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Der Orient · 1845-02-12 · 7 (12.2.1845) · p. Spalte 97-98

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
7 (12.2.1845)
Date
1845-02-12
Page
Spalte 97-98 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, Studie» und Kritiken für und Literatur. M V. Leipzig, den 12. Februar 1S45. Inh alt. Studien. Lehrt die Bibel einen persönlichen Messias? Von Dr. Z. Kamp f. — Ueber Autorität und Erklärung dev Bibel. Von M. Prager. (Forts.) — Kritiken. Kritische Anmerkungen zu den Protokollen der ersten Rabbinerversammlung. (Fortsetzung.) — Literar. Ankündigungen. . " Lehrt die Bibel einen persönlichen Messias? Beantwortet von - Dr. I. Kampf. »rprp — pow-nmi o — I^D-DD pv-ß Hab. 2, 4. — 11, 3. — Drei Grund-Principien sind es, auf denen das kolossale Gebäude des Zudenthums aufgeführt istsie heißen: Offenbarung, Unsterblichkeit und M e ssi a s *). Gehen wir darauf näher ein. Die Offenbarung hat zu ihrer Ausgabe, nicht sowohl einen Gott schlechthin, als vielmehr den Gott, den bestimmten, zu lehren. Die Idee von einer Gottheit schlechthin würde um so weniger genügen, als sonst auch Jene in Betracht kommen müßten, über welche der Prophei Wgk fins 12« yyb anoiK (3«; % r?>; es kann sich daher, wenn von Offenbarung die Rede sein soll, nur um den bestimmtcn, charakteristischen Gott handeln "). Daher sehen wir auch, daß Gott sich dem Abra- 1) Siehe unsere Abhandlungen 1. liebet die Vorstel- Jungen d er alten Hebräer von der Unsterblicht e i t d e r m e n s ch l i ch e n Seel e. LB. des Orients, Iahrg. 1842. Nr. 7, S. 13. 14. 16. 19. 20. 26. 27. — 2. Ueber B. v. S pin o z aH t h co l o g isch - politis ch en Tr a ktat. LB. d. Dr. dess. Iahrg. Nr. 34. 35. 46.47. — Letztere Abhandlung, von der im Orient bisher nur die erste Äbtheilungerschienen ist, hoffen wir in diesen Blättern noch vollständig zu veröffentlichen. — 2) Mas I udenthum als bloßen Mostoth eism u s definiten zu wollen, würde sonach eine sehr ungenügende Deham nicht btos als Gott schlechthin, als oder sondern näher bestimmt als offenbart ^) (Gen. 17, 1). Nachdem er aber von den Erzvätern des israelitischen Volkes in seinen nähern Bestimmungen richtig erkannt worden, konnte Er Moses auch als Gort seiner Väter sich kund geben (Exod. 3, 6. 15), weil nunmehr dev Gott mit d e m A b ra h a m's, I sa a k's und I a k o b 's *) identisch war. Diese Identität spricht schon Jakob rn seinem finition sein, da ja auch Mohammed einen solchen lehrte, und gewissermaßen sogar die Philosophie des Heidenthums ihm zusteuerte. Allerdings ist das Iudenthum vom Monotheismus bedingt, aber nur in dem Maße wie die Frucht vom Saamenkorn. Nicht das Allgemeine, sondern nur das Sp ec i fische macht das Iudenthum: ^33 mb b mb riNi - ^n! — 3) Vergl. Genes. 28, 3; 35, 11; 43, 14; 48, 3; — Exod. 6, 3, wo schon von den altern jüd. Interpreten, denen auch Eichhorn folgt, richtig gefaßt wird als: „habeIch mich nicht bewährt". — Charakteristisch ist es, daß im Buche I j 0 b, soweit die P a t r i a r ch e n z e i t festgehalten ist, Gott vorzugsweise genannt wird. Wie sehr man aber unter diesem Namen Bestimmtes und Klares verstand, beweist aufs schlagendste jene unsere Anschauung so sehr berichtigende Stelle: O NL/ HD — Ijob 21, 15. — 4) Inhaltsschwer ist die 5)agada in Bezug-auf die erste Unterredung Gottes mit Moses (Id.). Um den einer Offenbarung noch unkundigen Moses nicht zu erschrecken, redete ihn Gott in der Stimme seines Vaters Amram an. Moses glaubte seinen Vater zu vernehmen und erwiderte: mm'mn cypDD "’DN. — Darauf wurde ihm der Bescheid: OJN TGK 1N'7 (nicht ^D,v). Moses bezog aber das -putt immer noch auf seinen Vater Amram, da ward ihm deut- -licher gesagt/ wie dies gemeint sei, nämlich: orrON ‘»nb .3pjn plUV ‘ ’ v. ' - - 7

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