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Der Orient · 1845-04-02 · 14 (2.4.1845) · p. Spalte 221-222

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
14 (2.4.1845)
Date
1845-04-02
Page
Spalte 221-222 (sequence 7)
Language
German
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222 221 Studien» Kurze Notizen und Miscellen. Kurze Notizen und Miseellen. Die Formel Jose et - Jose in der Mischna. Zn Nr. 9 Ihres geschätzten Blattes geben Sie zu dem Aufsätze: „Namen der Talmudisten" Anmerkungen und citiren in Anmerk. 4 eine Stelle aus Sanh. 56 a. Bei dem Citate scheint ein Druckfehler sich eingeschlichen zu haben, da es nicht 'D)\ p 'OV!”DV fonfcmv 'DV m 'OTi T heißt. Die Formel, wie die Verständlichkeit der angeführten Mischna, erscheinen mir nicht „sonderbar". Es tritt nämlich, bei der gerichtlichen Untersuchung über den.Gottes-Lästerer der schwierige Fall ein, daß der rpTO, die Lästerung nicht nachgesprochen werden darf; daher gebrauchten die Zeugen, bei ihren gerichtlichen Aussagen, irgend einen Namen beispielsweise — wie wir heutzutage N. N. gebrauchen, und so bezieht sich in vorliegender Mischna das „W02 D>“iyD DN pn" auf die Untersuchungsrichter, die bei ihrem Verhör die Lästerung auch nicht nachsprechen dursten und irgend einen beliebigen Namen als, Beispiel gebrauchten.. Die Formel HN scheint hier reiner Zufall zu sein, und nicht der Gematria mit , wegen gewählt. Erst beim Schlußverfahren — in geheimer Sitzung —. DIN ^2 JWsnD." mußte der älteste Zeuge genau, ^'>22, die gehörte Lästerung wiederho-' len und dann erhoben sich die Richter von ihren Plätzen, machten, als Zeichen der Trauer über das geschehene Verbrechen, Riffe in ihre Kleider und sprachen das Urtheil. Den Midrasch .über die werde ich Ihnen später mitzutheilen die Ehre haben. Oberdorf. Ma i so n - Frank fü r te r. r Biblische Gebote unter dem Namen nywn Zn einer Nummer des LB. ist in einer Miscelle die Frage aufgeworfen , worden., ob nicht auch außer Saadja das Wort von biblischen Gesetzen gebraucht werde. In dieser Beziehung stelle ich nun eine Stelle aus Nissün ben Jak ob's NiM her, wo es heißt: 221 -Q ym nyiown- ■’dd d npnoprni dwdj"napnb wm^ d'Vni 'Dl HDtap ]rp&y. 2CCfo blos pentateuchische Gebote sind ausgeschlossen. Freilich hat das auf Saadja's Ausdruckswerse keinen Einfluß. Grammatisches Räthsel von Jbn-Esra. In einem alten Werke findet sich folgendes grammatische Räthsel, dem Jbn-Esra zugeeignet, und da. wir schon einige ähnliche von diesem spitzfindigen Autor haben, so möge dieses wohl, auch ihm angehören. Es lautet.: umx -mpc) , wm—- —-— r i»5a }rrt>jo mnn^ dj , inby bionv op'pn, , mion Dnrr6pTo D’toxi Pp tioet .wj;V D^nn rm., nrp nriN nss?, ihn na* mir djiw i nni ’oyj mm by norm nnyor: mm vn ormnV Dsrnti/, vui m^n jni>n.. eoH', dsdj; wy nxt na. , wnnPN dnq ly-aTW mPra / invpwi , on'v'Q rra nx naw 113 -•e,n , n.s-bi , näpjf ■br : .povi yfi “jbnP mayrn pn in : Die Auflösung ist einfach und Jedem einleuchtend. Menachem Jbn-Saruk war vielleicht Karäer, eine wahrscheinliche Bestätigung zu Hrn. K.'s Vermuthung. Im LB. Nr. 43 v. I. will Herr Kirchheim einen Verdacht wider I b n - S a r u k gesunden haben, daß dieser ein Anhänger der Knräer gewesen sei. Zu dieser Vermuthung kann ich noch eine bestätigende Vermuthung beifügen, die ich aus dem vor Kurzem erschienenen Debarim 'Attikirn, den 90 Wörtern von Saadja Gaon, geschöpft habe. Es heißt daselbst Nr. 46 beim Worte nDmob : JPSrft 222DK v\2?pn 2D^ rm : Vn (*jo tsn#) whöq pno p dtud . 121. np hd . mDmrt? rm jnnm , dtod? 3’j Wo (.'n .r D^nn) man nu^ 110*0 mr nih ,;d niooio^ rm mv2 hm®' ^2 n« h^d mmr? »12? .ypy mu rmpm 70 d roi mb# rwmiy 7Jry by irwm mnn m2p^ 70^ usn -mv onrnri rw rom. 'hm 7d2 noiw mh , .worin nh by dijj; >inni hy 'nmyp 0 0). Wobei der Herausgeber bemerkt, indem er hinzusetzt: mi ]Dn2rj (?) onNDOn hl) mobniinznn (Samuel ben Meir, d. h. Raschbam erklärt eben so wie Saruk.) Obwohl Raschbam auch so erklärt, können doch auf ihn nicht zielen die von Jbn-Esra (Exodus Kap. 13) ausgesprochenen Worte: Dpnpn miDN p D^n, da Raschbam gewiß nur als Verth erdiger und keineswegs als Verächter des Talmuds dastehet. Und vielleicht hat Jbn-Esra gar nicht den Kommentar des Raschbam gesehen, da sie Aeitgenoffem waren. Krauß. * * - Literarhistorische Notizen ans I. Aboab's „K 0 in 01 o g i a“. Von 21, Ink, (Fottsttzung.) III. Anssprache einiger Eigennamen. \'ri3/ B ahye (©. 285); Df« )3y Aben gi a <1 (S. 273);’ HP'T>*I p, Abenber-ue (©. 273); ^p'2Z, Guibirol (S. 280); "ttN, Aye (S. 269), iia.ye (©, 278); jlDH, Anion (S. 306); pHNp’N'b, Taytasac '{&. 30t); blpPlp, Corcoces — im $Iurat — (©. 306); piDJEOp, Cam pauton (©. 286); pSPy Tab o n (©. 281). - IV. Die Dichter r Zehuda Ha-Lewi, Jbn-Esra; Jizchak ben Wiat, Salomo Jbn Gibirol» Rabbi Zehuda Ha-Lewi, eia sehr gelehrter Mann und ein sehr vorrrcfslicher Dichter in unserer heiligen Sprache: und mit Recht werden seine Dichtungen so geschätzt, indem man weder größere Me-

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