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Der Orient · 1846-01-08 · 2 (8.1.1846) · p. Spalte 17-18

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
2 (8.1.1846)
Date
1846-01-08
Page
Spalte 17-18 (sequence 1)
Language
German
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LrteraturblatL des Orients. Berichte, Studien und Kritiken v , für Mische Geschichte und Literatur. M 2m Leipzig, den 8. Januar 184G» Inhalt. Studien. Milchamot Adonai von Salrnon ben Ierocham. Nebst einer Einleitung» mitgetheilt von K—m. — Forschungen über die Aufschriften der Psalmen. Von H. PH. Roe in Aarhus. (Fortsetzung.) —"Die kleine Genesis oder Vereschit Sutta. Von A. Treuenfels. (Fortsetzung.) — Ankündigungen. "IDD .on w p pn.b ’ Boebericht. Wenn wir diese polemische Schrift gegen R. Saadja Fajjumi Gaon, welche sich nnftr Freund, Herr D u k e s, nn Leyden kopirt hat, hiermit der Oeffentlichkeit übergeben,^ so müssen wir zuvor den Wunsch auSdrücken, daß sie nur in dem Sinne von der gelehrten Wett ausgenommen und benutzt werden möge, in welchem die Veröffentlichung von uns unternommen worden ist, näm- -lich im rein w i ss e.n sch a ft l i ch e m Int e r e ss e. Wir beabsichtigten keineswegs die an antitalmudifthen Schriften reichen Rüstkammern der modernen Krenzzügter gegen die traditionelle Veste mit neuen Waffen zu bereichern, noch die rationelle Richtung, die im Judenthum immer mehr Boden zu gewinnen scheint, auf -dm-Karäismus hinzuweisen; denn der Abstand desselbeiu vom Rationalismus, so wie er angestrebt und zu Diese symbolische Ueberschrift der hier folgenden polemisch-dogmatischen Dichtung habe ich nach Derech Zaddikim (ed. Wien, S. 24) hergesetzt, wo dieses Gedicht nämlich unter diesem Titel erwähnt wird. In der Handschrift, nach welcher die Abschrift zu unserer Veröffentlichung gemacht wurde, steht bloö einfach : Sefer b. Z, welche Aufschrift gewiß die ursprüngliche war, da .symbolische Titel, bei den Karäern namentlich' (z. B. von Binjann'n ben Mosche Nahäwendi, PvpQN ^22 von David b. Medwez et- Jraki u. s. w. Siehe Fürst, die jüd. Relkgionsphilosophien des Mittelalters. II. S. 354 ff. Amn.) schon zwar vorhanden, tm Ganzen jedoch nicht so gewöhnlich waren» F. praktischen Resultaten verwendet wird , ist noch viel weiter als vom Rabbinismus. Man ist schon längst von dein Jrrthum zurückgekommen „die Karaiten für die Protestanten im rationalistischen Sinne" zu halten, welche eine Herrschaft , der Vernunft über den verbalen oder hineingelegten Sinn der Schrift anerkennen und anstreben; denn so wie sie sich in ihrer spätem Entwickelung darstellen , sind sie Sklaven, des Buchstabens und benutzten ihre kritische Exegese mehr um die i ndu lg en t e rabbinische Tradition zu bekämpfen, als ihre eigene angebliche Tradition kritisch zu beleuchten. Die drei Kontroverspunkje, auf welche Ahron ben Eljia in der Vorrede seines Pentateuch-Kommentars (LB. d. Or. 1840, S. 534) die Differenzen zwischen den Karäern und Rabbaniten reducirt, bildeten allerdings das Grundprinzip und waren auch wohl der richtige Ausgangspunkt, den der Karäismus bei seinem Entstehen im Auge hatte; allein der ganze praktische legislative Theil ihrer Religionsvorschristen zeigt zu deutlich, daß sie in ihrer Entwickelung mehr eine systematische Opposition gegen den Rabbinismus zu verbreiten bezweckten, als die Schrift in ihrem wahren Geiste aufzufassen und sie aus ihrem Wortsiun ohne supponirmde Tradition zu erklären. Wir wollen um dies zu begründen mtr einige ihrer Religionsvorschristen hervorheben, die sich weder durch den Geist der Schrift rechtfertigen lassen, noch eine vernünftige Exegese zurBasis haben, und nur durch den dem Karäismus innewohnenden Widerspruchsgeist hervorgerufen zu sein scheinen. Die Beschneidung darf nach 'Anan nur mit einer Scheere, weil diese aus zwei Theilen besteht, und die Schrift das Beschneldungsinstrument in der Mehrheit nennt, stattstnden. Die Beschneidung durch 2

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