Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 27 (2.7.1845)
- Date
- 1845-07-02
- Page
- Spalte 419-420 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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420 419 Studien. Schriften Abraham Abu'l'asia's. Abn't'asia. Das ist auch sehr natürlich. Das gründ-- ' liehe Durchforschen der Mskt. ist nicht Sache der Katalogenn:acher. Sie sehen auf den Titel, etwa auch auf die Einleitung und das Ende, und damit ist es abgcthau. Nun heißt aber unser Autor in der Ueberschrift des Nr. 1 vn^TD DniDN --(er Wax früher in Bareelona); in Nr. 2 nennt er ftcT;: n^d^ndn ^nid^ p iwn10); in Nr. 3 giebt er stch alle Namen in der Welt — wohl aber auch seinen rechter: (die fiugirten Narueu Haber: immer der: Zahlcnwerth des rechten); in Nr. 4 nennt er sich gewöhnlich trvnDT (dem Zahlenwerth nach — i?wn — D»TON) 5 tu Nr. 5 giebt er seinen .Namen gar nicht deutlich "); in Nr. 6 giebt er-ihn'ausführlich r^. fl D»TON '11 DD N'D^MDN in Nr. 7 ist er nicht genannt; in Nr. 8 nennt er sich wieder irpiDl> im Brief :}t sein Name nicht ausgesprochen; in den kleinen Aufsätzen auch nicht.- llebcrdies ist noch Nr. 3 und 4 von einer späten: Hand falsch überschrieben: Nr. 3 ’bfcon 1DD )ihn nvhü Dhron, nr:d Nr. 4 ^nh dddd n^pP HD1?^ 'ib. Dieser Jrrthum ist nämlich aus der Geschichte mit den: Pabst und den: .Verbrennen in Nr. 3 entstanden, weil bei ,10^ eine ähnliche Geschichte vorkommt, und der Leser vom Lebendes Abu'llasta nichts wußte. Er hätte aber in Nr. 4 sehen können, daß dies Buch im I. 5048, und das von Nr. 3 im I. 5045 geschrieben worden ist; oöo HD^Er aber hat zwischen 200 und 300 Jahr später gelebt^). Es ist daher den Bi- 10) Diese Schrift liegt viermal hier. Das erstemal in Cod. 28 cher Lilienthal 27) giebt Dr. Lilienthal an, es sei ein Kommentar des ■f'iKD auf das Buch, Ruth, und setzt hinzu, nach Plantavitius (welcher Unsinn! das Mskt. vor sich haben, und Wolf und Plantav. nach dem Inhalt desselben fragen!). Das zweite Mal sagt er, es sei ein Komment, auf More Nebuchim ohne Namen des Vers. Geschrieben aber sei es von R. Ziel ben Schmael (^XN0L7 7>>rN1 l!). Das dritte Mal sagt er endlich: „von Raziel ben Schmuel Aputaphia (für Abu'l'afia) von Toledo (für Tudela). Zehn Jahre wanderte er herum, bis er sich endlich in Fan o (falsch) niederließ. Dort zeugte er 4 Kinder, zu deren Frommen und Unterricht er diesen Kommentar schrieb." Statt 4 Schüler erhalten , läßt ihn L. 4 Kinder zeugen! Was er das vierte Mal angiebt, habe ich nicht nachgesehen. 11) Herr Lilienthal giebt fälschlich als Vers, 'an: N. Josef Salomo de medico. Der Titel der Schrift und Wolf haben ihn wieder irre geführt. 12) Ich habe anfangs geglaubt, die ganze Geschichte von Salomo Molcho sei vielleicht irriger Weise aus der Geschichte unseres Abn'l'afia in Nr. 3 entstanden, sowie man auch geneigt ist, die Geschichte seines Gefährten, des David/Rüben: aus dem Land der zehn Stämme, für eine Fabel zu halten. Aber ich habe unter unzusammenhängenden alten Blättern, "die man in der hiesigen Sammlung in einer Kapsel aufbewahrt, eine Note von Widmanstad über Salomo Molcho gefunden, der als Zeitgenosse die Sache bestätigt. Die Note steht auf einem abgerissenen Blatt der'i rwv» und lautet: R. Salomonis Mnicht, qui se JVlessiam Judaeorum esse praedicavit, atque Mantuae propter bliographen und Geschichtsschreibern zu verzeihen, daß sie so wenig von diesem merkwürdigen Manne wissen: nbpn vhvhw urrd rnirp DDty wissen bles aus der des r daß in jener.Zeit ein Psendomesstas. gelebt; das ist Altes. Gcrade soviel weiß auch Joh. v. Lcnt ü: seiner Sehrist de Juclaeorum PseiHlo-messiis (Herhorn, 1697). Er sagt st. 52, er wisse nicht in welchen: Jahr, und m welcher Gegend dieser Messias gelebt. Einige seiner Schriften kennt D”h N“nrr 'i, der vor denselben warnt, aber den Sohar anpreist (!). Bei .Renchlü: scheinen die SchriftenAbu'L'afias in hohemAnsehen gestalten zu haben. In seiner Schrift cke arte cabalistica giebt er (st. XIV) alle kabbalistische Werke >ru, die er benutzt^ und hier räumt'"er nach dem ni^/D, ) den: I'.ID und imt den Schriften Abu'kasia's den ersten Platz ein. Er scheint sie indeß mehr dem Namen, als dem Inhalt nach gekannt zu haben. Seine Worte sind: * Sunt et quos edklit in Cabala ille Abraham Alapliia. Das ille verrät h eine nähere Bekanntschaft mit dem Leben Abu'l'asta's. Es ist nur wahrschein lich, daß Widmanstad von Renchlin auf diesen Mann aufmerksam.. gemacht worden ist, und daß er daher bei seiner Sammlung so viele Schriften von ihm zu bekonnnen suchte, als er konnte. Man muß, wie wir ans dieser Darstellung der Sache sehen, bei dieser: Untersuchungen sehr bedächtig zu Werke gehen. Hier ein Beispiel. Im Cod. 11 liegt eine Schrift, auf deren Titelblatt steht: 'D hy npJD KOTD / •»HDD /J ID D.TDN Vl^N DDnV n^Dp, das wäre also unser AlmVasia. Nun stndirte ich auch cinuraldas MN N.1 1DD in Cod. 215. MN w ist in 3 Theile getheitt. Der erste Theil handelt von den Namen Gottes, der zweite von den 22 Buchstaben, der dritte von der Pnnktation (i:pn p^h Nhl). Hinten ist nun dieser dritte Theil noch einmal unter einigen Abänderungen besonders' abgeschriebcn, und diese besondere Abschrift des dritten Theitcs von MN m des N^Dp.l rpr ist es, die in Cod. 11 den: bwow p D.11DN zugeschrieben wird. Wahrscheinlich ist auch das i:pin 1DD vor: rp^Dpl rpr in der Sammlung HN (zu Venedig und Krakau erschienen) nichts anderes, als der dritte Theil seines MN M. Und nun möge man die Beweise hören, daß dieser N'M und fWD der Verfasser des Sohar ist. . A. Der zweite historischkritische Beweis. Dieser Beweis wäre allein hinreichend, und wir bedürften außer ihn: keines andern. Wer einmal eine seditionis Hebraicae in6tum, Carolo V. Rom. Imp. piovidente , conereisiatus fuit anno (ui kallol) 1532, über de. Secreta Hcbraeorum Theolo^ia. liuius vexillum vidi llatisbonae anno, 1541 cum litteris ‘QDD.