Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1845)
- Date
- 1845-01-15
- Page
- Seite 17 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jahrgang. Sechster ^ft 98itti$U, StN^teR NNö MMliken für Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen toblf Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. Bsv Julius Fürst. Mische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem .Dienstag regelmäßig. M 3. Leipzig, den 15. Januar 1845. 5=^=1 ■■'7^ . Inhalt. Deutschland. Pleschen. Vereinswesen und Humanität. Frankfurt a. M. Synagogenbau. Heidelberg. Petition des Rabb. Fürst an die Badische Kammer in Betreff des Eides. — Oefterr ench. Wien. Synagogalmusik. Sulz er. G o l d b e rg. — Polen und R u ß l a n d. W arsch a u. Replik von I. T u g e n dh o l d. — Tyrannei in Palästina, nach Briefen aus Jerusalem dargestellt. (Schluß.) Die ffuchwürdkgen Handlungen und Grauen erregenden Niederträchtigkeiten Lehrens. — Urkunde über die Anstellung Dav. Oppenheimers. — Personalchronik und Miscellen. —- BL. d. Or. Deutschland. Plescherr (im Großherzogth. Posen), 30. Dec'br. Die in der Bildungsgeschichte des menschlichen Geistes sich so ununtstoßlich herausstellende Wahrheit, daß Fortschritt uird veredelnde Entwickelung unseres höchsten geistigen Besitzthmns, der Religion, vorzugsweise durch verschiedenartige, oft sogar als sich diagonal entgegen gesetzt erscheinende Anstrebungen in intellektueller und moralischer Beziehung verlnittelt und begründet werden, — beweist ihre volle Kraft au cf; in der Neuzeit Kämpfen, welche sich im Schooße des Mosaismns, dieser uralten, erhabene:: Mutter so mancher arideren Religion, entsponnen und bei redlicher: Absichten der streitenden Parteierr auch eine freie, sich stets fortentwickclnde Vergeistigung als beglückendes Resultat liefern werden. Wie eure in: Mittelpunkte einer großen, ruhigen Wasserfläche entstandene Bewegurrg Wettenlinien erzeugt, die in immer weiter und weitern Zirkel:: über die ganze Spiegelfläche bis an ihre letzten Grenzufer schweberr, so äußern auch jene im Centrum der europäischen Kultur hervorgerufenen Gtanbensbewegungen auf unserm mosaischen Gebiete ihre segensreichen moralischen Einflüsse bis irr unfeve Gegenden an der russischen Grenze — einer geographischen und politischen Situatiorr, an dererr Horizonte nur selten ein glänzendes Gestirn seine segnenden Strahlen warf. Demnach ist es ilm so erfreulicher, schätzenöwerthe Züge der Liebe zu unserer heiligen Religion insbesondere, und der allgeureinen Humanität überhaupt, erwähnen zu können. . Seit dem 25. Deebr. 1843 bildete sich hier aus der Mitte unserer israelitischen Korporation eine aus etwa 30 der gebildestell Familienhanpter bestehende Gesellschaft D'jn ronx (Ressourceil-Gesetlschast). Die achtungswerthe Tendenz dieses Vereins erstreckt sich, abgesehen vor: der geselligen Erholung, sowohl auf die Verbreitung inniger Verehrung gegen die mosaische Religion, als auch auf die Bethätigullg ihrer sittlichen Gesetze dlirch Werke cm cd uloralisch veredelter:. gesiniluugsv ollen Charakters. Beides wird durch Lektüre geeiglleter TageSblätter und dilrch Vorträge religiösen Inhalts seitens dazu befähigter Mitglieder zur lebendigen ^ti:regnng gebracht. Außer der im voriger: Winter a::S der Geftllschastskafse bewerkstettigten Spendung für Arme, wurde am 25. Deccurber 1844 bei Gelegenheit der neuen Direktorenwahl, welche jedoch in Folge dankbarer Anerkennung einstimmig wiedenun auf die Vorigen stet, und der dabei stattgefulldellm Rechnnngsablegung, die ein ansehnlichen Plus ergab, bestinunt, für diese:: Ucberschnß ein in: Gewicht von 4 Pfd. 25 Loth Silbers, zur Dekoration der mn anzukanfen und es der hiesiger: Synagoge als Geschenk zu widrnen. Nach der Uebergabe des Weihgeschenkes am £ fW wurde von solchen zur min angerufenen Gemeindegliedern, welche zugleich Ressourcen-Mitglieder sind, zur Unterstütznllg armer Kinder, welche in Bekteidllllg und 3