Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 31 (30.7.1845)
- Date
- 1845-07-30
- Page
- Seite 241 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Jahrgang. Sechster tieni. Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirtbei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr» für Wische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. .M 31. Leipzig, den 30. Juli 1845. Inh alt. Dringende Bitte des jüd. Vorstandes zu Bentschen. — Franks. M. Die zweite und dritte Sitzung der Rabbiner-Versammlung. Frankel's Verteidigung der hebr. Sprache im Gebete. Frankfurt a. M. Austritt. Dessen Schreiben an das Präsidium der R..V. Franks, a. M. Zwietracht und Zank in der hochlöbl. Versammlung. Schottes Austritt und. Schreiben. Frankfurt a. M. Betrachtungen über die Messiasfrage. Der Geist der Versammlung. Breslau. Ein Gaukler und Reformer in einer Person. Die hausirende Reform. L e v y. Gr atz. — Personalchromk und Miscellen. Bentschen. Krotoschin. — LB. d. Or. Dringende Bitte. Irr der Nacht vom 7. zum 8. d. M. wurde unsere Stadt von einer Feuersbrunst heimgesncht, bei der leider mehr denn 360 Seelen all' ihre Habe, da nichts gerettet werden konnte, in wenigen Stunden verloren. Auch unsere schöne Synagoge mit allem, was darin war, wurde ein Raub der Flammen, und leider find die Zustände unserer Korporation so zerrüttet, daß wir aus eigenen Mitteln eine neue zu erbauen nicht im Staude sind. Zn dem Verluste unseres Vermögens gesellt sich nun auch der Kummer , keinen geeigneten Ort zu haben, unser betrübtes Herz vor dem Gotte unserer Väter auszuschütten. An theitnehmende Brüder unseres Glaubens, die ihren Edelmuth jedem Hilfsbedürftigen schenken, ergehet daher die Bitte, uns durch einen Beitrag zum Wiederaufbau unseres Gotteshauses helfen zu wollen; der Gott der Gnade wird die edlen Thaien reichlich mit seinem Segen belohnen. Beiträge von Einzelnerl verabreicht, oder von Gemcindell und Redaktionen gesammelt, werden zur Abgabe an das Rabbinat in Berlin, Rosen-Straße Nr. 2, erbeten. Bentschen, den 18. Juli 5605. De^' Borstand der jüdischen Korporation. Jakob Fürst. S. Holländer. Deutschland. Frankfurt, a. SWt., 21. Juli. Ich fahre nun resunlmirend in meinem Berichte über diese Versammlung fort. 2. Sitzung am 16. Juli wurde das Protokoll der jüngsten Sitzung verlesen. Holdheim bemerkte, daß der Sekretär keine Kritik über den GehalteinerRede äußern dürfe, und wurden demilach die Ausdrücke ^gehaltvoll^ und ,,gemüthergreisend", mit welchen Epithetcn die Rede des Vorsitzers im Protokoll rühmlichst erwähnt wurden, aus demselben gestrichen. — Hierauf wurden zwei Anträge vonDr. Geiger verlesen, 1) zur Errichtung einer oder mehrerer Fakultäten, und 2) eine Kommission niederzusetzm zur Bearbeitung vonAndachts-' und Erbauungsbüchern für die häusliche Alldacht. Rabb. Reis überreichte zwei Anträge im Namen seiner Gemeinde: 1) die Rabbinerversammlung möge erklären, daß es gestattet und geboten sei, die Berufspflichten gegen den Staat auch am Sabbat und an den Festtagen zu verrichten; 2) daß unter den gegenwärtigen humanen Verhältnissen alle Fasttage mit Ausnahme von 2 0 und d"1» aufgehoben werden sollen. Rabb. H ochstätter aus Schwalbach entschuldigt sein Nichterscheinen und trägt 1) auf eine Reform für das Vorlesen aus der Tora an, und 2) 31