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Der Orient · 1846-01-29 · 5 (29.1.1846) · p. Spalte 79-80

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
5 (29.1.1846)
Date
1846-01-29
Page
Spalte 79-80 (sequence 8)
Language
German
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79 Ankündigungen. 80 Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische beschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [21] In der Buch-, Kunst- und Musikhandlung von D. R. Marx in Baden-Baden ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: M. Rosenfeld, Hauptlehrer an der israel. Schule zu Karlsruhe, Hebräisches Lpraehbuch. Erster Lheil. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. 18 kr. oder 6 Ngr. Dessen Anleitung zum ersten Theil des ' - hebräischen Sprcrchbirches. Nebst einem Anhänge, enthaltend die Uebersetzung aller Wörter und Stellen, die im ersten Lheile des hebräischen * Spracht»uchks Vorkommen. 36 kr. oder 12 Ngr. [22] Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: Sabbath-Blatt. ' Für Belehrung / Unterhaltung und Kenntniß - jüdischer Zustände. Der Preis für das -Quartal aus 13 Nummerrr bestehend . \ ist blos 10 Sgr. Das ,, S abbath - Bl att erscheint auch im Jahre 1846 mit Beibehaltung seiner vorjährigen Tendenz. Es läßt die Belehrung mit der Unterhaltung 'abwechseln und giebt jede Woche ein Resumö aller neuenjüdischen Juteressinl. Mögen seine zahlreichen Freunde für die Verbreitung desselben nach Kräften wirken. — Leipzig, 1. Januar 1846. C» L. Fritzsche. Anfrage. Durch einen ln praxi vorgekommenen Fall veranlaßt, stelle ich an jene Rabbinen, welche die Autorität und Verbindlichkeit des Talmuds anerkennen, nachstehende Frage und ersttche , um deren nach Talmud und Posfim ausgesprochene Beantwortung. Verlag von C. L. Fritzfche. Nach '*>D V ' jfttf ist es Grundsatz , daß der, den äußern Symptomen nach, im Verscheiden Liegende noch nicht als Verstorbener, sondern im Gegentheile als noch v ollk ommen Leb ender zu betrachten sei — nrn hsb' td wn *nn dduh. — Nun aber heißt es (nVtcr -p) b nwpw w b '*** ppBD rp:D pDJDi — Daraus und aus den später folgenden Sätzen darf mit Recht dedneiri werden , daß Dilles , was dem Kranken n a ch t h eilig, oder wohl gar tödtlich werden könnte, dem Gesetze zufolge strengstens vermieden werden müsse; daher ja auch die Sätze ü'D'i ni nn M'N b — Nun aber ist! der Fall vorgekommen, daß der krankhafte Zustand eines j wenn gleich bejahrten, doch noch mitJugendkräften aus-! gerüsteten Mannes, der schon mehrere Mönate zu Bette I lag, sich dermaßen verschlimmerte, daß die Umgebung | sich gezwungen sah, ein po Leute in einem nahen Zim- | mer auf einen., möglich eintretendm Fall einige Tage- < bereit zu halten — i-m» 82' xbw nD. — Der 1 Kranke selbst, sonst ein äußerst braver und streng religioser Mann, durste davon nichts wissen, weil er schon während seiner ganzen Krankheit fremde Leute nicht um 1 sich haben mochte. Da nun aber einigemal eine Ohnß macht sich einstellte, ließ man das pD in das Kranken- 8 zimmer, jedoch zur Vorsicht hinter eine Scheidewand V treten, damit der Kranke, wenn er (wie cs auch wirklich 8 geschah) sich wieder erholen sollte, durch den Anblick jj fremder Personen nicht erschreckt und ängstlich gemacht I würde, da er zudem in seiner ganzen Krankheit bei voll- I kommener Besinnung war und eine derartige Ohnmacht 1 schon zum Oesteren sich bei ihm gezeigt hatte. Unter. 1 den eingetretenen 10 Personen waren jedoch einige, die d3 D'pDlBi D •’jnw f^)b gelten und bei dem Volke auch dafür gelten wollen; diese behaupteten, daß es im vorliegenden Falle ausdrücklich geboten sei, vor das Angesicht und das Bett des Kranken zu treten, selbst wenn dieser die Umgebenden erblicken so ltte? Da mir nun aber ein solches Gebot nicht bekannt ist, so frage ich: Ist es im bcregten Falle sNN Dr,jj geboten, Leute um das Bett zu versammeln, selbst wenn man, wie hier, dadurch M irwp mpo sein könnte? Oder ist es nicht besser, die äußersten, untrüglichen Symptome des Verscheidens vorerst abzuwarten 2 Wr öffentliche Beantwortung dieser Frage fühle ich mich verbunden. - Anonymus. Druck von I» H. Nagel.

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