Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 18 (30.4.1846)
- Date
- 1846-04-30
- Page
- Spalte 287-288 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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287 . ' Ankündigungen. 288 Ankündigungen.! Zn diesen Ilnkündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespalten^ Petit- Zeile oder deren Raum ausgenommen. [74] In dem : neuen hebräischen Verlage von Gottlieb Haase Sohne in Prag sind erschienen und erscheinen:. Drei neue Ausgaben des _ _ Wmmlmm* Oiitto) ■; sannntlid)e"Fcstgebete und goLtrsdienstliche Dichtungen -er - ' Israeliten, in 5 und A Bänden. Die Ausgabe in M Bänden, hebräischer Text mit einer n e u e n d e u t seh c n it e b c rs e lin ng und einem a n S f ü h rl i ch e n nenen h e b rä ischen Kommentar v oit.®t M. Letteris. Die Ansgabe in Z Bauden, hebräischer Text mit einer neuen deutschen Uebersetzung . von demselben Gelehrten und die Ausgabe in B Bänden, hebräischer Text mit einer neuen deutschen Uebersetznng von eben demselben Gelehrten. Jede der drei Ausgaben des M&cllSOr ist wieder auf drei verschiedene Papiergattungen gedruckt, um so auch das Bedürfnis' der Unbemittelten befriedigen zu können. Wir haben, tun vielfach an unS ergangenen Anforderungen zu genügen , den SubskriptionS- und PräntuneraLionstveg eröffnet ttub föniicu die Bände der drei Ausgaben demnach einzeln bezogen werden. Ein ausführlicher ProspcktuS besagt das Weitere darüber. 'Von der N bändigen Ausgabe des SÖF find bis jetzt die dr e i ersten Bände,. und von der 5 bändigen ist der Iste Band erschienen. : In Betreff der Gediegenheit der Uebersetzungen zu allen 3 Ausgaben und des Kommentars zur 0theiligen Ausgabe > können wir uns um'so mehr aller Anpreisungen enthalten,, da die Befähigung des Herrn De. M. Letter is zu solchen Arbeiten außer allem Zweifel steht. Die glänzenden Verdienste dieses Gelehrten um die jüdische Literatur ftnb nicht neu, sie find in einer 20jährigen thätigen Wirksamkeit begründet und auch so vielfach rühmlichst .anerkannt, daß man mit Sicherheit annehmen kantt, diese seine neuesten Leistungen werden seine seltene, gelehrte Sachkenntniß und die besondere Vorliebe für Herstellung einer, in mehrfacher Hinsicht wünschenswerthen, neuen Ausgabe des ganzen MacllSöF .$ut- Genüge beurkunden. Durch eigene, sorgfältige Ueb erwach tutg des Satzes und selbst des Druckes hat der Herr Verfasser diesen Ausgaben noch einett weiteren Vorzug, den der tstöglichstett Korr e k t h e i t , gegeben. Auch eine attsführliche Ankündignttg unserer' bereits erschienenen israelitischen Gebetbücher ist durch alle Buchhandlungen auf gefälliges Verlangen gratis zu erhalten. Prag, int Februar 1846. . \ Gottlieb Haase'sche Verlags - Expedition. Lehr- und Pensions-Anstalt für israelitifehe Knaben in Hamvnrg von Louis Simon. (Bö hmkenstraße Nr. 9.) Die rege Theilnahme, der sich mein Jttstitttt hier erfreuet, verattlaßtc ntich, die Pensions-Attstalt schon jetzt vollständig einzurichten, so daß zu jeder Zeit Pensionäre cintretcn feinten. Den resp. Eltern, welche mir ihre Kinder anvertrauen t kann ich die Versicherung geben, daß dieselben bei mir, was liebevolle Pflege- und sorgfältige Erziehung betrifft, daS elterliche Haus nicht, vermiffen werden; für Alles, was den Zöglingen von Nutzen sein kann (gute Lehrer, geräumige Lokalitäten mit Garten re.) ist gehörig Sorge getragen, uttd Unterricht und Erziehung gehen Hand in Haitd. —- Die aus vier Klassen bestehende Lehr--Anstalt hat den Zweck,. die Schüler für das praktische Leben , namentlich für den Kausmannsstand und die höheren Klassen des Gymnasiunts vollstättdig vorznbereiten; Ausführliches darüber enthält der ProfpektuS, der auf Verlangen zugesandt wird. Neuere Sprachen werden auch außer den Schulstunden geübt uttd überhaupt Nichts vernachlässiget, was zu einer guten Erziehung erforderlich ist. Auch' werden solche Zöglinge ausgenommen, die hier die Handlung erlernen sollen und für deren Unterbringung und fernere ZLusbildung Sorge getragen. Das jährliche Honorar beträgt 5O0 Mk. Cour. Wegetr ausführlicher Mittheilungen wolle man sich schriftlich an mich wenden. Die hiesige Nabbinerstelle wird mit ben 1. September d. I. vakant. Der Rabbiner hat auch als Prediger zu fungirctl und den religiösen und den höheren hebräischen UttterrichL an der öffentlichen und Freischule zu ertheilen. Befähigte mit dem Geist der Jetztzeit fortgeschrittene Subjekte, die sich demnach neben talumdischem Wissen über ihre akademische Bildung, rhetorische Fähig-, feit und pädagogische Tüchtigkeit attszuweisen haben, wollet: sich an die Unterzeichneten wenden, die auf portofreie Briefe die nähern Bedingungen mitzutheilen bereit sind. Strelitz, den 14. April 1846. - Aeltesten und Vorsteher der hiesigen jüdischen Gemeinde. Zu Johannis d. I. wird an der öffentlichen und ^Freischule der hiesigen jüdischen Gemeinde die Stelle eines Eletnentarlehrers vakant, der ttcben gewöhnlichen ELetnenLaruttterrtcht auch die hebräischen Stunden in den .tttttcrn Klassen, den- Gesangtutterricht und die Leitung eittes ChorS überttehnten muß. Befähigte Subjekte, die sich über eine regelmäßige Semtttarbildtmg anszuweifen haben, erfahren die nähern Bedingungen auf portofreie Briefe von dem Vorstand der genannten Schule. - SLrelttz, dett 14. April 1846. Druck von I. H. N agel. Verlag von C. L. F o i tz sch e.