Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 49 (3.12.1845)
- Date
- 1845-12-03
- Page
- Spalte 769-770 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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MeraLurblatt des Orients. Berichte, Studie» und Kritiken - für Mische Geschichte und Literatur. JVi 4A» Leipzig, den 3. Deceniber 484Ä« Inhalt. L it era tu r; B er ich te. Berlin. Hamburg. — Kritiken. Kurze Anzeigen. Geiger's Lesebuch der Mischna, beurtheilt und verurtheilt von Dr. Gratz. (Fortsetzung.) Die Kabbala rc. Deutsch von Ad. Iellinek. Besprochen von Dr. I. M. Jo ft. Herzfeld. Ka lisch» Scholz. Fürst. Schwarz. — Studien. Literarische Analekten. Uebersetzung einer Selicha von Löwenftein. — Kurze Notizen und Miscellen. Jesasa Berlin oder Pik. — Ankündigungen» Literatur - Berichte. Berlin, 5. Nov. Im Literatur-Bericht des Orient (Nr. 45 a. c. S. 708) bedarf des Berichtigenden, daß sich Iolowicz von mir nur das Register der abgeschrieben. In demselben fehlen übrigens diese, von mir erst später, nachdem es Iolowicz abgeschrieben, nachgetragenen Artikel: Ozar Nechmad S. 314. Or Serua '124. Orach Zadikim. 124. Taame Mikra 183. Meschobeb Netivot 236» Sefer Ha-Nesesch 95. Sodot Ha-Tesilla 402. Nachlat Jakob 245. David Cassel. Wenn es daher S. 708 des erwähnten Literaturblattes heißt: ,,Hr. .Iolowicz hat sich vor einigen Jahren von Hrn. David Caffel das Sach-(^QO-) und Namenregistererbeten, welches er (Caffel) zu eigenem Gebrauche aus gefertigt, um es abschreiben zu dürfen , was ihm natürlich gewährt wurde. Hiermit ist Titel und Vorrede zu berichtigen" — so ist demnach Namenregister unrichtig, was Hr. Iolowicz nicht von Hrn. Cassel hat. Freilich ist das Namenregister auch danach, wie dort auch mit einigen Worten bemerkt ist, aber jedenfalls ist es doch Hrn. Iolowicz's, Eigenthum, und wenn es auch werthlos. Unverzeihlich ist es aber, wie Hr. Iolowicz so mir nichts dir nichts die Cassel'sche Arbeit sich zu schreiben konnte, ich meine das (Sach - oder O'-M-) Register, zumal da das ganze Büchlein doch nur das Eine von Werth hat. Oder hat, ex das Sachregister von Caffel nicht abgeschrieben? Ich kann es freilich nicht wissen, aber es ist mir doch wohl erlaubt, den eigenen Worten des Betheiligten, zu glauben. Indessen bin ich weit davon entfernt, dies ein Plagiat oder einen literarischen Diebstahl zu nennen, da ich es blos als Unrichtigkeit des Titels und der Vorrede rügte und noch rüge. Aber der Verfasser ist viel strenger gegen sich, er nennt seine Handlung, in Betreff des Registers, ein Plagiat und einen literarischen Diebstahl, welche Bezeichnungen ich übrigens viel zu hart finde. Indeß des Menschen Wille ist sein Himmelreich. — Der Leser wird fragen, wi<kommen Sie auf den längst vergessenen Gegenstand? Eine bewundernswürdige Naivität von Seiten des Hrn. Iolowicz giebt mir dazu Veranlassung. Ich erhalte so eben von diesem ruhmgekrönten Mtgliede der Rabbiner-Versammlung folgendes Schreiben: „Herr Redakteur! Ich sehe mich genöthigt, Sie hiermit zu bitten, Ihre gegen mich im Literaturblatte des Orients Nr. 45 a. c. S. 708ausgesprochene Injurie (???) öffentlich zu widerrufen, und erkläre Ihnen gleichzeitig, falls Sie meine Bitte unberücksichtigt vorübergehen lassen sollten, ich Sie gerichtlich belangen werde, indem ich mich von jedem Plagiate und literarischem Diebstahle frei weiß. Mit gebührender Achtung ergebener H. Iolowicz»" Welche kindliche Einfalt! Welche Unschuld! Welche Naivität! Hamburg, 9. Nov. Das Gebiet der jüdischen Literatur und der Atterthumskunde wird immer reichlicher angebaur. Ich theile hier wieder eine Reihe von Erscheinungen mit, die in dieses Gebiet Anschlägen, wenn auch gerade das streng-jüdische nicht so häufig gefunden wird. Ich theile sie in folgender Ordnung mit: 1) Alex. Ben Baruclv: la semaine israelite ou le Tsenou ourenou moderne. Entxetiens de .fosue Haddas avec sa famille sur les saintes ecritures dans leurs rapports avec la religion et la morale des israeiites. livr. 1. u. 2. 8. 2f Bogen, (erscheint in 54 Lief, ä 50 Centimes.) 2. H. Arnhei m, Bibel» er se und Aussprüche der Weisen, als Belegstellen zu dem Religronsleitfaden von (demselben.) 16. S. Glogau, Reisner. 3Sgr. 3) Cresthomathia persica, edidit et glossario explanavit Fr id. Spie- 49