h ud a Jb n - B a l* am. Seine Zeitgenossen Jbn Ghnjnt und Jbn Ebiquitilla. Sein Name. Sein Buch über die Denominativen. Sein Buch über die Partikeln. Von Dr. I. Fürst. — Dr. Stern und die Reform im Judenthume. (Fortsetzung.) — Ankündigungen. Die hebräischen Sprachforscher des elften Jahrhunderts. I. Jehuda Jbn Bert MN. In der neuesten Zelt ist den alten hebräischen Grammatikern und Exegeten eine größere Aufmerksanlkeit zugewendct worden. Namentlich war es Hr. Leopold Dukes, der in seiner mannigfaltigen Thätigkeit auch diesem Theile der jüdischen..'Literaturgeschichte sich zuznwenden begonnen, und gleichsam mit dem Bewußtsein, vor einer hcreinzustürzenden Barbarei ja recht schnell die zusammengelesenen Reste in einem Buche zu wahren, reiche Materialien zusammenbrachte und dem Publikum zur Ermunterung dargebotm. Danrit aber die einzelnen Partien für eine allgemeine Geschichte der hebräischen Sprachforschung und Exegese auch über das blose Materialiensammeln hinauskomme und wissenschaftlich vorbereitet werde, ist es wohl nothig, daß bei jeden: Einzelnen Alles gehörig geprüft und zurecht gelegt werde, was hiermit begonnen werden soll. Unter den am wenigsten bekannten Schriftstellern auf dem Gebiete der hebräischen Sprachforschung und Exegese, welche im elften Jahrhundert blühcten, verdient Jehuda Jbn Balsam, so früh auch seine Schriften zum Theil unbenutzt und daher vielleicht ohne Einflüß geblieben sind, einen wohlverdienten Ehrenplatz. Daß er zu Toledo, wie Abr. Jbn Esra berichtet*), 1) Vorr. zu Mosnajim. Es heißt daselbst : '»nnDDn Dyb.p. geboren wurde, daß er ein Zeitgenosse des Isaak ben Jehuda Jbn Ghaj.lt (n^JI p&) aus Lueena war, dem er in einer seiner Schriften mit Ironie und Bitterkeit entgegentrat2 3 4 5), das ist Alles, was wir vom Leben dieses Forschers mit Bestimmtheit wissen; aber wir lernen doch daraus so viel, daß Dukes vielleicht irren mochte^), wenn er sagt: „Er mochte zwischen 1080 und 1100 geblüht haben". Denn das Todesjahr Jbn Ghajckts wird allgemein um 1094 angegeben, und da nach der ehrenvollen Weise, in der ihn Jbn Esra^) unter der: £Hpp jv^ ppT zählt, und nach der derben Polemik, die er einmal gegen den erwähnten Jbn G h ajstt, gegen diese große talmudischeAutorität, führt, unser Jbn Balsam wohl zur Zeit der Polemik ein sehr bedeutender Mann gewesen sein mußte, so ist anzunehmen, daß er schon früher geblüht. Noch ein anderer Umstand giebt unserer Ansicht eine Stütze. I b n B a fct m führte nicht blos gegen den obenerwähnten Jbn Ghajckt, sondern auch gegen einen andern Zeitgenossen, nämlich gegen M 0 s e b e n Samuel h a -K 0 h e n, genannt Jbn C h i q u i t i ll a, aus Kordova, der ebenfalls als Grammatiker und Exeget sehr berühmt war, eine Polemik, und spottete sogar über ihn 2), da aber das Todesjahr des erwähnten Jbn Chiquitilla nicht über 1070 hinauögerückt werden kann, so muß die literarische Thätigkeit unseres Jbn Basam's natürlich schon früher gewesen sein, 2) Derenburg in: Wissensch. Zeitschr. s. j. Theologie V. S. 408. Er sagt da ausdrücklich von ihm i&WND Ntrn. 3) Dukes in: Beiträge z. Geschichte der ältesten Auslegung re. S. 186. Anm. 2. — 4) 1. c. Er steht dort vor Isaak Jbn Jusos aus Toledo und vor Lewi Jbn A.ltabun aus Saragossa. — 5) Jbn Esra zu q. 34, 45 Sefat Jeter §. 38. — 29 -'-tirühitiüi --

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