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Der Orient · 1845-07-23 · 30 (23.7.1845) · p. Spalte 479-480

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
30 (23.7.1845)
Date
1845-07-23
Page
Spalte 479-480 (sequence 8)
Language
German
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479 [79] Bei uns ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die religiöse Poesie kt: Juden Ln Spanien. Won Michael Sachs. 26 Bogen, gr. 8. 1Z- Thlr. Einer Sammlung der scheusten metrisch übertragenen religiösen Dichtungen ans der Blüthezeit der spanischjüdischen Poesie läßt der Vers, eine geschichtliche Darstellung dieses für Religions- und Kulturgeschichte so überaus denkwürdigen Literaturgebiets folgen. Jur Anhänge werden die unbekannteren zum Theil ungedruckten Stücke im Original mitgetheilt. Berlin, .Juni 1845.. ©eit rmö Conry. [80] - Bei C. L. Fritz sch e in Leipzig ist zu haben: Grund- und Glaubenslehren der Mosaischen Religion von W. Josef Albo. . Rach den ältesten und korrektesten Anögg. in'S Deutsche übertragen von Dr. W. Kchtessingcr, Rabbiner zu Sulzbach und Dr. L. Schlesinger, Lehrer der neuen: Sprachen. Hierzu: Historische Einleitung zu N. Joses Albo's Anche Ikkarim, nebst kritischen, vergteichendm, historischen und philosophischen Anmerkungen von Ir. F. Schlesinger, Lehrer der neuern Sprachen. Brosch. Preis für das Ganze: T Ahlv» Wir übergeben hier den Freunden der jüdischen Religionsphilosophie die Uebersetzung eines der wichtigsten Werke in diesem . Fache, deren 1. Heft im „O r i e n t" und in Jost's f,% n n a l e n" günstig beurtheilt wurde. Inhalt des SabSath-Blattes Nr. 30, Klage des ersten Menschenpaares. Nach der muhammedanischen Legende. Ein Gedicht. — Die Folgen der mosaischen Gesetzgebung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. (Schluß) — Lese-Zimmer. Ein Lustspiel in zwei Aufzügen. — Synagogen-Gesang in London, im Jahre 1765. — Vor m i sch t e N a ch r i ch t e n. Wanderungen. Dr. Geiger's Verlegenheit. Ein exilirtes Mitglied der R.-V. Der Negerhandel. Die Kopfbedeckung. Chasidim und Tikkunim. Breslau. Darmsiadt. Berlin und Prag. Berlin. Eine Pythia in Kroßkanischa, Dresden. 480 Bekanntmachüng. Der unterzeichncte Synagogenvorstand hat zur Ehre und Verherrlichung des hiesigen jüdischen Kultus, sowie um die Würde des hiesigen jüdischen Gottesdienstes während der zahlreich von Glaubensgenossen besuchten Messen aufrecht zu erhalten, für einen dem Herzen entsprechenden Gottesdienst Sorge getragen. Ein passender Betsaal in der 1. Etage des Heilbrunnens (Seitengebäude) auf dem Herrnbrühl, der sich durch Helligkeit, Freundlichkeit und Bequemlichkeit auSzeichnet und circa 300 Betplätze faßt, sowie erhebender Gesang von einem durch den Chasan geleiteten Chor und deutsche Vorträge (Predigten), werden dm Hauptbediugnngen des Gottesdienstes und des Kultus entsprechen und während der Festtage zur wahren Erbauung und Andacht der verehrlichcn isr. Meßbesuchmden führen» Der Ritus wird nach Anordnung des würdigen Oberrabbiners zu Dresden, des Herrn Dr. Frankel — dem Ritus unserer?.Voreltern gleichkommend — eingerichtet werden, und Ruhe, Würde und Anstand werden in der neuen Synagoge herrschen. Es ist wohl mit Recht von dem großem Theil der israelitischen Meßfremden bisher schmerzlich empfunden worden, daß das bisherige Lokal, welches zeither als Leipziger Synagoge mitbenutzt worden ist, zu diesem heiligen Zwecke durchaus sich nicht eigene, und eben diese Fremden waren es vorzüglich, die uns zur Herbeischaffung einer bessern Synagoge angingen. Indem wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, wollen diejenigen , welche mit Betplätzen versorgt zu sein wünschen, sich bei dem Unterzeichneten Synagogenvorstande melden. Leipzig, 18. Juli 1845. Der Synagogen-V orstand. Dr. Julius Fürst. I. W. Jakobsshrr. Moritz Meyer jun. ' , Gesuch. Zur Leitung des hiesigen israetiLischen Gottesdienstes in der bevorstehenden Michaelis-Messe, wie auch fitr die folgenden Messen, wird ein musikalisch-gebildeter Vorsänger, der einen schönen Vortrag und einen gewählten Chor hat, die hebräische und deutsche Sprache versteht, gesucht. Die darauf Reflcktirenden belieben sich an den Unterzeichneten Synagogenvorstand in portofreien Briefen zu wenden. Leipzig, 18. Juli 1845. Der Synagogen-Vorstand. Dr. Julius Fürst. I. W. JakoSsohrr. Moritz Meyer jun. Ankündigungen. Verlag von C. L. Fritz iche. Druck von I. H. Nagel.

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