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Der Orient · 1846-05-07 · Heft 19 (7.5.1846) · p. Seite 141

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 19 (7.5.1846)
Date
1846-05-07
Page
Seite 141 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Siebenter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Manabonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. Studien und Kritiken für >e Geschichte und Literatur. Herausgegeben von vr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig» .Mir». Leipzig, den 7. Mai 1840. Inhalt. Deutschland. Breslau. Fassel's Verhaltniß-zum Breslauer Rabbinate. Dokument. Posen. Schritte des Rabbinats. Hr. Pleßner. Schulwesen. Socialer. Fortschritt. Prediger und Ackerbau. Rabbinervecsammlurrg. Berlin. Der Gottesdienst der Genossenschaft. Die Prediger. — Oesterreich. S t u h l w e i ß e n b ur g. Gemeindeverhaltnisse. — Polen und Rußland. Mit au. Die Korabkasteuern. M i t ä w. Juden und Protestanten. Statistisches. — Aktenstücke in Angelegenheit der Toleranz- Taxe der Israeliten in Ungarn 'und Nebenlander.— LB. d. Or. Deutschland. Breslau , im April. Ans einer Zuschrift des geehrten Herrn S. I. L e w y aus Breslau , datirt 14. April 1846, .geht hervor, daß der Artikel im „Orient", worin angegeben ist, daß Rabbiner Fasset nach Breslau gekommen wäre, um dort angenommen zu werden, für sich hätte intriguiren lassen, und endlich gegen Jahresgehalt, seinen Ansprüchen entsagt, tiefe Indignation in Breslau erregt hat, und haben sich die Herren Lewy, Milch und Prinz (Kuratoren der Fränkel'- schen Verlasscnschast) an das Obervorsteher - Kollegium gewendet, und hat dasselbe in einem Antwortschreiben vom 6. März 1846 sich in folgendem über diese Äußerung ausgesprochen: „Mt gerechtem Unwillen, weisen wir jedoch diese Insinuation zurück , daß Herr Rabbiner Fasset, gegen Bewilligung einer Entschädigung aus derGememdekässe die Auftösong des Vertrags vollzogen habe. Wir müssen diesen würdigen Mann, gegen eine solche Schmähung nachdrücklich in Schutz nehmen; er verkauft keine Stelle im hiesigen Rabbinate, wenn er darin hätte gedeihlich wirken können, um eine Geldsumme, und eben so wenig würde der Vorstand ein solchen Handel sich haben gefallen lassen. Es war zwischen uns von einer Entschädigung, die er auch bei dem Aufgeben der Stelle nicht ansprechen konnte, durchaus keine Rede; wenn wir jedoch später ihm eine Summe von 200 Thlr. aus der Gemeittdekafse bewilligten, so geschah dies theils als Zeichen unserer. Anerkennung, theils als Entschädigung dasur/Eß-derfMe - Subskriptionen/ auf 'rin - vou-Mrn zu veröffentlichendes Werk, aufznnehmen, in Rücksicht auf seine spätere Stellung in der Gemeinde, bei seiner ersten Anwesenheit in Breslau, unterlassen Hatte, und zugleich als Gratifikation für seine Reisekosten". — Uebrigens kann ich Sie versichern, und Sie können wohl für meine Versicherung sich verbürgen, daß Rabbiner Fasset, noch bevor er am 18. Febr. d. I. nach Breslau kam, in einem Briefe, den er an Hrn. Dr. G ü ns bu rg, Mitglied des aktiven Vorstandes in Breslau, geschrieben, sich deutlich genug ausgesprochen hat, die Stelle ln Breslau nicht anzunehmen, und daß er am 19. Febr., noch bevor er am 21. Febr. einen Vortrag gehalten, dieser Stelle vor einer Plenarsitzung des Obervorsteher-Kollegiums förmlich entsagt hat. x. Posen, im April. In Meklenburg-Schwerin ist die Reis- und Hülsensrüchte-Frage an der Tagesordnung, hier die Butterfrage. Ich enthalte mich in dieser Angelegenheit alles Raisonnements und berichte Ihnen blos das Faktum. — Seit einigen Wochen ging hier das Gerede, daß unser Rabbiner gewöhnliche Butter nach vorhergegangener Auswaschung zum Gebrauche während des Pesach-Festes erlaubt habe. Die Unbemittelten freueten sich , die sogenannten Aufgeklärten machten Witze und die gelehrten oder wenigstens gelehrt 19

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