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Der Orient · 1845-01-29 · Heft 5 (29.1.1845) · p. Seite 34

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 5 (29.1.1845)
Date
1845-01-29
Page
Seite 34 (sequence 3)
Language
German
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34 zu thun für gilt findet, in Kmntniß zu setzen. Mit ausgezeichneter Hochachtung re. Kirchenrath Maier. Nr. 2. Der Vorstand der isr. Gemeinde in Frankfurt a.M. an Se. Hochwürden Herrn Kirchemmth Dr. Mttier in Stuttgart. Aus Ihrer werthen Zuschrift vom 21. v. M. und den uns gütigst mitgesaudten Protokollen haben wir mit wahrer Freude entnommen, daß unsere Stadt als der Ort der nächsten Rabbiner-Versanunlung bestimmt worden ist. Wir wissen die uns dadurch zngedachte Ehre vollkommen zu würdigen und es möchte wohl kann: der Versicherung bedürfen, daß wir gerne bereit sind, ein Institut zu befördern ltnb zu unterstützen, welches sich die durch die Zeitläufe so bedingte bessere Gestaltung des Judenthnms und den wahren Fortschritt unserer Glaubensgenossen zur Aufgabe gestellt hat. Bei unserer Staatsbehörde haben wir bereits um Ertanbuiß zur Abhaltung der auf den 15. Juli 1845 projektirten Versammlung nachgesucht, und nach erlangter Genehmigung werden wir nicht verfehlen, alle erforderliche Schritte einznleiten, damit der Aufenthalt so vieler würdiger Männer in hiesiger Stadt, nicht nur, wie zu erwarten steht, als ein erfolgreicher, sondern auch in socialer Beziehung als ein angenehmer von denselben betrachtet werden kann. Von den später zu treffenden Anstalten für die quästionirte Zusammenkunft werden wir die Ehre haben, Ew. Hochwürden s. Z. in Kenutniß zu setzen und wollen indessen diesen Anlaß benutzen, Sie unserer^ ausgezeichneten Werthschätzung zu versichern, womit wir verharren. Frankfurt a. M., 1. Decbr. 1844. Der Vorstand der isr. Gemeinde. Emanuel H och berg. A. Maas. Deutschland. Hamburg, 19. Januar. (Verspätet.) Nachdem die nekwlogischcn Notizen über Dr. G erson und Salomen Heine durch alle öffentlichen und politischen Blätter Deutschlands und des Auslandes die Runde gemacht haben, erscheint es zweckmäßig, auch einiges auf diese beiden, der hamburgischen Gemeinde zu früh entrissenen Ehrenmänner Bezügliche bcn Lesern des Orients in mehr kritischer Weise vorzuführen. — Die Hamburger Zeitungen und Wochenblätter ließen den beiden Verstorbenen die Anerkennung zn Theil werden, "die sie in hohem Maaßc verdient hatten; nur das „Wandsbecker Jntelligenzblätt", das von dem kleinsten Skandal, der in Hamburg sich ereignet, zumal wenn ein Jude in die Schilderung hineingezogen werden kann, die genaueste Notiz ninunt, erwähnte mit keinem Worte, daß Dr. Gerson gestorben sei und referirte ganz kurz über des „Bankier" Salomon Heine Tod. — In den wöchentt. gemeinnütz. Nachrichten vom 26. December stand ein von N. G. Julius*) Unterzeichneter Artikel, in welchem vorgeschlagen wurde, man solle einen Gang, in welchem Wohnungen ärmerer Leute sich befänden, mit dem Namen Gerson-Gang benamen, da Gerson's Verdienst hauptsächlich auch in der unentgeltlichen Behandlung der Armen bestanden habe. Wir würden', unserer anfänglichen Proposition gemäß, eher für die Errichtung eines Gereon-Hospitals für kranke Kinder sein, wenn wir nicht an dem Kostenpunkte einen unüberwindliche:: Gegner fürchteten. — Von nichthamburgischen deutschen Blättern brachten die Weserzeitung und die AugSb. Allg. Zeitung das Beste über Heine, die Köln. Zeitung das Ansprechendste über Gerson. — Wie vorauözusehen war, hat auch Herr Dr. F. W. Oppenheim nicht verfehlt, seinen: verstorbenen Freunde unb Kollegen Gerson ein kleines, aber würdiges Denkmal in einem Nekrologe zu setzen, der sich in dem Januarhefte 1845 der Hamburger medie. 'Zeitschrift findet. Hatte ich das Journal augenblicklich zur Hand, so wurde ich nicht unterlassen, schon hier den Einfang und den Schluß dieser Charakteristik einzuflechten. — Eine ausführlichere Schilderung Haber: wir von Heine's Leben u::d Wirken durch das unter nachfolgenden: Titel erschienene Büchlein erhalten: Snlomorr Heine, Blätter der Würdigung und Erinnerung für seine Freunde und Verehrer. Von Joseph Mendelssohn. Nebst dem Bildniß unb Faesimite des Verewigten. Zweite vervollständigte Auflage. Hamburg. B. S. Berer:dsohn. 1845. 33 S. 8. —■ Da erst die dritte, noch im Januar die Presse verlassende Auflage dieser Broschüre in's Ausland versandt wird (die Exemplare der ersten beiden Auflagen wurde:: meist in Hamburg selbst abgesetzt), und da sie den: Vernehrnen nach bedeutende Veränderungen, zumal Erweiterungen und Zusätze, erhalte:: wird, so begnügen wir u::S für jetzt damit, unsere Leser auf das Erscheinen der neuen Auflage im Voraus aufmerksam zu machen. — Daß in französischen Blättern über Heine's Vermögen und Testament viel gefabelt und gelogen werden würde, konnten wir ohne besondem prophetischen Geist zn besitzen uüt Sicherheit Voraussagen. Wirk- *) Wohl Dr. N. G. Julius, derselbe, der lange in Nordamerika gewesen und über das Gefängnißwesen geschrieben. Julius war lange Jahre hindurch Freund und Kollege Gerson's und der Mitredakteur eines gemeinsam von beiden herausgcgebenen Journals gewesen.

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