Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1846-02-05 · 6 (5.2.1846) · p. Spalte 81-82

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
6 (5.2.1846)
Date
1846-02-05
Page
Spalte 81-82 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/8555529-9897631-9897636--4370-3531980
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Fiteraturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mdssche Geschichte und Meratur. MG. Leipzig, den 5. Februar 184«. Inhalt. Studien. Die kleine Genesis oder Berescbit Sutta. Von A.Tr e u e n fe l s. (Schluß.) — Forschungen über die Aufschriften der Psalmen. Von H. PH. Ree in Aarhus. (Fortsetzung.) — Literarische Analekten. Die Spitze des Antignosticismus bei den Tannaiten. Von I. Fürst. — Ankündigungen. Die kleine Genesis. (Schluß.) Soweit die Fragmente^). Sehen wir mm, was wirnach ihnen über das Buch ermitteln können. Wenden wir uns zuerst wieder zu.dem Namen des Buches, so ist augenscheinlich, wie schon im Eingänge bemerkt wurde, derHauptitel ,,kleine Genesis^; daß dieser Name verschieden gegeben wird, erklärt sich daraus und spricht seinerseits dafür, daß das Buch hebräisch geschrieben war, und einen hebräischen Titel hatte, was übrigens auch durch das ausdrückliche Zeugniß des Hieronymus ganz unzweifelhaft festfteht. Hier liegt nun aber die Vergleichung mit am -rWN-D so nahe, daß man fast nicht umhin kann anzunehmen, das Buch habe am, Nmm, oder 'rrm geheißen^), wie schon Goar u. A. annehmen. Die andern Titel sind 1) ’lcoßrikctici 22) Mein Freund Kirchherm theilt mir die Stetten aus dem B. Nab. und Minor bei Raymund Martin (pn§io fidei) mit (vgl. G. V. von Zunz S. 290), von denen aber keine zu unseren Fragmenten paßt. Doch ist wohl möglich, daß Martin das Buch noch besessen, denn nach einer Notiz bei Favriciüs hat das Tridentinische Concil dasselbe sub nomine flosculorum bibliae verdammt. — Es befinden sich ohne Zweifel auch bei Hieronvmus, Syncettus und Cedrenus 'noch viele, ohne nähere Angabe, der kleinen Genesis entlehnte Sagen und Erzählungen, wie ich oben eine dergleichen über den Thurmbau angeführt habe; doch wollte ich hier fürs Erste nur Beglaubigtes und gleichsam Faktisches beibringen. 23) Ein erwähnt, ohne weitere Angaben Zunz G. 23. Seite 253. — Es ist oft im Ialkut zu onm 'd kitirt. bei Epiphanius. — Fabricius hat zur Erläuterung dieses Namens mehrere weit hergeholte Erklärungsversuche; cS liegt aber gewiß sehr nahe anzunehmen, daß das Buch in die Jobelperioden eingetheilt, oder seine Chronologie auf diese Zahl basirt war. 2) dTtoKakv'ijjig Mcovaicog, bei Syncettus und Cedrenus. Fabricius betrachtet dies freilich als ein von der kt. Gen. verschiedenes Buch, es ist aber nach dem ausdrücklichen Zeugniß der genannten Autoren gar kein Grund an der Identität zu zweifeln; man kann, aber auch das qxxai (III, 1) nicht mit „für eine Offenbarung Mosis halten" übersetzen, so daß änoualvfyig McovGscög gar nicht ein Titel, sondern nur ein Epitheton der kl. Gen. wäre, da es Syncettus (Nr. 4 und 5)**) schlechtweg als Titel gebraucht. Solcher dnonukvtysig hatte das Alterthum mehrere, z. 83. von Adam, Abraham, Elia u. ci.25); wahrscheinlich aber hat die kleine Genesis diesen Titel erst später erhalten. Endlich fanden wir 3) ßiog Idöap oben III, 2._ 24) Ich habe daher auch ohne Bedenken diese zwei Stellen zu den Fragmenten der kleinen Genesis gezählt, was auch Wredow (p. 32) thut. 25) Nach Lambecius (bei Fabr.) liegt das ganze Buch in Wien m zwei Handschriften unter dem Titel: zUriyr\GLg tov fisyakov dsonzov Mcovßscog tzsqI zrjg TcokiTslag ’Addfi ticcl Evttg TCQV TüQCQTOTCk&GTCÖV, d7tOY.a?»VCpd'8lGCi 7ZCCQCC TOV -d'SOV, ots zag TtlccKctg zov vöfiov sde^cczo sn avzov9 didaK&sls V7c6 zov dQiayyslov Mi%aT\l. (Erzählung des großen Propheten Moses, - über die Verhältnisse Adam's und Eva's, der ersten Menschen, offenbart von Gott, als er (Moses) die Gesetzkaseln aus seiner Hand erhielt, belehrt vom Erzengel Michael). Vielleicht ist dies, das gleich zu besprechende „Leben Adams". Der Lehrer Moses war oben (IV, 3) der Engel Gabriel. — Vielleicht finden sich jene Mskt. noch vor und machen diese ganze Fragmentensammlung überflüssig. 6

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.