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Der Orient · 1846-05-21 · Heft 21 (21.5.1846) · p. Seite 157

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 21 (21.5.1846)
Date
1846-05-21
Page
Seite 157 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Stuöien «»- Kritiken 8!kbMsr Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lh!r. Man abonrürt bei allen löbl. Postämtern und allen-solid, Buchbandlungen auf ein Jahr. für Mische Geschichte und Weratnr» Herausgegeben von vr. Jukiy^ Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Leipzig, den 21, Mai Inhalt. D/ utschland. Hamburg. Regungen dcs Tempels. Schulwesen. Tempelbibliothek. Kassel. Fassel's Predigten. B r e s l a u. Berichtigung. Gestaltung der Wirren. Anekdote. K r o t o sch r n. Liturgie. Franke l 's Gutachten. Breslau. Entivlckelung der Gemeindewirren. R a n d eg g.. Die badische N.-V. und der „Israelit". —^ Oesterreich. Sebes-Kelem es. Erwiderung. Geschichte einer Schule. — Historische Excerpte, mitgetheilt von Alex. -Elsäßer.— Personalchronik und Miscellen. Aus Würtemberg. Wörtemberg. — LB. d. Or.' Deutschland. Ketzmbui'g, im Mai. Der Tempel hat in diesen Tagen, bas Programni der neu begründeten Rcligiousschule ausgegeben. Als ersteö Lebenszeichen der neu begründeten Kultus - Kommission ist es von Bedeutturg; eb aber das Unternehmen einen schnellen und günstigen Erfolg haben wird, bezweifle ich sehr. Die Idee, welche die Schule ins Leben gerufen, ist eben so richtig als schön. Das Programm spricht sich darüber folgendermaßen aus: „Die Kultus-Kommission-hat, erkannt, daß nunmehr, wo allmalig die erste Generation derer, die sich zu einem geläuterten GotLesdienst verbunden haben, zmücktritt, die religiöse Bildung der Jugend eine wesentliche Ausgabe des Gotteshauses und seiner Lehrer wird, damit ein tief begründetes, Bewußtsein von. dem Werth und der Bedeutung der, israelitischen Lehre Wurzel fasse/ bereits im jugendlichen Gemüth, und ans dm Söhnen und Töchtern ■ unserer Gemeinde ein Kern, sich bilde, um welchen die neu hiuzutretenden Mitglieder von nah und fern sich vereinigen und den unsprüuglichen Sinn der Anstalt in seiner - Reinheit erhalten mögen." — Der Unterricht wird 3—4 Jahre umfassen, dm Knaben in , wöchentlich 4 die Mädchen in wöchentlich 3 Stunden, von den beiden Predigern ertheilt werden, und mit der Konfirmation (die seither sehr int Abnehmen begriffen war) schließen. Die Unterrichtsgegenstände (für Knaben) erstrecken sich sogar bis/auf die Kenutniß^er hebräischen Bibel, und dazu glaube ich, ist die AHt des' Unterrichts nicht.ausreichend, denn von den 4 S luden nehmen Neligionsstunden und der Unterricht in der biblischen Geschichte doch mindestens die Hälfte der Zeit in Anspruch, und in höchstens zwei Stunden täglich kommen die Schüler schwerlich dahin, die prophetischen und hagiographischen-Bücher der heilt Schrift übersetzen zu lernen. Damm hätte ich wenigstens 5—6 Stunden hier zweckmäßig erachtet; * dagegen freilich lassen sich wieder andere Gründe geltend machen. Das Honorar beträgt jährlich für Knaben 20 Mark und für Mädchen 12 Mark. Ein anderes und größeres Hiudcrniß liegt in der TheiLnahmlvsigkeit der Eltern. Ich wünsche zum Besten der Gemeinde, daß ich mich irre, und die neue Anstalt recht kräftig emporblühe. Leichter dürste die Mädchenklasse zu Stande kommen, denn für Mädchen ist in dieser Hinsicht weniger gesorgt,, während viele Knaben jüdische Schulanstalten besuchen. Schreiber dieses ist sehr oft und noch ganz kürzlich von Eltern aufgefordert worden, einen Religionsunterricht für Mädchen einzurichten, Hat sich aber, thcilweise im Interesse der neuen Schule der Tempelgcmeinde dazu, nicht entschließen mögen. In einigen Jahren vielleicht dürste sich die Teilnahme für. diese neue Schule erhöhen, wir jedes gute Werk seine Zeit haben muß; jetzt zeigt sie sich noch in so,'geringem Grade, daß der Tag, welcher zur Eröffnung der Anstalt bestimmt war, weiter hinausgeschoben werden mußte'. —- Unsere Gemeinde besitzt zwei . ' 21

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