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Der Orient · 1846-01-22 · Heft 4 (22.1.1846) · p. Seite 21

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Journal
Der Orient
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 4 (22.1.1846)
Date
1846-01-22
Page
Seite 21 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studien und Kritiken Siebenter für Jahrgang. -~ Wische Geschichte und Literatur. Das Abonnement auf em Jahr ist 5 Thlr. Herausgegeben Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich Man abonnirr bei allen löbl. Postämtern und v allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. von Dr. Julius Fürst. das Literaturblatt rnit-- gerechmt, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. 9 4 Leipzig, den 22. Januar 1846. Inhalt. Deutschlan b. Leipzig. Widerlegung eines Artikels im „Israelit". Berlin. Widerlegung eines Artikels i.n ber A. Z. d. I. Aus Würtemberg. Rückblick auf das Jahr 1645. S o n d e rs h a u fe n. Inflallirung -esNabbiners Heiden heim. Auszeichnungen. Aktenstücke. Berlin. Charakterisirung einer Partei. Sachs' Vorlesungen. Widerlegung. — Lieber den gegenwärtigen Stand der jüdischen Bevölkerung in Rußland. — LB. d. Or. Deutschland. Leipzig, 14. Jan. Wit Widerstreben gehe ich an die Widerlegung eines Artikels, an den: das ©dum schon eine Lüge. Zn Nr. 2; des „Israelit'' befindet sich ein Artikel aus Leipzig. Aus Leipzig? Hier ist Fürst der Einzige, welcher den „Israelit" hält; hier leben Kauflente, die um Aktien und Waaren, aber nicht um jüdische Journalistik sich kümmern; hier wird Frankel allgemein verehrt und man spricht Nlit Hochachtung von der ausgebreiteten Gelehrsamkeit de§ würdigelr Oberrabbiners; hier faselt man nicht von „talmud-scholastischer Richtung"; hier wird die äußere Erscheinung eines Gelehrten keinem Staatsexamen unterworfen: diese Thatsachen genügen, um die Abfassung des Artikels nach St. Lengsfeld zu verlegen, wo eine Gehässigkeit gegen die Leipzig-Berliner Synagoge leicht erklärlich. Alls dem Sprengel des Hrn. Dr. Heß haben Viele die Leipzig-Berliner Synagoge besucht; ich weiß nicht, ob in dem Sprengel des Hrn. Landrabbiners gebildete Juden sich befinden. Sapienli sali Berlin, 5. Jan. Da Herr Dr. Sachs es natürlich unter seiner Würde hält, den gehässigen Insinuationen in der A. Z. d. I. auch nur ein Wort zu erwiedern, so bin ich cs meiner FreundeSpflicht schuldig zu bezeugen, daß derselbe allen Stndirenden, welche ihn darum gebeten, Einlaßkarten zu seinen Vorlesungen gratis crt heilt, auch mich enuächtigt hat, jeder mir begründet erscheinenden Forderung dieser Art zu genügen. Uebrigens hat bekanntlich Hr. Dr. Sachs auf jeden pekuniären Vortheil, welcher aus seinen Vorlesungen er-? wächst, zu Gunsten eines wohtthätigen Zweckes verzichtet, und es erscheinen demnach die Behav.ptrrngeu in der A. Z. d. I. wenigstens neidisch und lächerlich. A. A sh er. Aus Würtemberg, im Januar. (Rückblick auf das Jahr 1845) Die bürgerlichen Verhältnisse der Israeliten in Würtemberg haben im Jahre 1845 keine wesentliche Besserung erfahren; doch ist Grund zur Hoffnung gegeben. — Im Januar schon traten in allen Theilen des Landes, durch Anregung des Kollegialassessors Dr. Carl Weil, Komiteen zusammen, um dienothigenMaterialien zur Petition, um völlige bürgerliche Gleichstellung mit den christlichen Einwohnern des Landes bcizubringen. — Im Tauberthal hat es böses Blut gesetzt, daß ein Schulprovisor den Agitator spielen, und zum Vorsitz beim Konnte sich drängen wollte. Im März kam in Stuttgart eine Session von Notabetn zu Stande, in der die Petition beratheu uud. entworfen wurde. Dieselbe machte in beiden Kammern Glück. Die Rechte mtb Linke der Kammer nahm sich ihrer warm an; sie fand unter den Standesherrn in dem Grafen von Beroldingen, Minister der Auswärtigere, und iudemVolksabgeordn-eten Holzinger eben so . scharfsinnige als edle Berichterstatter. Beiden Berichterstattern und dem Ab- 4

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