Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1846)
- Date
- 1846-01-15
- Page
- Seite 13 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken Siebenter Das Abonnement auf em Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Jahrgang. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgrrechnet, zwei Bogen, und zwar an sedem Dienstag regelmäßig. Leipzig, den 15 Januar 184«. Inhalt. Deutschland. Crefeld. Nundsckreiben des Konsistoriums in Betreff der indischen Statistik. Berlin. Leiden und Freuden der Vorfteherwahl. Breslau. Parteien. Geiger's Sabbat-Chanuka-Predigt. Die Synagogenmusik. — GroßdriLau.nie,n. London. Dr. Adler und die Reformer. Abschaffung der Geschenke. — Fr ankrei ch. Vermischtes« — Afrika. Die Juden in Algier. A. Cohn. Statistisches. — Die Glaubensbelden. Gedicht von A. Sch mi ed l. — Beitrage zur Kunde der Gesetzesverhaltnisse der Juden in Rußland. (Forts.) — Person alchronik.und Miscellen. Cassel. Frf. a.O. Hamburg. Statistisches. Leipzig.—' LB. d. Or. Deutschland. C-refeld, 2. Jan. Ich habe wieder Erfreuliches über die umsichtige Thätigkeit unseres Konsistoriums zn bcrichieu, was ich um so lieber thne, als von einer andern Seite her die Bestrebungen desselben jedesmal herabgesetzt werden. Meine jetzige Mittheituug betrifft das folgende Ausschreiben des hiesigen israelitischen Konsistoriums un die Gemeinde-Vorsteher des Kouststorialbezirkes, wobei eine Mustertabelle beigegeben ist, worin in Bezug auf die statistische Uebersicht der israelitischen Gemeinden des Kouststorialbezirkes Crefetd, genau rubricirt ist: Ramm der Gemeinde, Synagoge oder Bcthaus, Namen der Vorsteher und Beigeordneten, Familien- und Seelenzahl der Israeliten, ob eine Neligions- oder Elementarschule daselbst befindlich, die Zahl der schulpflichtigen Kinder,, Name des Lehrers und Bemerkungen. Das Ausschreibeu lautet: , „An die Herren Vorsteher der israelitischen Gemeinden des Konsistorialbezirkes Cr efetd. Eine allgemeine Regulirung des Syuagogen- und Schulwesens zur Hebung des Kultus und Beförderung des intellektuellen Fortschrittes in den Gemeinden des Kouststoriatsprengels wird gegenwärtig von uns beabsichtigt. Zur Erreichung dieses Zweckes bedürfen wir zuvörderst nothweudig eines detailirendcn tabellarischen Verzeichnisses nicht allein über die Population jeder Gemeinde^ sondern auch über jedes auf Synagoge mtt> j Schule bezügliche Verhältnis Indem wir Ihnen nun anliegend eine solche Tabelle zu diesem Behufe übersenden, haben wir Sie sowohl ans die gewissenhafte Ausfüllung derselben, die bei einer etwaigen spätem Revision dieser Register Seitens der königlichen Behörden keine irrthümliche Angabe zum Vorschein kommen läßt, als auch auf eine richtige Bezeichnung der vorkommendcn Personen- und Ortsnamen und genaue Zusammenstellung aller Gemeinden, die einen Synagogenverband bilden, aufmerksam zu machen, und mit eine baldige Remission dieser Tabelle unter der Rubrik „Herrschaftliche Kultus- Sachen^ mit Aufdruck eines öffentlichen Siegels zu ersuchen. Crefeld, den 23. Decembcr 1845. Das israelitische Konsistorium. L. Bodenhcimer. Engersch. Meyer." Berlin/ 28. Deebr. 1645. Unsre Gemeinde- Angelegenheiten sollten noch kurz vor dem Jahresschlüsse zn einer nicht günstigen Wendung geführt werden l Es hat endlich eine Vorsteherwahl gegeben, die aus den Lovstöpfen gezogenen Wähler haben auf Befehl der Regierung den Wahlakt vollzogen, aber wie! Barnch Moses ruft in der Vossischen Zeitung von gestern den Wählern gemäßigt zu: „anders aber nicht besser!" Wir wollen abwartm, ob nicht schlechter l Unter den Wählern waren ein Orthodoxer und ein Reformer, von denen die übrigen fünf beherrscht wurden, während der Reformer seinen orthodoxen Kollegen zu so vielen Zugeständnissen bewog, daß man sagen kann, ein einziger Wähler 3