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Der Orient · 1845-06-18 · Heft 25 (18.6.1845) · p. Seite 193

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 25 (18.6.1845)
Date
1845-06-18
Page
Seite 193 (sequence 1)
Language
German
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Sechster Jahrgang. Berichte, Studien und Kritiken; für - Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. Nr. Julius Fürst» jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Won dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgercchnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. *i!§® . Leipzig, den 18. Juni 1843» Inhalt. Deutschland. Frankfurt a. M. Aufforderung die Rabbiner-Versammlung betreffend. Frankfurt a. M. Die jüd. Speisegesetze nach Hrn. Stein. Rabbiner-Versammlung. Leipzig. Aus dem Leben der Gemeinde. Berlin. Die Versammlung derjüd. Reformgenossenschaft. Posen. Ein jüd. Stadtverordneter. Mamroth. Der Handel und der Geist. Deutsche und Polen. Die Reformbewegung. — Oesterreich. Prag. Ueber jüd. Kalenderberechnungen. — Polen und Rußland. Von der russischen Grenze. Beförderung des Ackerbaues unter den Juden. Der Wille des Kaisers und die Beamten. Die ersten Regungen einer deutsch-jüdischen Kirche. Fortsetzung der Aktenstücke. Die gegenwärtige Bewegung im Judenthunr und Stern. — Personalchronik und Miscellen. Berlin. Berlin. Die Herzberg'sche Bibliothek. Statistisches. Ungarn und Oberitalien. — LB. d. Or. Deutschland. Frankfurt a. Mt:, 6. Juni. (Aufforderung.) Die verehrten Rabbiner und Prediger, welche sich bis jetzt bereit erklärt haben, die im Juli dieses Jahres dahier jtt haltende Rabbmerversammlung zu besuchen und die Kosten der Hm- und Herreise von dem Unterzeichneten provisorischen Komitv vergütet zu haben wünschen, werden gebeten, sich demnächst brieflich au dasselbe zu wenden und sich überzeugt zu halten, daß diesem Begehren mit schuldiger Bereitwilligkeit entsprochen werden wird. Diejenigen Herren, welche sich von nun an zum Besuche dieser vcrehrlichen Versammlung entschließen und denselben Wunsch hegen, wollen uns gefälligst eben falls diese Anzeige, machen, wo wir dann, je nach den Mitteln, die uns zu Gebote stehen, dieses löbliche Bestreben unterstützen werden. Die Briefe bitten wir an den ulitunterzeichneten Herrn Leopold Beer zu richten, welcher die Gefälligkeit hatte, das Amt des prov. Sekretärs zu übernehmen. Frankfurt a. M., 1. Jmri 1845. Das Provisorische Konnte zur Bildung einer Kasse für die Rabbiner-Versammlungen. Dr. Jakob Weil, prov. Präses. Dr. Jakob Auerbach. MosesBenedictGoldschmidt, prov. Kassirer. M. Grünebanm. D. Höchberg. Dr.I.M.Jost. Leopold Beer, prov. Sekretär. Frankfurt a» SSPt*, 6. Juni. Nachdem die Zusammenkunft der Rabbiner und Prediger, welche an der nächsten Rabbinerversanunlung Theil nehmen wollen, auf den 15. k. M. festgesetzt ist, dürste cs an der Zeit sein, die Ansichten des hiesigen Rabbiners, Hrn. Stein, in Betreff der in der Versammlung ohne Zweifel zur Er- ' örterung kommenden jüdischen Speiseg e setze kennen zu lernen, da die Grundsätze des Hrn. Stein, als eines der vorzüglichsten und Ungesehensten Mitglieder der Versammlung, sicherlich in letzterer einen beträchtlichen Anhang zu erwarten haben. Ob diese Grundsätze den Anforderungen der reformistischen Zeit und insbesondere denen des hiesigen und des Berliner Rcformverems genügen dürsten, ist eine andere Frage, die wir für diesmal füglich nnerörtert lassen können, da wir es hier lediglich mit Darlegung von Hrn. Stein's Meinung über die Materie zu thun haben. Dieser machte nämlich vor einiger Zeit in einem seither i'ibrigenS bereits gegen Hrn. St.'S Ansicht entschiedenen Processe vor dem königl. baier. Kreis- und Stadtgericht Würzburg folgende Principien officiell geltend, die wir wortgetreu aus den uns vorliegenden Akten abschreiben: ,,Die strenge Beobachtung der Speisegefetze ist eine Hauptforderung der jüdischen Religion, eine allgemeine Obliegenheit ihrer Bekenner, deren Uebertretnng eine ge-, setzwidrige, pflichtvergessene, irreligiöse, wn mo ra lisch e Handlung . . +" „Im Codex Choschen Mischpat, §. 34, 2 heißt es, wie Stein zur Begründung seiner Meinung anführtr „ „Derjenige ist ein Rascha, 26

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