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Der Orient · 1846-06-18 · Heft 25 (18.6.1846) · p. Seite 189

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 25 (18.6.1846)
Date
1846-06-18
Page
Seite 189 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Siebenter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. 2D?anabonmi’i bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen aus ein Jahr. Studien und Kritiken •' » fÄ8 Jahrgang. Geschichte und Literatur. — Herausgegeben ' von Nr» Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet,. zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. 1846, Leipzig, den 18. Juni Inhalt. Deutschland. Berlin. Empfäng Montesiore's. Frankfurt a. M. Montefiore. Die Konfirmation. Halber stabt. Erwiderung. Hannover. Das Lehrer - Seminar. Berlin. Aktenstücke der Reformgenossenschaft. — Oesterreich. Wien» Auszeichnung des Hrn. M. E. Stern. „Aus dem Ghetto". Säros. Schulwesen. Pilsen. Rundschau über kleine böhmische Gemeinden. — Personalchronik und Miscellen. Breslau. Rom. Leipzig» —- LB. d. Or. / / Deutschland. SSctlüs / 5. Juni. lieber die Aufnahme Sir Moses Montesiore's voll Seiten unseres ^enleirlde-Vorstandes, wie ihn unser Prediger und Rabbiner Dr. Sachs in der Synagoge den Dank Israels ausgesprochen^ wie ihn: die Rabbinats-Assessoren anfgcwartet, der Vorstand gehuldigt, wie ihm Gedichte überreicht re., das werden die Leser dc§ Orients-bei der hier geschäftigen. Korrespondenz-Industrie gewiß schneller aus den politischen Zeitungen erfahren. Es kommt übrigens auch darauf gar nicht an, ob bei dergleichen Gelegenheiten etwas Erlogenes mit in den Kauf gegeben wird, wie z. B. die angebliche Unterhaltung mit dem Kaiser über den Messias, was sich aber blos auf die einsacheWahrhcit redueirt, daß Sir Moses die Minister ersuchte, die Eidesformel der jüdischen Soldaten in Rußland : daß sie selbst, wenn der Messias konnnt, dem Kaiser tun bleiben wollen, welche das Konvertiten-Koltegium in Petersburg erfunden, abznschaffen und den jüdischen Messiasglauben lieber in seiner Idealität beiseit lassen mögend Die Abänderung dieser Formel hängt übrigens von der Abänderung so vieler Anordnungen über die Inden ab ', die barbarische Erfindung, daß nur ein Kollegium von gelausten Inden, die durch Judenhaß ihre griechische Orthodoxie zu bellrknnden pflegen, die Jndmangelegenheilen zu berathen haben, daß dieses Kollegium sich umnittclbar mit dem Kaiser in Verbindung zu setzen hat, beweisen klar, wo man die Drachenzähne des Hasses anfznsuchen'Mnd aus was man seine An sin crksamkejst 'zu richten habe- Uebcr den Erfolg der Reise hak unser Sir Moses sich nicht geäußert, er wünscht auch, wie ich gehört, daß dieser Punkt von der Presse vorläufig unberührt bleiben möge, da bei fernen Unterhandlungen eine unzeitige Veröffentlichung nur schaden könnte. Noch muß ich hier berühren, daß die Resormgenossen keine Spur von Theilnahme bewiesen, obgleich doch die persönliche Orthodoxie Montesiore's keineswegs ein Grund * sein darf, auch die Humanität des Orthodoxen zu unsachten. Frernkfurt <u ffih, 6. Juni. Sir MoseS Montefiore ist gestern mit seiner Gemahlin hier cingetroffcm Dieser edle Mann konnnt von einer Reise nach Petersburg zurück, die er einzig in der Absicht angetreten, dem Kaiser Nikolaus das unglückliche Schicksal der polnischen Grenzbewohner jüdischen Glaubens, welche durch den bekannten Ukas von ihrer Heünath in daS Innere des Landes getrieben werden sollen, ans Herz zu legen. Er hat daS beglückende Bewußtsein, hier, wie früher im Orient, erfolgreich cingeschritten zu sein, um Hundcrttanstnden vorr^Unglücklichen ein erträglicheres Loos bereitet zu haben. Zu den gerechten Huldigungen, die ihm wie seiner' trefflichen Gattin von seiner! Glaubensgenossen dafür wurden, gehört auch, daß am vergangenen 2. Juni (einem Festtage auch für den Israeliten) der hiesige Rabbiner, Hr. Stein, der an diesem Tage 25 '

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