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Der Orient · 1845-08-13 · Heft 33 (13.8.1845) · p. Seite 264

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 33 (13.8.1845)
Date
1845-08-13
Page
Seite 264 (sequence 15)
Language
German
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temiig dieser B egriffe. — Wenn man die Menschen nicht mehr drückt, so ist der Messias schon da; es heißt sich anschließm an den Staat auf Erden / damit sich rata U'OU/ verwirkliche. — Will zwar der gegnerischen Ansicht keinen Vorwurf machen. — Citirt -die Antwort des Königs von Holland. — Wir konnten nicht mehr für das bete.«, was alles Religiöse für uns verloren hat. — Erklärt, daß er hier mit vollen Bewußtsein mit dem Talmud breche. Uebcr Gebeistellen wie "jiNO waren wir alle einig, über OL/iM uneinig, durch die Beibehaltung dieser Stelle würden wir die Neuen aus der Synagoge treiben. Salornon. Das Judenthum bildet einen Gegensatz zum Heidenthum, im Judenthunr kommt das goldene Zeitalter zuletzt. Die Rabbiner waren zur Zeit des Talmuds befangen und waren zum Theil selbst nicht für einem politischen Messias, was die Stelle beweist p p ta rrw nV ‘ nn p p 'ai rwon nn'Vn Auch sagte der große (?) Hillel p Die Idee war übrigons eine bloße Redensart, die Frommen' selbst wissen jetzt nichts davon; sie beschränken sie nur auf die Synagoge. Wenn auch der Messias käme, verlasse er sein liebes Vaterland nicht. Wenn man kein Spiel treiben wolle, dürfe die Messiasidee nur geistig anfgefaßt werden. Stimmt für den Kommiss. Antrag. Maier. Wir haben nicht von der Zukunft zu sprechen, sondern von der Vergangenheit, von der Geschichte der messianischen -Idee, diese wurzelt in der Erhaltung ^er Davidischcn Dynastie und in der talmudischen Anschauungsweise vom Ceremonialgesetz. Die Herstellung des jüdischen Reichs und des Opferkultus ist unseren Begriffen entgegen; jedes Mitgliedmuß aber vollständige Befriedigung finden.— Stimmt für den K.-A. Wechsler. Sollen wir auf Hoffnungen eingehen, so schwinden sie. — Wir haben Gebete, die von einem körperlichen Messias reden, diese können wir nicht beibehalten. Es müssen solche Ausdrücke gewählt werden, die alles sagen. Giebt es eine politische Nationalität? Nein. Wir müssen für die Menge arbeiten, und daher die Akkomodation nicht znrückwcisen , es müssen alle berücksichtigt werden. Menu wir neue Gebete einrichten, so ist für Zulassung derjenigen Stellen, welche nicht offenbar gegen das Bewußtsein sind, man müßte ja sonst auch Op auömerzen. —, L ö w e ng ard : ftümnt für den Kommissions-Bericht. A. Adler: Es genügt nicht, wenn man im Judenthnme die Idee des Monotheismus aufstellt, den schon andere Nationen kannten; das Charakteristische im Judenthume ist die Messias-Idee, die früher national, jetzt aber, weil keine Knechtschaft mehr vorhanden, weil wir freier leben, eine ideelle geworden ist. — Woher kommt Verlag von E. L. Fritzsche. es, daß unsere Worte nicht Anklang finden, weil wir immer negiren, man muß daher etwas Positives bei der Messiasidee aufstellen, nämlich Gott zu danken, für das, was man schon erlangt hat, und daß das MessiaSreich schon da ist. . , Süskind findet das Gebet um Rückkehr unnatürlich, und ohne Sympathie; wir konnten daher dafür nicht mehr Wünsche und Bitten aussprechen. Die jüdische Geschichte zerfalle m eine politische und religiöse. David als Eroberer gehöre der politischen Geschichte, als heiliger Sänger der religiösen an; ebenso wäre Jerusalem konkret und abstrakt aufznfassen. Will daher in den Gebeten den Ausdruck in beibehalten. — Die Propheten würden einen Hochverrath begangen' haben, wenn sie nicht Israel als das einzige anSerwählte Volk dargestellt hätten. — Die Phantasie müsse Berücksichtig gung finden. Stimmt gegen den Komm.-Bericht. Auerbach: schließt sich dem Komm.-Bericht an. Findet in der Idee des Messias zwei Momente, ein politisches und religiöses. In der talmudischen Periode' sei, das rein religiöse Moment nicht vorherrschend gewesen, wie es jetzt der Fall sei. Wir, die wir die Zeit kennen, wie sie sich unserem Bewußtsein darstellt , finden nur die Idee vom Gottesreich in der Messiaslehre. Für rnb.1 wollte er nicht den Ausdruck Mission gelten lassen, wir seien keine Missionäre, die nach außen, sondern nur nach innen wirken. O^L/N^ wolle er beibehaltrn wissen min Nsn psta n; ebenso in n^a, weil das Reich Jehuda's das Princip darstetle. Herzfeld will nur berathend austreten. Die Messiasidee mi'isse allgemein dargcstellt werden; auch ein persönlicher Messias sei möglich. Man dürfe nicht, was gegen das Bewnßtsein ist, streichen. Man könnte viele Fromme verletzen. — Ein Opferkult sei nicht mehr möglich, — wir hätten nicht um etwas zu bitten, das uns Gott genommen. Man müsse sich hüten, die Gegenwart das Reich der Sünde zu nennen, sie sei vielmehr das Reich der Erlösung, sie habe schon eine bedeutende Aufgabe gelöst. Die Rückerinnerung an Palästina müsse aufgegeben werden. (Forts, folgt.) Personalchromk und Miseellen. Volksbibel. Unter diesem Titel erscheint von dem ebenso in der rabbinischen Literatur bewanderten wie freimüthigen Kreisrabbinen Sal. Sachs ein Werk zur Erbauung und Belehrung für das Volk in Heften bei M. I. Landau in Prag. Das 1. B. Mos., ist bald vollendet und die Teilnahme des Publikums an diesem Buche steigert sich mit jedem erscheinenden Hefte. Es entspricht in der That vollkommen seinem Zwecke und verdient allseitig empfohlen zu werden. Druck von J. H. Nagel.

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