Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 35 (27.8.1845)
- Date
- 1845-08-27
- Page
- Spalte 557-558 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/8555529-9897698-9897737--4168-3531564- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
55? Studien. Zur neuhebr. Metrik. Gedalja Jachja über -Cyrus. 558 Schmerzes, wie m dm Ansbriichcii seines Zornes Dinge, die er-wohl mit kaltem Blute verschwiegen hätte.- Ich entnehme zuerst diesem NOD’DD N’po biographischen Notizen seines Wcrfasscrs (des ND"Op NO’aio), gehe zu den klaren Acußeruugen seiner Gesinnung über, und komme zuletzt ans andere charaktcrisircndc Erscheinungen. Ä. Notizen über das Leben des Verfassers, der Schrift selbst entnommen. Der Bcrfasscr ist arm, in lcidvolle», druckenden Umständen (von seiner Armuth spricht Abn'i'asta ost). Er muß von Ort zie Ort wandern. Er klagt über das Lumpengesindel (dl 31))) unter Israel, von dein er soviel ja leiden. Er klagt und schimpft namentlich über die Vorsteher der Gemeinden (pNOL" Pp ppo die größtenthcils ans dem Lumpengesindel seien, und die die Häupter des Volkes richten (N?op ’D’O pj”D pJ’ND). Sic nehmen Bestechung an, sagt er, sind Diebe, richten falsch (NOp^P pO”D) u. dgl. Er wird, seiner Auösagc nach, verkannt, verachtet, man flicht ihn wie einen todtc», stinkenden Hund. Paßt diese Biographie zu Simon ben Jochai, oder zu Abn'l'afia? Ich will zn>n Muster einige von den Stellen in der Originälsprachc hersetzen: Niipv ND NOD’Dv N'po NpPoP 'P0 njn “pjo n.dd hon nd’n Np'pp NppDp ’D’N DoproPi pPn D’oidn rvoo -|P N’st.iDNp nun D"op ’P od’d PPiDD Nim doPd ndpd NDino PPinro dond io’D pp nP did'd ndpd -jpp dndino njdvto N’po P"n ddi DD po , Mo ndp-jo non ndd ^nPiD’ Poo ohnd ’ndo Nopa ’ndd st cepoxst st mp anN pN d noo Ipoiont^N , nop D’ptm ns* ]no stp oddnd Doiop noDD nn DpoD open oo mp po id’md o'vn mni '0 Nnopi Nmp >oo id’M’o mon d’odid ncooo iD”on iodddni; pioPio pn id’M’o ponso pNow o mx1 Pool ido oiodnd n"opT nop pNOV' Pp ppn oo oop pow op io’D noproP npD’ ist ]\s>i Po ’rppoio;ns mns nonNi O’Pp O’pD D’OOIDD ND1D -’NO’l P’N 'MNI , D’?00N ’D’DpiD main Po eondo Po d’oPdo pmim Npnno Nopao Po ]10’N pO’Dp 0~l OOP JU’NI 1D”0’O NM DON (NOt^N NpD jio’nd imsj’ nND poPu , PPo noiop nPo Nopa nPo niddo IN'stp , DD’ODD DOT pOND D sto '0 , NDJJ ’lN'O pO’’D — .Po nomd njd? iby dndino , NNOP d’oo? l'D DDDN noo o'B'n \opi Mip nPn dlD’d iO’P dnodo NtOiP.101 pno. D”pn' pno poNDV’D po'.op fst’Ni Po fiD0 D"pp DD D’DOO , ND”01NO DD DBDO ' D'DDO DDN D'DDO D'PQ D'OOIDDD P'D 'lSONI , DOM 'DNQ DP 10'D DOpoP i'D'OO NDMVND; DDD D0100 DD D’DDJI , MOD’ Np] D’pP Pp DDlOpD DOOn d'Po 10’D j’DOp Npl DDD D0100 ]10’N . DptP ’DODO iptv' Pp , ID'stp DDD DO DD D’^JNH D*.10 lD”Pp DDD Dom J’DDNl J’Dpti/D |10’ND — .PO 1D”P) pDO■ j’DpE'D f)0’ N , pDOpV Np N’OP D’OD DiDNp DiDND pDpDD ID’ND st'DL ’OD PN .'10 J’NMD JMDI nPmP.10 ’fl” iP’NO pD D10D1 , 010 ’Op.ONI PO DOO D1DD DNp’OO NDlPj ND! , 10 2« D’OOppi DWO Pon DOMO NpO pD N010D 1’OpPD D’OOppi D’tyno nPd D'pkvoo 010 DNP’OO NDlP.1 ttfNOp D’OS l’D ODDN ID’stp , NOptrst JM”D1 ]100D J’pD N’P’^O sst’NO PNOt^’D , t£/’N J’N ’O NO’1 D01 DO P’l .Po NDlP-ID PD ND1 00> 00p ^Fortsetzung folgt.) Kurze Niotrzen «nd Miscellerr. Zur neuhebräischen Metrik'. Hr. Dr. Kämpf hat in der vorigen Nummer des LB. an einem von Dr. Sachs nn dessen Werk über „die religiöse Poesie der Juden in Spanien" mitgetheilten Gedichte des Dichters Joab eine Verbesserung vornehmen wollen, und zwar des Metrums wegen. Indem ich mich auf meine Bemerkungen zu den veröffentlichen Gedichten von Jehuda Ha-Lewr, Moses Ibn-Esra ic. (im Jahrgang 1843 des Orients beziehe, muß ich die Verbesserung des Hrn. Dr. Kämpf zurückweisen. Die neuhebräischen Dichter haben nämlich sehr oft ein Schwa mobile nicht mitgerechnet. Man vergl. z. B. die ersten zwei Gedichte in Jehuda ha-Lewi's Diwan, wo mehre Schwa nicht gezählt werden dürfen; oder Charisi's Tachkemoni 65 d (6d. Amstch, wo gleichfalls einige Schwa elidirt werden. Sowie nämlich die neuhebräischen Dichter ein Schwa mobile zu einem quicscens machten, übergingen sie auch ganz ein solches Schwa. Der in Rede stehende Vers hat daher das richtige Metrum: - - -V - - - VT HNS bD *03 DK DD3DH IW Was das Verständnis; anlangt, unterliegt die Uebersetzung des Dr. Sachs keiner Schwierigkeit. Ink. Gedalja Iachja über Cyrus. Der Verfasser des Schalschelet Ha-Kabbala giebt als Grund des Namens Cyrus an, daß der medisch-persische König von einer 5)ündin genährt wurde. Die Etymologen werden vergebens ihren Scharfsinn aufbieten, um in dem Namen eine Spur dieser Sage auszusinden. Es ist aber wahrscheinlich, daß Gedalja, der mehre Geschichtswerke seiner Zeit auf Treue und Glauben benutzte, in irgend einem Buche gelesen haben wird, -daß Cyrus auch Noschek geheißen habe (vergl. Steinschneider im Augustheft der Frankel'schen Zeitschrrfe, S. 326). Der persische Name Noschek Nusek neupersisch) bedeutet von einer Hündin genährt, zu welchem Namen eine Sage Veranlassung gegeben. Gedalja hat nun die Veranlassung des Namens Noschek auf übertragen. I.nk.