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Der Orient · 1845-01-08 · Heft 2 (8.1.1845) · p. Seite 9

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 2 (8.1.1845)
Date
1845-01-08
Page
Seite 9 (sequence 1)
Language
German
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Sechster Jahrgang, Berichte» Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man adonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid» Buchhandlungen auf ein Jahr» fürjüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von »r. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. Leipzig, den 8. Januar 1848. Inhalt. Palä ftin a. Jerusalem. Rückwanderung nach Jerusalem. Eine hebr. Schrift darüber. — Frankreich. Paris. Zerstreute Mittheilungen. — Deutschland. Hamburg. Rückblicke auf das verflossene Jahr. Oberschlesien. Eine schreckliche Mordthat. Verhandlungen. Heidelberg. Vertheidigung des seligen Dr. Rehfuß, von seinem Sohne. Hamburg. S. Heine's Tot. Hamburg. S. He ine's Leichenbegängnis — Oesterreich. Prag. Vertheidigung des Vorstehers M. I. Landau, Prager Gemeindeübel. Die Besoldung der Vorsteher. Wien. Aufruf. — Tyrannei in Palästina, nach Briefen aus Jerusalem dargeftellt. — Personalchronik und Miscellen. — BL. d. Or. Palästina. Jerusalem, Novbr. (Das Morgenland.) Die Einwanderung, oder wie man in diesem Falle besser sagen wird: die Rückwanderung der Juden nach Palästina geht in aller Stille vor sich. Einstweilen sind es nur Einzelne, die das Land ihrer Väter wieder aufsuchen, und es ist kein Wanderzug in größerm Maaßstabe und mit öffentlichem Charakter bis jetzt noch zu Stande gekommen, indessen mein sich die Zahl der Ankömmlinge von Tag. zu Tage. Der den Juden angewiesene Stadttheil m Jerusalem ist von ihnen überfüllt und sie haben sich bereits über einen Theil des türkischen Quartiers ausgebreitet. Jaffa, das alte I op p e, ist von ihnen neuerlich zum Sitz einer hohen Schule ') ausersehen worden und mehrere Rabbinen sind zu diesem Zwecke angestellt. Auch haben sich viele neue Ankömmlinge in Joppe niedergelassen, sowie in andern Städten längs der Seeküste. Ein vor Kurzem aus der jüdischen Buchdruckcrci in Jerusalem hervorgegangenes kleines Werk hat den Zweck, noch Mehrere zu der Rückkehr ins gelobte Land einzuladen. Es führt den Titel: „Die Vorzüge Jerusalems""). Der Verfasser sagt, in der Vorrede, es sei sein Wunsch, in den Juden Europa's einen größern Eifer zu wecken für das Land ihrer Vater, damit sie *) rciB”. '**) 2W, kommen und Wohnung machen in der Stadt David's. Die Vorzüge, welche in diesem Buche aufgczählt werden, sind ganz in dem Sinne und Glauben des rabbinischen Judemhums und gezogen aus den Schriften desselben (Talmud und Rabbinen). Gestützt auf diese Quellen beweist der Verfasser im Wesentlichen folgende Hauptsätze: Erstens, diejenigen, welche außerhalb des heiligen Landes leben, sind zu betrachten wie die, die ohne Gott leben; diejenigen aber, welche im heiligen Lande wohnen, die haben Gott. Zweitens, die welche im Lande wohnen haben Vergebung der Sünde, sintemal geschrieben stehc: das Volk, so darinnen wohnet, wird Vergebung der Sünde haben. Jes. 33, 24 Drittens, Gebete, welche im heiligen Lande gesprochen werden, gehen, unmittelbar zum Himmel empor, während Gebete aus andern Ländern vorher durch die Luft den Umweg über Jerusalem machen müssen. Viertens, die Leichen, welche in Jerusalem oder dem heiligen Lande begraben sind, werden von keinen Würmern angefressen. Fünftens, die Juden, welche das heilige Land bewohnen, sind ausgestatlet mit Weisheit, sintemal geschrieben steht: von Zion gehet aus das Gesetz und des Herrn Wort von Jerusalem. Jesaj. 2, 3. Dieses sind die hauptsächlichen Vorzüge, welche der Verfasser des genannten Buches aufzählt, und durch welche er seinen, in der Zerstreuung lebenden Glaubensgenossen die Rückkehr in das heilige Land anempfehlen 2

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