Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1846
- Issue
- 1 (1.1.1846)
- Date
- 1846-01-01
- Page
- Spalte 13-14 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/8555529-9897631-9819189--4331-3531896- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
14 13 Kurze Anzeigen. — Notizen und Miscellm. wird, aber dann möge er auch die Idiosynkrasie aufgeben, seine Produktionen und Editionen durch unerhörte Preise zu Manuskript zu machen. , 2) ]V>2 m&SOß. Eine Sammlung verschiedener Dokumente und Briese nach und aus Jerusalem über die zehn Stämme. Gesammelt und herausgegeben von Elj. Carmoly. Brüssel, 1841. 12. S. 86. Preis 5 Fr. Entgegnung ist daher als überflüssig zu betrachten. Das Publikum kann daher Hrn. Dinzbacher wie den übrigen Vectheidigern der Juden und der Wahrheit gegen die gelehrte Bornirtheit nur Dank wissen, und wir empfehlen diese Broschüre noch besonders wegen ihres guten Tones, ihrer reichen Belege aus jüdischen Zuständen aus Baiern. Auch dieser hebräischen Sammlung hat Hr. C. eine den Inhalt betreffende .Vorrede vorgesetzt, aus der wir hier das Wesentliche mittheilen wollen. Hr. E. begann schon früh Bücher und Handschriften zu sammeln und zu diesem Zwecke eine große Korrespondenz zu führen, und unter den hier erhaltenen Zusendungen waren auch die hier mitgetheilten Dokumente über die zehn Stämmr. Von den fünf Briefen, aus welchen diese Sammlung besteht, kam an Hrn. C. Nr. 1 und 2 aus Reggio, wo sie sich in der Gemeinde-Bibliothek daselbst seit den Zeiten N. Natan Schepira's (s. Asulai, Likkutim, Nun, §. 2) befinden, und Asulai berichtet dort Vieles über die Wahrhaftigkeit derselben. Nr. 3 erhielt Hr. E. aus Jerusalem von R. Mosche Suzin, der auch Nr. 4 geschrieben, der Chacham der sefardischen Gemeinde daselbst war und der 1835 (bcn 28. Kislew) daselbst starb. Diese Nr. 3 hat der" sel. Suzin nach den Angaben des bekannten R. Jisrael Aschkenasi, des Verf.'s von prnn pbpn ppD , nN'D, der Rabbiner der deutschen Gemeinde zu Saset warn, im Jahre l839 starb, gefertigt. — Endlich Nr. 5 ist ein Schreiben des Hrn. Carmoly an den erwähnten Suzin über die zehn Stämme, über das GA. des Zemach Gaon, über die Zweifel gegen die Erzählungen darüber 2c. Das GA. des Zemach, bemerkt Hr. C. cilire er nach der gedruckten Ausgabe, dem Buche Eldad ha-Dani beigedruckt, die von der, wie Hr. Napaport citirt, abweicht und die der Vers, verwirft. So weit über den Inhalt. Nun noch eine Bemerkung. Auf dem Litelblatte beider steht anstatt der Druckort pay p ppD, eine merkwürdige Benennung, über die vielleicht sich später einer den Kopfzerbrechen könnte. 3) Entgegnung auf Dr. Ghillany's Angriffe gegen die Juden (Beilage zur Allg. Ztg-. 12. Aug. 1845). Von Jakob Michael Dinzbacher. München, 1845. 8. S. 15. Die Gemeinheit und die Unduldsamkeit, der Haß und die Schmähsucht, die von der Studirstube aus in die Welt gerufen wird, ist am widerlichsten und unleidlichsten, theils des Widerspruchs wegen, weil von dorther nur Frieden, Duldung, Liebe und Humanität gepredigt werden sollte, wie doch die wahre Gelehrsamkeit und die Wissenschaft solche ihren Jüngern mittheilt, theils weil die Schmähungen und Haffespredigten gleichsam eine Art Begründung' erhalten, die, wenn auch die gründliche Forschung ihre Nichtigkeit nachweist, in den Augen der großen Masse doch etwas Blendendes haben. Au solchen widerlichen Angreifern gehört Hr. G., ein gelehrtes Gespenst früherer Jahrhunderte zu Nürnberg und keine Notizen und Miseellen. Zur Verständigung über das Artheil des Herrn Rabbiner Pillitz betreffend Herrn Rabb. Hamburger. Herr Daniel Pillitz, Rabbiner zu Szegedin in Ungarn gab im L. B. des Orients Nr. 40 v. I. eine kurze Uebersicht der unter dem Titel „Zulässigkeit und Dringlichkeit der Synagogen-Reformen begutachtet von den vorzüglichen in- und ausländischen Rabbinern" in Wien bei Schmid und Busch erschienenen Broschüre, begleitet mit Anmerkungen. Die Broschüre liegt dem Schreiber dieser Zeilen nicht vor und er hat auch keinen Grund an der Richtigkeit der Bemerkungen des Herrn Recensenten zu zweifeln. Die Kritik, in so weit sie nur den Gegenstand betrifft, muß daher unangefochten bleiben; doch erlaube ich mir ein Wort über den durchaus persönlichen Ausfall gegen den! Herrn Hamburger, Rabbiner zu Böhmisch-Leippa zu bemerken; und zwar ohne alle Gehässigkeit. und Bitterkeit, nur weil es uns möglich scheint, Herr Pillitz habe—-wahrscheinlich ohne es zu wollen — dem Herrn H. Unrecht zugefügt. Der Vorwurf, es wolle Jemand „sich heraus nehmen, die Welt mit der Geißel der Zurechtweisung zu strafen," „sich zu ihrem Hofmeister aufwerfen" kann doch nur Den treffen, der sein Wort an „die Wett" richtet. Wer nicht für „die Welt" schreibt, dem kann sicher nicht der Tadel gelten, .er sei „noch zu jung, um solche allgemeine Seufzer drucken zu lassen. In diesem Falle würde sich „die Welt," die Herr H. Hofmeistern wollte, auf die einzelne Gemeinde zu Papa beschränken; der einzelnen Gemeinde gegenüber verlieren die „Seufzer" an jener choquanten Allgemeinheit; der einzelnen Gemeinde gegenüber wird das Gutachten, das sonst nur den Gegenstand ins Auge zu fassen hat, zu einem Antwortschreiben, das nicht nur den Inhalt der Anfragen, sondern auch die Form, in der sie gefaßt sind und worin sich die subjektive Ansicht und Gesinnung der Fragesteller kund giebt, in seinen Kreis zieht; so daß zum Beispiel eine frivole, leichtfertig gestellte Anfrage ein gewisses Recht geben kann, Seufzer —wenn auch nicht drucken, doch — in die schriftliche Antwort mit einfließen zu lassen. Da es nun unwahrscheinlich ist, daß Gutachten wie die in Rede stehenden, die keine Principienfragen betreffen, von vorn herein für die Ocffentlichkeit bestimmt gewesen seien, und in diesem Falle nicht beabsichtigter Veröffontlichung Herrn H.- kein gerechter Tadel treffen kann, richtet ein Anonymus die bescheidne Bitte an Herrn Pillitz über diesen Punkt Ans-