Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 15 (9.4.1845)
- Date
- 1845-04-09
- Page
- Spalte 225-226 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Meralurblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. JVi 1A» Leipzig, den 9. April 184Ä» Inhalt. Studien. Vorläufiger Bericht über mein Studium der Münchner hebr. Handschriften. Von M. H. Landauer. Ueberficht der Geschichte und Literatur der Kabbala. (Forts.) — Der Eid nach dem rabbinischen Iudenthume. Eine Erwiderung von Dr. Hold heim. (Schluß.) — Frankfurter Gutachlensammlung über die Beschneidung, beurtheilt vom Rabbiner S. Süßkind. (Fortsetzung.) — Kurze Notizen und Miscellen. Literarhistor. Notizen aus I. Aboab's Bon Ink. (Forts.) — Literarische Ankündigungen. Vorläufiger Bericht über mein Studium dev Münchner hebräischen Handschriften. Von M. H. Landauer. (?lus dem Nachlasse mitgetheilt.) (Fortsetzung.) Aber erst nach dem Lode des in der Zeit seines Schülers {oiin, um — r2i 'd 'n, war das goldene Zeitalter der p^Dp. Zn dieser Zeit schießen kabbalistische Schriften wie Pilze empor; und wir finden in dieser Zeit 4 verschiedene Richtungen oder Schulen unter den Kabbalisten Spaniens. 1) Die orthodoxe Schule, oder die des fjQl. Die Erkenntnißguelle dieser Schule ist der -'ppp, und das Wesen ihrer n^Dp besteht in der Sesirüt-Lehre. Ihr Streben ist, theils die Lehren des -ppn im Talmud und den D^tiD wiederzusinden (v^pj orniiD), theils dieselben etwas geistiger darzustellen, als es im geschah, besonders aber mehr Einheit und System in diese vom -ppp noch roh und unbestimmthingestellre Idee der rrn^DO zu bringen. Dabei unterscheiden sich diese Arbeiten darin, daß Einige (namentlich die Schüler des frOttn) bei der Auslegung des Tm sich genau an f'ucn halten, dessen &EVTD ihnen nach dem -ppp die wichtigste Erkenntnißquelle ist, andere aber selbstständiger chei diesem Geschäfte verfahren, und sich bei der Ausbildung der Sesirotlchre freier und individueller bewegen. Zu den Ersten gehören: *" ’ibn Dniiü. Er reiste von Frankreich nach Toledo; schrieb hier zuerst DTO ->M, alsdann (beides handschriftlich in München). rpjTrtp HLED schreibt ihm auch das Buch mn^Kn nmyft zu, was aber nicht von ihm ist. jinji p mo de/ Schüler des Nr'zi£n und des tDDn, und Verfasser des Jhjd liy zum npin T des DSKT). Er schrieb einen wy-p3 über die po-in nniD, d. h« über die kabbalistischen Stetten, die im ttfDim L/PD des pD-) Vorkommen, zuerst unter dem Namen QDNV NNO, dann in einer neuen Revision unter dem Namen 2D üW *1DD. Fast alles, was er in diesem APD sagt, will er von seinen Lehrern, dem und dem empfangen haben. Dem ^p-pD selbst schickt er das Sesirüt- System des pv") voraus, wie er es von seinen Lehrern empfangen , welches hernach Dy prüf* p, und der Verf. des fD^yD fast wörtlich abgeschrieben, und das auch noch andere benutzt haben. ny }&n pnsp' P Schüler des und ebenfalls Vers, eines Kommentars über die nmo, unter dem Namen Q^y m\\Q. Durch diesen pn31 p lernen wir viele Kabbalisten kennen, deren Namen wir sonst nicht einmal wüßten. Entweder muß er viel auf Reisen gewesen sein, oder sonst Gelegenheit gehabt haben, mit so vielen Geheimlehrern in Verbindung zu kommen. Zwei Deutsche gehören auch zu seinen Lehrern. Den ebenangeführten p^.i DITON fl mü kann er nicht recht leiden. Es sei falsch, daß er das Meiste, was er im 3)0 nw "itD geschrieben, von WS&sn und Dpn empfangen, sondern er selbst habe Vieles ausgedacht, und es großen Lehrern zugeschrieben. 15