Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 41 (8.10.1845)
- Date
- 1845-10-08
- Page
- Spalte 655-656 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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665 Ankündigungen. 656 Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1| Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Literarische Anzeige. ^!rnty> N7DN Israelitisches Andachtsbnch, hebräisch und deutsch, verbessert und mit vielen Ueberfetzungen vermehrt von L. H. Löwenstein. Zweite vervollständigte Auflage. Mit einem Anhang, einige erbauliche Gebete (rvtfnn) in deutscher Sprache für israelitische Frauen enthaltend, aus schönem Druckpapier 1 fl. 45 kr. Schreibpapiers fl. 42 kr. Frankfurt a. M. 5606. (1845). In Kommission bei Lazarus I. Posen. Die gegenwärtige Auflage des unter der Benennung „Damen-Tephilla" beliebt gewordenen, in erster Auflage bei Hrn. I. S. Adler erschienenen Gebetbuches ist sowohl was den Inhalt als was die äußere Ausstattung betrifft, in jeder Beziehung bereichert und verbessert worden. fesr* Berichtigung und Zurechtweisung. Schon vielfach wurde der Unterzeichnete von intelligenten Lehrern aufgefordert, Kollegen vor dem Ankäufe des theuern Phitippson'schen Bibelwerkcs, welches bloö eine Kompilation und Zusammentragung von dergleichen altern und neuern christlichen Werken, und seines Katechismus, welcher eine unpädagogische, unverständliche und unverständige Nachahmung des großem lutherischen Katechismus ist, ernstlich zu warnen. Ich habe es nicht gethan, weil diese Werke bisher keiner Reeension gewürdigt wurden und nur der Verleger sie allwöchentlich annoncirt und herauspreist, ihre Untauglichkeit aber augenfällig ist. Da sich aber Herr Philippson so weit vergessen kann, ein wissenschaftliches, praktisches Werk, wie die Geschichte der Israeliten, in seiner Schmähzeitun g Nr. 37 mit nichtssagenden unmotivirten Phrasen herabzuwürdigm, so sehe ich mich veranlaßt/das Publikum mit seiner wahren Absicht' bekannt zu machen. Er giebt nämlich als Beleg seines unbegründeten Urtheils an, Meyerbecr wäre S. 483 zum Franzosen gestempelt worden. Hätte aber Hr. Philippson das Werk ganz und ohne Worurtheit gelesen, so würde er S. 540 Meyerbeer auch unter'den preußischen Künstlern gefunden haben. Solche befangene, parteiische, leidenschaftliche und unreife Urtheile können diesem zeitgemäßen, von allen Seiten mit Beifall aufgenommenen Werke nichts schaden, werden aber auch dem mystischen Machwerk von Hanna Adams, das zur Bekehrung der Juden geschrieben ist, seine Tendenz au der Stirne trägt und in derselben Nummer, wo sich Hr. Philippson beeilt, meinem Werke den Eingang zu versperren, sehr empfohlen wird, nichts nützen. Herr Philippson Verlag von C. L. Fr itzsche. hätte diesesmal seiner bekannten Schwäche keine solche 1 Blöße geben sollen; denn wahrscheinlich ist er mit dem j von seiner Person Gesagten in Vergleich mit Holdheim, | Fürst und ähnlichen Männern nicht zufrieden und möchte j sich bei anderst, deren 'noch nicht erschienene Werke er | empfiehlt, ein besseres Lob erschleichen. Ich weise | .daher sein unwissenschaftliches Gewäsch, denn eine Rel cension kann es durchaus nicht genannt werden, mit f Verachtung zurück und werde alle seine fernem Schimpfworte nicht beachten. Dr. I. H. D essauer. Berichtigung. Während meiner Reise nach Leipzig und Berlin in der ersten Hälfte dieses Monats, sind in meinem so eben hier erschienenen Andachtsb u ch fü r i s ra elitisch e Frauenzimmer und zwar in der Abtheilung „Religiöse Poesien und Legenden" 'bei der talmudischen Legende (S. 170) der Äame des Dichters L. Lieber, und bei dem „Dank für die Genesung" (S. 172), der des Hrn. I. Johtfon ans Versehen im Drucke weggeblieben, welches ich hiermit berichtige und zur allgemeinen Kenntniß bringe. — Auch ersuche ich alle mir befreundeten ^Redaktionen jüdischer Zeitblätter, diese Berichtigung in ihre Spalten aufnehmen zu wollen. Prag, im September 1845. Dc. M. Letteris. Inhalt des Sabbath-Blattes Nr. 40« und 41« Aus Ungarn. (Religiöse Verhältnisse in Ungarn. —. Volks- und Geistesaristokratie. — Rabbiner und Prediger. — Die Reform.) — Aus Mendelsohn's „Schuschan Edut"..— Der Schatz der Synagoge in Pork. (Fortsetzung.) — Lese- Zimmer. Frankfurter Nebelbilder. Siebentes Bild. — Wie man die lieben Juden beschenkt. — Vermischte Nachrichten. Sociales und Literarisches. Reformgenoffenschaft. Berliner Reform. Jüdische Sagen. Hamburg. Tout cornme chez nous. Ghillany. Prag« Dichtu ngen. (Widmung. An Israel. Was fehlt dir, Israel? Des Juden poetische Seite.) — Aus Ungarn. (Rabbiner Leopold Löw. — Was die jüdische Geschichte bedeutet. — Die Gesetzgebung über die Inden. — Der Landtag von 1845. — Vortheile und Nachtheile. ~~ Ein Intimat über das Arbeiten am Sonntage. -- Ein Faktum.) — Der Schatz der Synagoge zu Port. (Fortsetzung.) ~~ Lese-Zimmer. Frankfurter Nebelbilder. Achtes Bild. — Vermischte Nachrichten. Die jüdischen Journale in den Landessprachen. Von E. C o hn in Hamburg. Druck von I. H. Nagel.