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Der Orient · 1845-11-26 · 48 (26.11.1845) · p. Spalte 765-766

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
48 (26.11.1845)
Date
1845-11-26
Page
Spalte 765-766 (sequence 7)
Language
German
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765 766 Studien. Kalir. - malde aufstellt; und endlich daß er bei einem solchen subtilen Gegenstände, wo es sich um Verurtheilung des Geistes einer Nation und ihrer Sitten handelt, sich derselben poetischen Freiheiten erlaubt, als ob er eine Komödie schreibe. Um ein treues, jüdisches Sittengewälde zu zeichnen, muß man nebst den Quellen, einen Seder Ha-Dorot — §inen Jost — und nicht den minder freundlichen Peter Beerbefragen. Ich kenne Herrn Weisel und dessen Eifer für Israels Erhöhung und hoffe er wird sein eminentes Latent zu ähnlichen Zeichnungen auf eine bedächtigere Weise benutzen. Dessen zweites Wild: „Die jüdischen Schnorre r" ist zwar aus dem wirklichen'Leben geholt; ob es aber eines poetischen Rahmens werth war ist noch zu bezweifeln. Moritz Feitel. * * * Ju Nr. 43 des Literaturblattes wird eine Abhandlung des Herrn Luzzatto über Kalir, vom Rabbiner Hrn. Dr. Ehrenreich ins Deutsche übertragen, wiedergegeben, in welcher zwei Citate fehlendie vielleicht vom Verfasser und Uebersetzer übersehen sind. Deshalb sende ich Ihnen diese mit der Bitte um Aufnahme in Ihr geschätztes Blatt und mit der Bemerkung, daß mir, dem Fern- und Seitwärtsweilenden die in Keren: Chemed') erschienene Abhandlung über Kalir vom gelehrten Herrn Ra pap ort fremd geblieben, und daß ich überhaupt aus Mangel an Büchern mit der Poesieliteratur mich weniger befassen, und mit Kalir nur zufälliger Weise bei einem dritten, dem rabbimschm Literaturschatze, eine Bekanntschaft angeknüft habe. Soll heißen: Bikkure ha-Jttim. Red. - Ankündigungen. p"np iO' m!?pn pi : nbn 'no ”d np'JiD'D nin.in nwn 'D by pnpovi’n woviöo nnpo mn Nim NNp'OOO r?OVONO pi?OlN p OlpN '~l .TU ’bvl NJn N'.rn .□'V'OOIO N'll MN VONO U'N ON fr©Nl pru nt djidioi : p!Op ]\\ pna j^id N1OOO wn-id nw b ybpn iiybt* 'i pi nunt'N-t wbm p'rip ~)üb rj’Nin ’D b ptripa rn raP 120 mpo ‘ww pND MNV D’IDiN V'l W Dl’1? ^Olip OV |p'n n!? 'NNl7 liOppm '~a “lljlbf ’m P'M NO Nnp'DQD “|DN"D NID }0"Di )tm pnp njh mm bn npn« bo nn 1'b .□uwi jb pnp;p'N Nim Gegen Ascher macht schon Elia Raba in Orach Chajim 112. sizn. 1. Einwendungen: u® ub O'mM!2Ol7 ND'Hl □mp O"OO Dinn N1NV nnim umi NO2N w OI'O & D'ül'D NOOON (3D. p DyD) rnpn "ly.w b nnpc -bp 'n"'~o nS nirnnn onn bi anisi nwis '-o ' " *bp NOpi l'ON ’DNty “ffi/DNl ONO1 ~)DD Auch erwähnt er der Erzählung von dem Kuchen, den Kalir gegessen, und wovon er, nach dem Aruch, den Namen erhalten habe, und des andern bekannten Geschichcleins: nDirb mm dj;d mpno run ~\m nrm nS d^deo WlDVDD E'iVn« Letzteres wird wohl seine Erklärung darin finden, daß Kalir in seinen Stoff sich so sehr versenkte, und beim Denken und Dichten die Chajot und das Feuer so lebhaft sich vorstellte, daß er rings um sich Feuer zu erblicken und im Feuer selber zu sitzen wähnte'*). Dr. Jacob Frankel, Rabbiner. *)• Diese sämmtlichen Stetten hat schon Rapaport. Red. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Lehr- And Dellsions - Anstalt für israelitische Knaben Ln Hamburg. Am 1. Oktbober d. I. habe ich eineLehr-Anstalt eröffnet, deren hauptsächlicherZweckAusbilduug für dm kaufmännischen Beruf sein soll, und werde vom 1. Januar .1846 au eine Pensions-Anstalt damit verbinden. Den resp. Eltern, welche geneigt sind, mir Ihr Vertrauen zu schenken, darf ich, gestutzt aus langjährige und mannigfache Erfahrungen, die Versicherung geben, daß ihre Kinder bei mir das elterliche Halts nicht verrnissen werden, und daß nicht die wissen sch aftli che Ausbildung allein, sondern die sorgfältigste Erziehung überhaupt das Ziel meiner Bestrebungen sein wird; auch ist bereits für Alles, was der Anstalt von Nutzen sein kann (gute Lehrer, zweckmäßiges Lokal mit Garten re.) gesorgt wordert. Wegen weiterer Mittheitungen wolle man sich schriftlich an mich wenden (vorläufig pr. Adresse d. Hrn. Dr. E. Kley, Direkt, d. isr. Freischule), und da ich mich für jetzt auf eine gewisse Zahl beschränken muß, werden Anmeldungen recht frühzeitig erbeten. Mehrere an mich ergangene Anfragen veranlassen mich zu der Erklärung, daß ich meine Stellung an der iörael. Freischnle am 15. November d. I. verlassen, nur meiner Anstalt eine ungeteilte Sorgfalt zuwenden zu können. Auf Verlanget: wird der Prospektns den resp. Eltern zngesandt. Hamburg, 24. Rovbr. 1845. Tours Simon, früher Lehrer an der israel. Freischnle.

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