Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 5 (29.1.1846)
- Date
- 1846-01-29
- Page
- Spalte 65-66 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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FiteratuMall des Orients. y-... Berichte, Studien und Kritiken ■ ' für Mische Geschichte und Literatur. 5« Leipzig, den 29. Januar 1846» Inhalt. Literatur-Berichte. Hamburg. -— Studien. Die kleine Genesis oder Bereschit Sutta. Von 2C. Treuenfels. (Fortsetzung.) — Zur Literatur und Geschichte der Judenverfolgungen. Von S. Deutsch. (Schluß.) — Literarhistorische Forschungen aus Landauers Nachlaß. Genealogie des N. Mosche Ha-Saken. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Hamburg, '19. Jan. In Bezug auf neue literarische Erscheinungen erlaube ich mir folgendes anzumerken: 1) Zusammenstellung der über „die älteste Geschichte der Juden in Hamburgs vorhandenen Nachrichten; von Iohannes Aepinus (in der Versammlung der kirchengeschichtlichen Sektion des Vereins für hamburgische Geschichte); (Donnerstag, den 11. Decbr. 1845). 2) General-Versammlung des Kulturvereins zu Berlin (13. Decbr. 1845). 3) „Der Israelit als Landmann" (in: Landwirthschaftliches Beiblatt zum Jtzehoer Wochenblatt vom 11. Decbr.). Die kleine Genesis. nns^-p' (Fortsetzung) „Im 153 Jahre Isaaks kam Jakob aus Mesopotamien zu ihm zurück. Und als Isaak aufsah und die Sohne Jakob's erblickte, segnete er Levi als Hohenpriester und Juda als König und Herrscher. Rebekka bat den Isaak im Mer Esan und Jakob zu gegenseitiger Liebe zu ermahnen. Und als er sie ermahnte, sagte er voraus, daß wenn Esan gegen Jakob aufstehe, er m seine Hand fallen -werde. Ms nun Isaak todt war, wurde Esan von seinen Söhnen bewogen, Völkerschaften zu sammeln und Jakob und seine Söhne mit Krieg zu überziehen. Jakob aber verschloß die Thore der Burg und ermahnte Esan an die Befehle des Vaters zu denken. Als dieser aber nicht daraufhörte, sondern schimpfte und schmähte, spannte Jakob, von Juda gezwungen, den Bogen, schoß den Esan in die rechte Brust und warf ihn nieder; und als dieser getödtet war, öffneten die Söhne Jakobs die Thore und tödteten die Meisten. Das wird in der kl. Gen. erzählt." Bemerk. Von 'Feßinxd yz^jos an hat Eedr. (p. 34 1); 60 Bonn) mit unbedeutenden Abänderungen dasselbe ohne die kl. Gen. zu nennen. Bei Syncellus steht über dem Ganzen Icoö'yjTVTzov und Eedrennö nennt ganz ausdrücklich Josephus Iv ty ciQ%ciiokoyia ai$ Gewährsmann. Doch findet sich von allem Diesem bei Josephus kein Wortu)> vielmehr hat er von einer 14) Dies ist wichtiger als es auf den ersten Blick erscheint. Es steht nämlich dies falsche Citat aus Joftphus nicht isolirr. S. 36 sagt Syncellus: die Chaldäer hätten schon vor-der Sündfluth geherrscht; S. 36 unter.Amosis seien die Jsr. aus Egypten gezogen, als in Argos Phoroneus und Apis geherrscht, S. 105 Rebekka habe iioUvQCdas (Brödkuchen) gebacken, die Jakob seinem Vater, oder wie Cedrenus S. 33 hat, dem Abraham gebracht; (beide Stellen sind undeutlich, ergänzen aber einander, jedenfalls ist nicht an den Segen Isaaks zu denken, da Jakob bei Beiden erst 15 I. damals alt ist; die Geschichte erinnert vielmehr an den von Raschi zu Gen. 25, 40 erzählten Midrasch.); ferner S. 110 und 112 der Segen uvd die Weihe Levis (s. ob. d. Text) immer mit Berufung aufJosephus, der von allem nichts hakst citirt Cedrenus S. 9 den Josephus bei der Angabe, daß Adams Grabmal bei Jerusalem sei; ebenso falsch. Und so finden sich noch mehrere fälsche Berufungen auf Josephus bei andern Byzantinern. Vgl. unten IV, 1. Nimmt man hierzu die bekannte Stelle über Christus im 16. Buche der Ant. und die ebenfalls bei Syncellus (und Andern) befindliche Stelle über Jakobus, den Bruder Jesu (Vgll Haverc. zu I. Ant. 20, 9, 1), so scheint daraus zu resultiren, daß die Exemplare des Josephus (im Morgenlande?) vielfach interpolirt worden sind; was einestheils die viel besprochene Stelle über Christus 5