Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 50 (10.12.1845)
- Date
- 1845-12-10
- Page
- Spalte 795-796 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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796 Kritiken. Geiger's Lesebuch zur Mifchna. 795 ruxn o , ^^j?d nsy r&n V ytshir"^ noa Yyi NipDn HD1? NppD 6 pNH .inNDl : WpD 'DJD DJDNn 4 DJD1? fpn nnD*» }d kt n-n “ihn nnof Yp piD wdi? kdd ^k dd 221 nr^b/p!D?»nn n^nnn “]-n niiDm jnpi kto pN * nn^nn 7k aiobi dwkvi pu^nn- ''i tVw; nw-i'n^ mp'y te n^x n^on *]iÄ x.v - k7 m nan tddd Sn yVNipn nhdddn k7d dji.ndd1? taps Knpm. 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Sakkai) bei diesem speeiellen Falle vermuthete, dieselbe aus Mangel an einer solchen aufgab, steigerte man vielmehr das bereits in seinen Anfängen ererbte Verfahren, das Bibelwort zu zwängen und es nach Belieben hinein zu deuten, noch weit höher und wußte auf diese Weise, für Alles eine bibl. Andeutung zu finden (S. 07)." —• In solchen Willkurlichkeiten und aus der Luft gegriffencu Behauptungen ergeht sich der Verf. bis zum Schlüsse. Am Ende des expos.e bc3 sachlichen Inhalts tu diesem Lesebuch, thut es mir leid, das harte Urtheil aussprechen zu müssen, daß auch diese zweite Abtheitung ei n e verfehlte Arbeit genannt werden muß, theils durch den verkehrten mit Parteilichkeit eingenommenen Standpunkt gegenüber dem Talmud, der von bewährten Meistern oft bekämpft, dennoch vom Hm. Verf. eigensinnig festgehalten wird, uub theils durch die Flüchtigkeit und Leichtfertigkeit, womit der Verf. diese Materie behandelt hat. —- Erfreulich ist es mir mitzutheilen, daß das Glossar diese Rüge weniger trifft, daß zwar m demselben wohl manche abentheuertiche und gewagte Etymologien Vorkommen, dennoch manches dunkle Wort durch richtige Kombination seine richtige Deutung gefunden har. So das schwierige und wegen seiner Unverständlichkeit in den Ausgaben, oft korrmnpirte das der Verf. mit den: samaritauischeu nnn/ das oft für pn steht und dem arabischen sehr glücklich kombinirt, wonach' es g n ä d i g, w o h l w o t l e u b bedeute und die Phrase. .p'fnnn' ganz. ähnlich ist der Phrase .ND. — Hätte der Hr. Vcrft das Sachliche wenigstens mit derselben Umsicht behandelt als das Lexikalische, und wäre ihm seine .Richtmrg!7nicht Wege, so hätten wir'in diesem „Lesebuch" ein Werk begrüßen können, das für unsre Zeit, die sich — trotz und vielleicht gar in Folge unwissenschaftlicher hohler Bestrebungen — nach einer soliden wissenschaftlichen Basis in unsrer Gesammtliteratur sehnt, ein immer dringender hervortretend cs Bedürfrnß geworden ist. So aberwie das Lesebuch jetzt beschaffen ist, abgesehen von dem GewiuMel von Schnitzen und. Jrrthümem, die mit leichter Mühe hätten vermieden werden können, genügt es auch nicht nach einer Seite hin den Anforderungen, die man an eine solche Arbeit zu stellen berechtigt ist. Wenn der Vers, vielleicht seine theologische Pflanzschute bei Abfassung desselben im Auge hatte, die ihre Bibelkenntniß aus dein kleinen Geseuius erlernt hatte, tmb in diesem Buche ihren Talmudkursus dnrchmachen sott; so durfte er es nicht in. . den Kreis eines größeru Publikums einführen, welches 5em Standpunkte der heutigen Wissenschaft gemäß wohl Gediegenes erwartet. —- Selbst der Styl des Buches "hat, gegen die Gewohnheit des Verf., etwas Holpriges, Schleppendes, Breites und streicht zuweilen an Obscönitäteu (z. B. S. 34. 54. 133), welche Ausdrücke der Verf. bei. der Reichhaltigkeit der deutschen Sprache und der zu Gebote stehenden fremdsprachlichen-Termen hätte sauberer geben können. — In Papier, Druck und Korrektur steht diese Abtheilung der ersten nicht nach. Jetzt ein Wort an den Hrn. Verf., Ich habe meine kritischen Feldzüge mit offenem Visir unternommen und hoffe, daß Hr. Dr. Geiger bei etwaiger Rechtfertigung mir eben so offen begegnen wird, daß er sich nicht aus dem sichern Versteck feiger Anonymität unanständige Ausfälle aus meine Person und meine Vergangenheit erlauben wird, wie es im „Israeliten", in Bezug auf meine erste Recension geschehen ist; Schmähungen sollte Hr. Dr. Geiger seinen treuen Jüngern überfaffcn, die doch nichts Besseres zu thnu wissen. Schlechte Witze wie „Hannibalchen"' „Kannibalchen" dierren nur dazu mich zu belustigen und —Ohnmacht zu verrathen. Auch bitte ich bei etwaiger Widerlegung nicht zu jener Deutuugsmeth ode seine Zuflucht zu nehmen, nach welcher heute ein 36 wird, waS gestern ein U war, eine Methode, , wodurch Hr. Dr. Geiger-, in jüngster Zeit eille fast sprichwörtliche.Berühmtheit erlangt hat. Breslau. Grätz. Kurze Notizen und Miseellen. Griechische Mersheit. Die vom Talmud verpönte Ml' NMN wurde von Hrn. Dr. Grätz in Nr. 48 des LB. als „sophistische Ueberredungskunst" erklärt. Allein diese Erklärung paßt weder zur tldiyvixr} aoqpCa des Iosefus, noch