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Der Orient · 1846-02-12 · 7 (12.2.1846) · p. Spalte 109-110

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
7 (12.2.1846)
Date
1846-02-12
Page
Spalte 109-110 (sequence 7)
Language
German
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109 110 Studien. Barjune. Nach Mufasia zum soll es griechischen Ursprungs sein. Seine Worte daselbst lauten: Dip^iy jltyboi A) Wahrscheinlich dachte er an das griechische (beschwerlich, lästigdrückend). Meines Erachtens jedoch ist hier das Nahliegende und Wahrscheinliche übersehen worden, indem ich dafür . halte, daß dieses Wort ein Compositum aus “O iint) sei.2) Im Syrischen bedeutet nämlich , wie das hebräische jp Griechenland. Demnach hieße jp-p (pl. Griechenthümler und sind diese WO Menschen gewesen, die sich durch Aneignung griechischer Sitten und Lebensweise dem Leben und der Lehre des Indenthums entfremdet haben, wie es deren viele, besonders seit der'Syrer-Herrschaft, zur Zeit des zweiten Tempels und später gegeben hat. Darin ist aber auch der Grund zu suchen, daß sie als Feinde der Pharisäer (s. Berach. 10 a. nj/äö'-Np um mxo rm mni222o iim m *on) 2012 Hv) bezeichnet werden, welche bekanntlich mir aller Kraft, gegen griechische Lehren und Sitten geeifert haben. Andererseits wird von ihnen auch berichtet, daß sie kampflustig warm (im Gegensätze zu den friedliebenden, frommen Pharisäern), und daher in Kriegeszeiten nur die offene Fehde und alle Friedensverhandlungen zu hintertreiben gesucht haben (s. Gittin 56. a.), was vor züglich für meine Conjektur spricht und sie bis zur vollen Evidenz feststellt, wenn wir damit jene historische Notiz im Talmud (Sota 49 b; Baba Kamma 82 1); Menach 4 b.) vergleichen: \\012En DO 12LL/2 Dl’ "Ml D’JD3D DlbnDDnNl DUpilH ÜVI Dt b)l nt p’Dn p1? I'.n D’un nsiprr nn1? D'i-^VD 1'n noDnn Dnb tyi>) w narra ’pn n’nty nriN iptnt^n’n DDTi pnbDJ pN map ppiDjw jdi bi Dn^ iDN (n'J)' nniND 'Di i’tn D.nt>. i^m HDipD pnn bwbw nnob ii'i' nD3n. un nx lab'w honi 'qiTidn nyt?. Einen Kontrast zu diesem Betragen bildet das von Josephus Antiq. lib. 14. c. 2.) angeführte bei dieser Gelegenheit von dem bekannten frommen Wundermann Onias 01N) verrichtete schöne Gebet: „O Gott, König der Welt! weil die, welche bei mir stehen, dein Volk und die Belagerten deine Priester sind, so bitte ich, du mögest weder diese gegen jene, noch jene gegen diese erhören wollen." Bekanntlich mußte derselbewegen dieser hiermit geäußerten Friedliebe, sein Leben büßen. Nawicz. * S. Braun, Nabb. ■ y U)b2 und TOWD (talmudisch). Diese beiden Wörter sind, nach meinem Dafürhalten, 1) Herr F ü r ft e n t hal meint, in einer Anmerkuna zu seinem ci>00 ^>ip S. 10., dieses Wort komme nach Mussasia vom chald. fsTQ her und sei zu vergleichen mit dem lateinischen barbarus gr. ßaQßuQvS' was ich aber durchaus in den oben angeführten Worten Musafia's nicht finden kann. 2) Daß der Plural nicht jp 02 heißt spricht gar nicht gegen meine Annahme. Schon im Hebräischen oft, im Syrischen aber vorzüglich, erhält bei Compositis (selbst bei nicht fest zusammenhängenden wie ONM NO H- 4, 16. 7, 14. s. Gesen. hebräische Gram. §. 106, 3.) das letzte Wort, das Pluralzeichen, vergl. syr. ^OOp NO Scheuern, u. dgl. Kelum. Memna. Adwerbia, gebildet 'aus no und b'2, verbunden mit dem Suffix 01, das, wie ET in 000 und Dl in üttW zur Adwerbialbildung gebraucht wird. Wie bei Vielen durch Suffix - Anhänge sich bildenden sprachlichen Gestaltungen, so zeigt sich auch hier ein Durchlaufen vieler Vokaleso : CT in 0)N, Din pfcnö (v. DDS) CVin no^'P“) v. no) und D-to (v. ^2), 0>7 in 002 (v.' nH) vielleicht auch in dem chald. 0^0 1. B. M. 24^ 34. (v. ttll). Sehen wir nun aber auf den Gebrauch hin, so stimmt auch dieser gapz mit dem überein; man vergleiche nur Spr. 9,13. Hb njrpbl mit 1. B. Sam. 21,3. .JTP btt W& xu dgl., ferner das biblische b'2 pN (9. B. M. 11, 6., 2 2. B. Sam. 12, 3.) mit dem talmudischen (Peah. e. 4. §. 3) 5 dann den adverbialischen Gebrauch des bl für „ganz" wie Hiob 27,. 3: p >0?2^2 .^2 '2 (ganz so lange als meine Seele in mir ist) mit dem talmudischen ni22 2120 ttbtt YHDN 21^>2 (Nedarim 6. 8. §. 5.) „ich habe! es ja ganz und gar nur wegen meiner Ehre gesagt." Was jedoch die gewöhnliche Annahme betrifft, als sei riEOKO aus no-l DO gebildet (Ges. Ewald und Fürst) so widerlegt diese Geiger (Lehr- und Lesebuch zur Sprache der Mischna, Abth. I. §. 8.) mit trifftigen.Gründen. Jedoch entbehrt die von demselben da aufgestellte Behauptung, als wäre in noiND der Gr und stamm und darnach auch 2172 aus ein bl zusammengezogen, alles sprachlichen Nachweises. Denn es kommt hier vorzüglich darauf an, die dort aufgestellte Bedeutung der..Wurzel qik (etwasl aus anderweitigen sprachlichen Erscheinungen nachzuweisen, was aber durch d,'e Form des syr. d012 und den Gebrauch des sam. 21Ä nicht geschieht, und möchte ich veranlaßt sein zu behaupten, daß hierdurch gerade meine Ansicht über 01^2 noch mehr begründet wird. Bekanntlich haben solche Adverbialformen auch Nominal-Bedeutung, wie Spr. 3, 25., 2NDD nnD u. 1. Kön. 2, 31. Din un. Daher sam. 21^2 72 alles Etwaige, d. h. alleDinge (man vergleiche den pleonastischen Gebrauch des bl 2es. 14, 18, was im Talmudischen fast zur Siegel geworden ist, wie £0 D^IJ/H ^2 u. dgl) und so auch p ein Jeder, welcher, wozu der gleiche Gebrauch von Sef. 30, 5., Koh. 9, 2. zu vergleichen ist. Noch weniger annehmbar ist aber die dort ausgesprochene Behauptung, daß auch D12, Fehler, desselben Stammes (D)tt) sei, zusammengezogen aus 01N0 mit der schlechten Nebenbedeutung etwas Tadelnswerthes, Fehler ist vielmehr das nakte Stammwort und mit dem griechischen {ioo[ios zu vergleichen. Im Talmudischen existirt davon ein Verbum in Hof. 021N. Rawicz. S. Braun, Rabb. 1) Man vergleiche Ewald's hebr. Grammatik §. 208. und Fürft's Lehrgeb. Z. 90. ff. 2) Daß hier das ^aussällt und als Vokalhalter eingeschaltet ist, findet schon im Hebr. (noch viel mehr im Chald.) eine Analogie in n^2 wovonpl. D*>N^2. Dasparagogische N^ in nblND (daher tonlos) findet sich.wieder in dem auf diese Weise gebildeten

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