Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 14 (2.4.1846)
- Date
- 1846-04-02
- Page
- Spalte 211-212 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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211 Studien. Szalmon den Zerocham's Gedicht gegen Saadjä. Allgemeinen den Bankier, den Effecktenhändler, den Papiernigswürdc verzichten und sich mit dem Range gleichbehandel und das ganze Handelssystem bezeichne." Uebrigens kann ich im Namen der Juden versichern, daß sie auf die Köre chtigter Unterthanen begnügen. Ad. Jellinck. Szalmon Von Jerocham's polemisch - dogmatisches Gedicht ' | gegen den ' G ao « S n a dj a Fajjumi. (Fortsetzung.) Zweites Kapitel. ‘) (1 2 i i {£■* p 1 D * rrrnriD dji w niNi (3mnx:nw vnn° 1. .. : mxsfn px.n (4 * x ~i p d 'bii^b * DnDXJ Q'Mn D’twx OZNi * (6 *nmD n^t^a toi vonf 2. : Dnap nnxi ibb^n aai'i o’-rnno dtidiqi nimx ona pxi - mxnax9inx jsixa rrnnn ’a ♦ (8min.nna px Cirrraxi (6 QTipri'f 3. (10 rn-itiö x1? mysn!i>aa TOi ni i>ai nnru D’nsiDt niroxv n’x’aja 1) . In dem ersten.-Kapitel sind die vierzeiligen Strophen des Gedichts nach alfaberischem Akrostichon geordnet, hier in dem zweiten Kapitel mach dem Akrostichon des . rückwärtsgehenden Alsabets oder Taschrak. Ist, aber die vorschreitende alfabetische Anordnung in Gedichten schon sehr früh in Gebrauch gewesen (Schir rabba, Kohelet rabba), so ist dagegen die rückschreitende alfabetische Ordnung (Taschrak) sehr selten in der früheren Periode nachzuweisen und außer Ml-7 MDN sich kaum ein Beispiel Nachweisen läßt. F. - 2) Der Verfasser will hier von den Kontroversen der Lalmudisten den Beweis ableiten, daß die mündliche Lehre nicht geoffenbaxt sei, welcherEinwand mit noch mehr Recht dem Karäismüs zu machen ist, was wir in der Einleitung bereits dargestellt haben. K—m. s " ' 3) Hier meint der Vers, nicht den zweiten, sondern schon den dritten Beweis für die Wahrheit des Karäismus, und er gebraucht das Wort nur in Bezug auf den im vorigen Kapitel vorhergegangenen (1, 18—22). Der erste Beweis war, daß das schriftliche'Gesetz allgemein von den in aller Welt zerstreueten, in Sprachen und Glaubensansichten getheitten, in Sekten zerspaltenen Juden als wahr angesehen wird (1, 12. 13)z dann wird nicht blos von allen Juden, sondern auch von allen Völkern (Christen, Muhammedaner) das schriftliche Gesetz als offenbart angesehen, indem alle die darin beschriebenen Wunder für solche anerkennen (1, 14. 15). Der zweite Beweis für die Richtigkeit der karäischen Ansicht ist unserem Szalmon der Umstand, daß das mündliche Gesetz niedergeschrieben wurde, indem doch darin offenbar selbst nach der Ansicht der Rabbaniten ein Widerspruch liegt (1/18^22).' Die rabbanitische Ausflucht von nbn!rh nitc^ ny scheint Szalmon den Jerocham gar nicht zu kennen , und er ist in der That ein sehr nichtiger, und man sich wundern muß, wie ec bei einer Bestimmung der,Selt, wann Mischna und. Talmud niedergeschrieben wurden, in Betracht kommen konnte. F. 4) . Der Ausdruck Ndpft 'by'Z, wie auch DWp, entstand nach dem Zeugnisse der karäischen Schriftsteller erst durch 'Anan ben Dawid (760). Simcha Luzki (b. Mosche) in seinem Merkchen (verfaßt 1756) ed, Wien, 1830, 4. sagt e. i (19a; p*p d^nD ri-rin wip YND' by Dm my tüid bzw wrb) Ndpb büinytröbihi ü\\‘hp':m , tniop'' pipnsn rny m 'ftft.:wmn 'i:y im, und überhaupt wird 'Ana» nur als Mederhersteller und Restaurator der karäischen Lehre angesehen, die im Verfall gerathen war, wie schon Jefet ha- Rofe ben Said (t^d p- Np') in feiner,.-'rnjnnnpn);ni n^Dpn^ (citirt iw Dod Mard. 11 Ir) sagt: n’CT 1)1 *1) ripnDNi npm nr*rDrrra dyn b& no^n rn to w ronr-nty. niDisjji. rmoini. & . . r ö) Die DniD HlW/ welche auch weiterhin (2, 7. 15) erwähnt werden, find mit Mischna (2, 3. 19. 3, 5. 6. 10. 12. 22.) identisch, als Fundament der pSN NND (2, 17) z neben der Mischna wird der. Talmud (2, 20. 22. 3, 2) als Grundlage der Tradition erwähnt. F. > 6) Zn der Handschr. fälschlich dNPNN, wo das Jod nach dem Tau weggelaffen ist. F. 1) Zn der Handschr. unrichtig dN">O^, durch das Vorhergehende veranlaßt. F. ,8) rD/D ift l)in: tn.ber.^SB.ebeiitung göttliches Gesetz, wie NN1N (2, 8). F. D In der Handschr. fälschlich F. 10) Der dritte Beweis (fnn& für die Ungöttlrchkeit des mündlichen Gesetzes (,-jON MIN) findet S zalmon in der Sprache und in der Darstellung, die das menschliche Gepräge an sich tragen. Das göttlich offenbarte'erscheint uns immer