Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-04-02 · Heft 14 (2.4.1846) · p. Seite 101

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 14 (2.4.1846)
Date
1846-04-02
Page
Seite 101 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2360092-2360418-2360433--5377-3532116
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Berichte, Studien und Kritiken Siebenter Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postäm'rrn und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich dasLiteraturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. ‘Jk=. 44» Leipzig, den 2. April 1.846» Inhalt. Großbritannien. London. Aufruf der Weft-Lonbon-Synagoge. (Fortsetzung.) — Deutschland. Würte m b er g. Rell!euschaftsöericht des Waifenvereirrs. Dr. Dreifuß. Breslau« Die Berliner Genossenschaft und Dr. Geiger. Versammlung. Prüfung an-der Wilhelmsschule. Hamburg. Schulwesen. Breslau. Zweiter Bericht über Geiger's Aufkündigung. Breslau. Stimmen von Friedliebenden. — Oesterreich. Aus der Bukowina. Stellung der Juden. Aus Galizien. Pöbelausbrüche an Jom-Kippur. Szegedin. Hr. v. Klausal. — Metrische Übersetzung der 13 Glaubensartikel von A. El saß er. — LB. d. Or. Großbritannien. London, 6. März. (Fortsetzung.) Wir folgten diesem Rache, Bruder/ besonders da der Cheremob er schon hier und da Familienbande sprengte, und (besonders von der portugiesischen Gemeinde) als Grund angeführt wurde, für den Eingriff in eingewurzelte Rechte von heiligstem Charakter — jedoch in vielen andern Fallen fast als Unding behandelt wurde, und daher bewies er sich auch in seiner Wirksamkeit nicht so verletzend als man vermachet haben mochte. Der Präsident zwar, der Vertreter der jüdischen Gemeinden, in einer seines hohen Charakters und seiner Stellung unwürdigen Weise, hat diesen. Bann als Grund wirken lassen, um eine Gemeinde seiner brittischeil Glaubensgenossen auszu sch ließ eil von den Rechten der .Registration für Ehebündnisse. Indem uns. aber das/ allgemeine Registrationsbureau offen , stand, mit der Wahl, unsre Ehebünduisse demnächst nach jüdischem Ritus zu feiern in der Syuagoge oder in unserer eigenen Behausung: so waren wir demnach unabhängig gemacht vom Präsidenten, dem Vertreter der jüdischen Gemeinden. Wir begnügten uns lieber, diesen Weg emzuschlagcn, als in einem Gerichtshöfe oder durch Appellation an das Parlament dem Publikum zu eröffnen, daß ein Mann,, der von allen Menschenfreunden verdiente Hochachtung geerndtet, indem er sein Vaterland verließ, in einer rühmlichen Mission nach dem Osten zu Gunsten der bedrängten Israeliten zu Damasens — daß dieser Mann dennoch seinen Einfluß geliehen, um seine jüdischen Brüder in seiner Heimath zu verfolgen. Ueberdies war der Cherem, in Betreff vieler verschiedener Punkte, die man in seinen Wirkungskreis wirklich bringen-konnte, fast unschädlich. Ehebündniffe wurden vollzogen zwischen Anhängern der West-London- Synagoge und Mitgliedern anderer Gemeinden, so lauge Dr. Hirschel das Oberräbbinat bekleidete, und so lauge es nach seinem Tode die Dajanim verwalteten. So auch wurde im letzten halben Jahre von deu Autoritäten der portugiesischen Gemeinde eine Vermählung cingesegnet, wo der Bräutigam zu ihrer Syuagoge gehörte und die Braut zurBurton-Street-Gemeinde. Auch sollten wir nicht die freudige Erinnerung unterlassen an viele Handlungen der' Brüderschaft, des .Wohlwollens und religiöser Gemeinschaft, welche statt gefunden zwischen uns und den Gliedern anderer Synagogen. Schwand solcher Gestalt parteisüchtige Zwietracht ohnehin schon, räumte schon damals früherer Groll den Platz ein für Nächstenliebe und brüderliche Einigkeit, so wurde Dr. Adler von denen, die seine Wahl beförderten, als der Mann ausgegeben, der jede noch übrige Macht der Zwietracht würde auswischen, und Friede und Eintracht in Israel wieder Herstellen. Aber ach! Brüder wie steht es mit unfern gehegten Hoffnungen! Euer neues geistliches Oberhaupt hat endlich seine Ansichten offenbart, und sie sind der Art, daß ' ‘ 14 ■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.