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Der Orient · 1846-05-28 · 22 (28.5.1846) · p. Spalte 349-350

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
22 (28.5.1846)
Date
1846-05-28
Page
Spalte 349-350 (sequence 7)
Language
German
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350 Studien. Anmerkungen zum Leben Mairnum's von Mifti. 349 (almaez), er selbst aber meint, daß (alaziz) zlr lesen sei. Die Lesart.älnvo ez ist gewiß unrichtig', denn die Maeziten waren die Stifter d.er Dynastie der Aliden in Egypten und nicht die Zerstörer deselben. (S. d.'folg. Anm.) Der Azizen erwähnt Makrisi (de Sacy Chrest. arab. t. II. p* 43), worauf de Sacy (p. 151 Anm. .10) bemerkt, daß Deguignes (ttist. des Huns t. V. p. 126), die Mameluken Azizen nennt, und hinzufügt, daß dieser Name von dein Ajubitischen Fürsten Melik Alaziz Sultan von Aleppo abzuleiten seü Die Mameluken werden auch, nach einem. Briefe Muhammed Mesiris an den ersten Konsul Buoneparte (de Sacy a. a. O. t. 111, p. 525), Ghozite-n genanntz die Mameluken können aber hier nicht gemeint sein, denn sie wurden erst viel später nach der Eroberung Egyptens durch Sa- .lcrheddin, von der hier die Rede ist, von dessen Sohne Melik Alaziz, als dieser schon nach dem Tode seines Vaters Sultan von Aleppo war, zu einer Armee organisi'rt. Salaheddin selbst, der eigentliche Eroberer Egyptens, war weder seiner Familie nach, noch seinem Namen nach ein Ghozite, denn Jbn Challikan, der seine Biographie unter Nr. 856 schrieb, zählt viele seiner Vorfahren auf, unter denen aber kein einziger mit Namen Gözi vorkommt, weshalb er etwa Ghozita hätte heißen können. Hier ist aber wahrscheinlich unter den Gh o z it en, der türkische Stamm Ghozi zu verstehen, deren Abulfaradsch (a. a. O. p. 337), als Eroberer unter Arselan ben Seldsuk im I. 420 (1029) erwähnt, denn die Türken dienten bekanntlich schon'im 9. Jahrh. bei den Kalifen und bei verschiedenen andern-Fürsten als Soldtruppen, ja -schon im 6. Jahrh. dienten sie bei' den Byzantinischen Kaisern als Hilfstruppen. 13) Aliden auch Fatimiden, so heißen alle diejenigen Fürsten, welche Nachkommen Fatima's, der Tochter Muhammeds zu sein Vorgaben. Abu Muhammed Obeidallah,, der sich für einen Propheten ausgab und sich Mohdi (Führer der Gläubigen) nannte, stifte diese Dynastie im I. 296 (908) und vertrieb die Agllebiten und die Cdrisiten aus Afrika. Sein Urenkel MoezLedinullah, der im I. 341 (952) den Thron bestieg, eroberte im 1.358 (968), durch seinen General Dschauhar, einen freigelassenen Griechen, Aegypten. Der letzte Fürst dieser Dynastie hieß Aadhad sein Leben beschrieb Jbn Challikan unter N. 361. Er wurde, 'nach diesem, im I. 554 (1159) geboren und bestieg im I. 554 (1159) den Thron. Als aber die Christen in Aegypten einsielen, und er von ihnen sehr bedrängt wurde, bat erden Nureddin, Sultan von Aleppo, um Hülse. Dieser schickte ihm den Asadeddin (der-Löwe des Glaubens) und dessen Neffen, den nachher so berühmt gewordenen Salaheddin mit einer großen Armee nach Aegypten zu Hülfe. In der Folge aber stieß Salaheddin Aadhad von dem Throne und wurde selbst Beherrscher Aegyptens. Ueber den Ursprung der Fatimiden s. Makrizi? in de Sacy .ehrest, arb. T. 11 p, 18. und fl. und Abulfeda Ann. Mosl. [T. 11 ,p. 309 u. fl. 14) Sein Leben findet sich bei Jbn Challikan unter N. 384. Diesem nach'war sein vollständiger Name.Abu Abi Abd cl- Nahim ben Alkadhi A'laschrafBahaeddin, bekannt war er unter dem Namen Alkadhi Alfadhl und führte auch die Beinamen: Modschaireddin Vergrößerer der Religion, was nur ein Ehrenmann ist; Alaskalaniweil er in Askalon, im I. 529 (1135) geboren wurde und Atbaisani weil sein Vater in Baisan, einer kleinen Stadt in der Nähe von Tripolis, Kadhi war. Er wurde von allen seinen Zeitgenossen sehr geachtet, und die Poeten, verherrlichten seinen edlen Charakter und seine Wohlthaten in ihren Gedichten. Salaheddin schenkte ihm sein ganzes Vertrauen und machte ihn zu seinem Wesir, welches Amtes er sich auch würdig zeigte. Er wird ferner als ein Freund und Beschützer der Wissenschaft geschildert, und hat als solcher die Universirät zu Kahira gestiftet, die auch nach ihm Almidräs Alfadhilija fi'büxzhx genannt wurde. Abdallatis in seiner Selbstbiographie erzählt: 'er habe den Kadhi Alfadhl, während der Belagerung Acco's durch Salahedden, besucht und ihn in seinem Zelte getroffen einen Brief schreibend, während er zu gleicher Zeit zwei Briese diktirte. De Rossi (a. a. O. a. Maimonides) macht ihn zum Haupte der Goziten und zum Eroberer Aegyptens, was durchaus unrichtig ist, S. Abulfeda Ann. Mosl. A. IV p. 180 uud Makrisis Werk über Aegypten Ot&NE&N ilbTiD^N). 15) Dieses ist in der Anm. 3 hinlänglich widerlegt worden. 16) Ueber das Todesjahr Maimuni's'sind in der neusten Zeit viele Untersuchungen angestellt worden. 17) Maimuni hat zwar Kommentarien zum Talmud, was er. selbst in seiner Vorrede zum Mischna - Kommentar sagt, deren auch R. Jakob Akkast in seiner Vorrede zu der hebräischen Uebersetzung des Mischna - Kom. gedenkt und^ sich noch jetzt in Ms. befinden, hier aber wird unbedingt der miD gemeint, den Alkifti irrthümlicher Weise für einen Komm, zum Talmud hält z denn seine Komm, zum Talmud werden von denRabbinen fast nirgends erwähnt, und folglich von den Juden weder gelobt noch getadelt worden sein. Abulfaradsch übrigens,'der dieselbe Stelle fast wörtlich Msührt, nennt ausdrücklich den Delalat (f.o heißt der arabisch), als dasjenige Buch, welches von Einigen gelobt- und von Andern getadelt wurde. 18) . Dieses Werk ist von N. Samuel Jbn Tibbon ins Hebräische übersetzt worden, und ist unter dem Titel D'HOT rvnn bekannt. Das Original findet sich wahrscheinlich auf keiner europäischen Bibliothek. R. Tanchum aus Jerusalem erwähnt dieses Buches in seiner Vorrede zum rabbinischen Wörterbuchs, betitelt(Ms. arab. tn ber Boblj. Bibl.) unter dem Titel viNOri N'NN Er citirte daraus folgende Stelle: npö hyitf h D'pna m nn^j cb ihn piö 'O „Wenn ich die ganze Jurisprudenz des Gesetzes in ein Kapitel hätte schreiben können, so hätte ich keine zwei geschrieben." Ueber diese Abhandlung sagte auch M. in dem oben (Anm. 3) angeführten Briefe an Josef ben Iehuda folgendes: „Ich werde

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