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Der Orient · 1846-04-16 · 16 (16.4.1846) · p. Spalte 255-256

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
16 (16.4.1846)
Date
1846-04-16
Page
Spalte 255-256 (sequence 8)
Language
German
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255 müthiger und naiver Kabbalist, der noch'glaubte, daß man _ ^otz Feuerversicherungsanstalten — durch das Buch Ra siel gegen Feuersbrunst geschützt sei^). Dies könnte ihm allerdings noch keine Stelle in einer jüdischen Literaturgeschichte gründen, wenn er sich nicht durch die Herausgabe zweier für die K a b b a l a wichtiger Werke ein Plätzchen erworben hätte. Im Besitze eines Autograph's des Buches Na siel — auf das wir ausführlich zurückowmen — von Rabbi Elieser aus Worms* * 3 4 5) und nachdem er noch zwei andere Handschriften verglichen hatte, veröffentlichte er zum ersten Mal merksam. In den Hasekamot wurden Flüche auf das Haupt desjenigen beschworen, der es wagen würde, ein jüdisches Buch nachzudrucken. Wie sich die Zeiten geändert haben! Vvr Nachdruck ist die jüdische Literatur jetzt ohne Bannstrahl geschützt. 3) Das Jahr, an welchem das Buch Rasiel erschien. 4) Vorwort zum Buche Rasiel. Dieses Vorwort allein räumt ihm eine Stelle in der jüdischen Literaturgeschichte ein. 5) Daseldst. Wahrscheinlich hat dies durch eine Jdeenaffociation Zunz auf die Vermuthung gebracht, daß der Verfasser desRokeach auch das Buch Rasiel verfaßt habe (G. 258 das Buch Rasiel im Jahre jl601 in Amsterdam m 4.6). In gleichem Formate, nur mit rabbinischer Schrift, gab er den bereits früher gedruckten doch selten gewordenen Sohar C h a d a s ch heraus, der Sohar-Fragmente zum Pentateuch,. Midrasch Ha-Neelam, SitreTora, Sohar zu den fünf Megillot, Tikkunim und Likkutim enthält. Sein Sohn Lob fertigte, am Schluffe des Sohar Chadasch, ein kurzes Wörterbuch in älfabctischer Ordnung zum Sohar Gadol und zum Sohar Chadasch an. Das Wörterbuch ist eine Kompilation aus den Im re Bina von Jisachar Bähr^). . V. p. 168, Anmerkung a.). Unser Jizchak sagt im Vorworte von seiner Handschrift: )Bp»T U Dnni “porin mn> "üoid n±)% bipw rrnrp tann hm map wn TDnrv' ppiy w vdnd ^npiiy »m. ff f/ t/ V 6) DHN nn^lri 7DD ffl Sm Vorwort' sagt der Herausgeber, daß ihn unter Anderm zur Herausgabe des Buches auch der Umstand bewogen habe: 12N '"QD&9 Dbryn bso nj'fUN D'a Nipjn "ison pjd diu |\n (?) nonu ptffbn. 7) Letztes Blatt des Sohar Chadasch. Ankündigungen. Ankündigungen. In. diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen l£ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [67] Bei Unterzeichnetem ist erschienen: Die jüdischen Religionsphilofophen des Mittelalters oder Übersetzungen der seit dem zehnten Jahrhundert verfaßten jüdischen Religionsphitosophieen. Mitgetheilt von Dr. Julius Fürst. Erster Band vollständig. Die letzte Lieferung des Emunot ist somit vollendet. Preis des ganzen Emunot 1A Thlr. Hiermit ist die Ueberfttzung des Emu not we-Deot von Saadja Fajjumi vollendet. Der große religiöse Kampf in der Mitte des Judenthums, der die Rabbiner-Versammlungen und die Reform-Vereine hervorgerufen, berechtigt uns zu dem Glauben, daß diese älteste religionsphilosophische Schrift, über das dogmatische und ceremonielle Element des Judenthums, den Rabbinen und Religionslehrern des Judenthums, welcher Farbe sie auch im Kampfe angehören mögen, eine willkommene Gabe sein wird, zumal selbst das Original sehr schwer zugänglich ist. Die Uebersetzung'ist treu und doch Verlag von C. L. Fritz sch e. mit großer Gewandtheit ausgeführt; in zahlreichen und großen Anmerkungen sind viele dahin gehörige literatur- und kulturgeschichtliche Parneen mit großer Belesenheit und Geschicklichkeit in populärer Sprache mitgetheilt, und es braucht nur auf die ersten zwei Jahrhunderte der Karäer [von 760 btS 960) hingcw lesen zu werden, die hier zum ersten Male dargestellt sind, um keiner weitern Empfehlung zu bedürfen. __Otto Wigand._ I [68] Durch C. L. Fritz sch e in Leipzig zu beziehen: j OVN ■ jy*np. Die Heiligung des gött- | lichen Namens. Ein Kanzelvortrag 1 über Ezechiel 36, 17—26 von Dr. ph. j Salomon Marens Schiller rc. rc. | Brosch. Preis 2 Ngr. ob. 6 Kreuzer C.-M. | Dieser Kanzelvortrag eines geachteten ungarischen j Kanzelredners erregte in Ungarn großes Aufsehen und \ verdient wegen.der in demselben herrschenden Freimüthigj keit rrnd warmen Liebe zum Judenthum eine Verbreitung f in den weitesten Kreisen. [ —,-:--—.— -\ | Die zehn Gebote (nnrm ausgej gezeichnet lithographirt. Preis 8 Sgr. j Diese schöne lithographische Arbeit ist besonders für I Schulen, Synagogen, und zum Aufhängen in Zimmern j geeignet. | Druck von I. H. Nagel.

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