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Der Orient · 1846-06-25 · Heft 26 (25.6.1846) · p. Seite 197

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 26 (25.6.1846)
Date
1846-06-25
Page
Seite 197 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, StuSie« und Kritiken Siebenter für Mische Geschichte und Literatur. Jahrgang. Das Abonnement auf ein Zahr ist 5 Thlr. Man abonnier bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchbandlungen auf ein Jahr. Herausgegeben Don dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Dogen, und zwar an jedem Dienstag regennaß w. von I)r» Julius Fürst. 9 2«. Leipzig, den 25. Juni 1846. Inhalt. Bitte, die-Theologen - Versammlung betreffend — Aufruf an alle Freunde der jüdischen Wissenschaft. Von Dr. Isler. — Deutschland. Veuthen. Anträge an die dritte R.-V. G l e i w i tz. Rabbinerwahl. Hr. H. PoUach. Aus dem Hannoverschen. Eine alte Gesetzgebung. Aktenstücke. — Oesterreich. Wien. Vermischtes. St. Weißend ftrg. Nabbmenwesen. Hr. Ehrlich. — P ol en und R u ßl an d. Mit au. Predigt- und Schulwesen. — Sendschreiben an Pfaffinger von N. Schleßinger. Iüd. Lehrer-Konferenz in Crefeld. — Perscnalchronik und MisceUen. Leipzig. Leipzig. — LB. d. Or. Bitte. Ich erlaube mir hiermit den Wunsch auszudrücken, daß die Herren Theologen, die der projekürten Theologen-Versammlung bcitreten wollen, diesen ihren Beitritt mir gefälligst schriftlich mittheilen. Dr. Z. Frankel. Aufruf ätt Me Freunde dev AidischeW WifterrfchufL^ Die Wissenschaft des Jndenthums hat eine ihrer größten Stützen, die Israelitische Gemeinde Hamburg'- eine ihrer schönsten Zierden verloren. Heymann Joseph Michael ist am 10. d. M. durch einen plötzlichen Tod den Seinigen, seinen Freunden und-allen Freunden der Literatur entrissen worden. Sein Name ist verbreitet, so weit die Kenntnis; der jüdischen Wissenschaft reicht, ihn suchte auf, wer auf diesem Felde der geistigen Thätigkeik arbeitetld in Hamburg weilte, und er ging belehrt und befriedigt von seiner Schwelle; an ihn wandte sich, wer aus den reichen Quellen, die ihm zu Gebote standen, zu schöpfen wünschte, und empfing von ihm, was er nur irgend bieten konnte, mit Aufopferung von Zeit und Mühe, mit dem Opfer seiner Gesundheit, ja vielleicht seines Lebens. In diesem Augenblick, wo die irdische Hülle in die Gruft gesenkt wird, fehlt die Ruhe und Sammlung, die eine ausführlichere Darstellung seines Wirkens und seiner Thatigkeit erfordern würde; es wird unter seinen vielen Freunden mancher den Wunsch und das Bedürfniß fühlen, dem größeren Publikum in klaren , bestimmten Zügen das Bild des Verstorbenen vorznführen, und zu zeigen, welch einen Verlust es erlitten, welche Fülle de§ Wissens und der Gelehrsamkeit mit der bescheidenen, von allem Schein so entfernten Hülle in das Grab gesenkt, ist. "Mir sei cs nur noch gestattet, an den sichtbaren Schatz zu erinnern, bcu er Hintersassen, an seine herrliche, unvergleichliche Bibliothek. Ich glaube nicht zu irren, wenn ich dieselbe zu fünf- und sechstausend Druckwerken und sechs- bis achthundert Handschristerl anschlage: er hat sein ganzes Leben daran gesammelt, mit dem Auge des Kenners und dem unermüdlichen Eifer des Liebhabers. Wenige öffentliche, wohl keine Privatbiblicthek in ganz Europa dürste an Zahl der Werke in diesem Fache der Literatrrr der seinigen gleichgestellt werden, an innerem Werth hält sie gewiß den Vergleich mit jeder ans: er suchte von allen Wcligegenden her zu erwerben, wenn zu seiner Kenrttniß kam, daß irgendwo ein Manuskript, oder ein alter Druck wäre, den er noch nicht besaß. Und es waren ihm seine Bücher nicht ein todter Schatz, 'er wandte jeden Augenblick an, den er von anderen Geschäften 26

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