Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 25 (18.6.1845)
- Date
- 1845-06-18
- Page
- Spalte 399-400 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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399 Ankündigungen. 400 Frankfurter, Hr. Philippson rc. ihre jüdische Theologie her? Sie wissen es nicht! Aus allen vier Enden der Erde zusammengestoppelt und Sie haben gar keine Theologie, Sie können sich über Judenthum keine Rechenschaft geben. Und wir sollten keine Lehrstatte brauchen? Der Rabbiner könnte nur auf zwei Wegen eine wenn auch nur sehr kleine Reform im Kultus einführen; entweder die Gemeinde hält sich überzeugt, daß der Rabbiner die Sache besser versteht, was aber jetzt die Gemeinden nicht glauben, oder weil die Rabbiner für fromm genug gehalten werden, als daß man ihnen eine Gesetzverletzung Zutrauen sollte, was aber gegenwärtig wieder nicht der Fall ist, da in allen Gemeinden, wie die Wirren Hinlänglich beweisen , die Gemeinden ihre Rabbiner gerade für Abtrünnige halten. Und wir sollten keine Lehrstätten brauchen, wo unsere Jünglinge, welche sich der,jüdischen Kirche weihen, die jüdische Theologie studiren sollen? — Bon Hrn. Ph. kommt Hr. M. auf den Rabbiner Löwe nfte in in Geilingen (S. 31—38). Wenn er PH. auch gerade nicht widerlegt, so wird doch dieser wenigstens bespöttelt. Es ist wahr, Hrn. L.'s Eifer um die Idee des Judenthums, seine Ansichten über Reformen haben etwas Koboldartiges; seine Plänkeleien mit Ph. und mit dem Orient (dem letzterem drohete er, wenn er eine Polemik gegen Philippson nicht aufnehme, mit öffentlicher Herunterreißung) haben etwas Abstoßendes, aber Hr. M. hätte ihn gar nicht berühren sollen, da er noch mit sich selbst unklar zu sein scheint. Dieselbe Taktlosigkeit muß ich rügen, in der Polemik gegen den Verfasser der „Personalzeichnungen" (Jsr. des 19. Jahrh. Nr. 36—42). Es giebt für alle Erscheinungen des Lebens in der Oeffentlichkeit, für alle bedeutsamere Persönlichkeiten, immer gewisse Bajazzi's, in deren niedrigern Anschauung es liegt, mit Begierde das Höhere aus den Boden der Gemeinheit zu ziehen. 1 Die dem „Orient" zwei Monate früher zugegangenen Personalzeichnungen , sind unberücksichtigt geblieben,, und die Redaktion bedauerte, daß Hr. Heß,"ich weiß nicht, ob in ^veränderter Form, diesen Anlaß zu Skandal abdrucken ließ. Hr. M. hätte gegen diese keine Polemik geben sollen; sie sind schon durch jeden Leser selbst gerichtet, und wenn auch darin <Hr. M. selbst verletzt ist, so hätte das ihn noch weniger beirren sollen. (Fortsetzung folgt.) t i Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit siejüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. s30j Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: ScrhNcrth - Blcrtt. Für > Belehrung, Unterhaltung und Kenntniß Mischer Zustande. Der Preis für das Qilartal aus 13 Nllmmern bestehend ist blos 10 Sgr. Mit Nr. 29 ist das zweite Quartal abgelaufen; und wir ersuchen btcjcmgcn, welche aus dieses unterhaltende und belehrende Blatt abonniren wollen, cs recht frühzeitig zu thun. Jede Nummer bringt Belehrendes und Unterhaltendes und zugleich die Pointen der TageSgcschichte. Wir hoffen, daß 'diejenigen, welche sich für die jüdische Presse interessiren, diesem Wochenblatte ihre Ausinerksamkeii schenken werden. Der Preis ist so gestellt, daß es jedes Haus leicht anschaffen kann. C. L. Frrtzsche. Inhalt des Sabbath-Mattes Nr. SS. Israelitische Reliquien des Herrn Mau rittus. Bon G. in Gleiwitz. —- Zur Biographie des N. Jom-Tob Lipman Lewi Heller. Von L. Singer, Rabbinärskandidat. (Fortsetzung.) — Lese-Zl mm er. Zur Geschichte der Juden in Wien. Von Dr. W. Wessely. — Falscher Beifall. — Fürft's Bearbeitung der jüdischen Religionsphilosophien. Oer Nachbar im Orient. — Vermischte Nachrichten. Gemeindeleben in Pesth (Privatmittheilung). Posen. Bresl.au. BekanirLmachung. DaS Unterzeichnete Konnte beehrt sich den Herren Rabbinern, welche die hiesige Rabbiner-Versammlung besuchen werden, die Anzeige zu machen, daß ihnen bei ihrer Ankunft dahier, bei Herrn Meyer Hecht, Allerhcitigengasse La, B. Nr. X«, die für sie bestimmten Wohnungen bezeichnet werden. Das zur Anordnung der dahier abznhaltenden Rabbiner-Versammlung niedergesetzte > Konnte. Moses B. Goldschmidt, E. Ullmanu, Präses. Sekretär. Frankfurt a. M., im Jrrni 1845. Briefkasten. : 1) R. F. in P.: Ihre Beiträge sind mir willkommen, wie auch zuständliche Mitteilungen. 2) Hrn. K. in Ff.: Von C. in Berlin habe ich nichts erhalten. Ich bitte um den Schluß und die Fortsetzung der Arbeit des Freunds. — Können Sie mir nicht für den bewußten Fall einen^ Korrespondenten »erschaffen? Verlag von E. L. Fritzsch e. Druck von I. H. Nagel.