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Der Orient · 1845-05-14 · 20 (14.5.1845) · p. Spalte 319-320

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
20 (14.5.1845)
Date
1845-05-14
Page
Spalte 319-320 (sequence 8)
Language
German
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Ankündigungen. 820 819 auch unsere Zeit sich nicht befreien kann. Die Bibel wird für ein tabula rasa angesehen, auf die mancher Exeget die Produkte seines Denkens schreibt. Man will sich nicht zu einer objektiven Auffassung der Schrift verstehen, sondern macht Mose, Salomo u. s. w. zu Anhängern des Peripatetikers, Mainuni's, Leibnitzens, Wolf's, Kant's, Schelling's und Hegel's. Die Geschichte und die Entwicklung des Geistes werden auf den Kopf gestellt, und statt des Lichtes wird ''ue Verwirrung immer größer. Es ist eine komische Entäußeng der Subjektivität, die in der Schrift ihr Spiegelbu sucht. ' Ns Verfasser dieser Schrift wird, nach Sabbati, Kalonyui genannt. ZurErukrrmg des Vaterlandes des Verfassers wärefolgende Umstände in Erwägung zu ziehen: 1) Ein Karer citirt diese Schrift; 2) der Verfasser ist ein Verehrter Kabbala; 3) er citirt S. 30 gewisse Gebetstücke. Diefllmstände sprechen für meine Konjektur inN. 19. d. Bl. Diellnführung des (vergl, Asulai Schem haZedolim, Leichst. e, Nr. 52) würde sie nur unterstützen. Zn Betreff des Textes kann man sich auf den Herausgeber, der bereits durch die Edition des „Mosne Jedek" und des „Sefer ha-Halaza" feine Kompetenz bewährt hat, verlassen. Nur bedaure ich, daß mannigfache Zerstreuungen (vergl. das Vorwort) ihn während des Abdruckes gestört haben, indem oft der Text darunter gelitten. So finden sich z. B. gleich S. 11 einige Ungenauigkeiten. Z. 9 v. o. muß ttfcn für NHDn, Z. 16, -ino nND) für -n*o gelesen werden z Z. 22,23 u. 25 verglichen, so wie Zusammenhang und Konstruktion (Z. 25 wmm rrvpnn tm imno “>pn j\n) zeigen, daß der Abschreiber einen Satz zwei Mal geschrieben haben müsse. Doch ich will das Verdienst und die Mühe des Hrn. Dr. G. nicht schmälern, der unter vielen Kämpfen mit der unerbittlichen Zeit dem Studium der jüd. Literatur durch korrekte und geschmackvolle Editionen werthvoller Werke zu nützen sucht. Möge es ihm gegönnt sein, das Werk rinDD von R. Nissim den Freunden der jüdischen Literatur bald übergeben zu können! Ink. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders m so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 1Z Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. £48] Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu haben: niwo rwo ■ DiDin rrap mson 'JN 3pJl’ 8. brosch. Preis 10 Ngr. [49] Durch E. L. Fritzsche in Leipzig ist zu beziehen: Die fremdsprachliche« Elemente im Neuhebräifchen und ihre Benutzung für die Linguistik. Vortrag, gehalten in der ersten Versammlung deutscher und ausländischer Orientalisten zu Dresden, 1. Oktober 1844, vonM. Steinschneider. Brosch. Pr. 10 I^gr. Berichtigung. In Nr. 16. dieser Blätter, wo Hen Kirchheim ein von der Voice of Jacob bcregtes, aber bereits in -Nr. 26 des Israeliten des' 19. Jahrhundert aufgeklärte Mißverständniß bespricht, bezeichnet mich derselbe als Mitglied der Rabbiner-Versammlung und des Reform - V e r ei n S. Dieses ist eine baare Unwahrheit. Ich bin nicht Mitglied desReform-Vereins, noch war ich es je gewesen. Auch habe ich in meiner Zeitschrift nie Altes und Jedes, was und wie es der Reform-Verein gethan, vertreten. Sonderbar! Hr. K. macht in jenem Artikel auf den tatmudischen Grundsatz aufmerksam „die Menschen lügen nicht, wenn die Lüge leicht an den Tag kommt", und in der nächst e n Zeile straft er selbst diesen Grundsatz Lügen. 8aplenli sat! Eisenach, im Mai 1845. Dr. M. Heß. Inhalt des Sabbath-Blattes Wr. T0. Die drei Freunde, eine historische Mirtheilung. (Schluß.) — Zur Biographie des R. Jom-Tob Lipman Lewi Heller. Von L. Singer, Rabbinatskandidat. (Fortsetzung.) — Lese-Zimmer. Anzeige einer Predigt von Dr. I. £- Auerba ch. — Vermischte Nachrichten. Einige Züge aus dem Leben des Hrn. v. Lämel. Böhmische Offerte. Rußland. Prag. Baiersdorf. Frankfurt. Berlin. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.

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