Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1844)
- Date
- 1844-12-17
- Page
- Seite 400 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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400 schmückung der Vokale und Accente, die dazu gehören, so daß gar nichts daran vermißt wurde." M. würde also nicht nur die von ihm geforderte Erklärung unterschreiben, sondern er würde sich nicht einmal mit derselben begnügen. Denn man kann recht wohl die heiligen Wucher, welche nach dem Glauben Israels Moses und die Propheten durch Gottes Eingebung niedergeschrieben haben, für das erste, für das einzige Prineip der Lehre und des Lebens ansehen, ohne damit jedes einzelne Wort, jeden einzelnen Ausspruch jener heiligen Bücher, als unmittelbar von Gott eingegeben zu betrachten. Es bleibt auch der Kritik ihr Feld noch übrig, und alle Einwendungen, welche Sie daher entnehmen, fallen in ihr Nichts zusammen.. (Beschluß folgt.) Das Chanukka-Lied. Eine Uebersetzung des Ma'ös Jur von Moses Pappenheim*) in Breslau. 1. Mein Erretter! mein Vertrauen! Dir nur ziemet Lobgesangz ,,K?'wollt'st du den Tempel bauen, Dankend tönt' dir Saitenklang. Wenn dann freche Feindeszahl, weichen muß dem Opfermahl, dann wallend ich, froh und lieblich, Altars weihe für und für. — 2. Einst in jenen Unglücks-Jagen, Als in Trau'r die Kraft mir schwand: Herbe Leiden, bitt're Plagen, Ich erlitt im Apis-Land, Führte liebend Er mit Macht, Mich heraus in jener Nacht, Pharo's Heere, Roß und Sperre Sanken in des Meeres Grund. 3. Hingeführt zum Heiligthuine, Fand auch dort ich keine Rast; Ob gefröhntem Götzenthume, Beugte mich der Sklaven Last; *) Herr P., ein höchst achtbarer und gebildeter Privatmännern Breslau, hat mit vieler Gewandheit und Geschicklichkeit schon viele liturgische Lieder geschmackvoll übertragen, welche zum Theil in dem Breslauer Siddur mit Uebersetzung gedruckt sind. Wir werden bei Gelegenheit vielleicht manche derselben mittheilen. Red. Gift gemischter Trauben-Saft, war mein Trank in Feindes-Haft, bis aus Babel, Serubabel, Mich nach siebzig Jahren führt. — 4. Bringen wollte er zum Falle einst die Zeder, Agag's Sohn; Doch ward'st ihm zum Netz und Falle, und sein Frevelmuth zum Hohn; Hochgeschmückt ward Mardchai's Haupt, und sein Feind des Ruhrn's beraubt. Seine Erben, mußten sterben, Büßen an dem Hochgericht. 5. Auch als jene Griechen-Schaaren, In des Chasmonoa's Zeit, Stürmend in dem Tempel waren und das heit'ge Oel entweiht, That'st du Wunder mit dem Licht, Daß die Leuchtung nicht gebricht und die Weisen, Dich zu preisen, Stimmten für das Lichter-Fest. — Perforralchronik und Miseellen. Der portugiesische Jude Leon Lopez ist kürzlich aus Ehristiania nach Hamburg zurückgekehrt. — Auf die Wehrpflichtsangelegenheit in Schleswig-Holstein kommen wir in nächster Woche, wo wir noch'manches andere in der letzten Zeit Vorgefallene übersichtlich berichten wollen, noch einm! zurück. E. C. Das Sendschreiben Chorins an die ungarische Rabbiner-Versammlung. Das in vielen Blättern erwähnte Sendschreiben, welches in der That entschieden und kräftig abgefaßt, ist von Hen. Skreinka, der gegenwärtig Rabbinats-Assessor ist, verfaßt worden im Namen f Chorin's, wie überhaupt Vieles m der letzten Zeit, was von Chorin der Oeffentlichkeit übergeben wurde. * * . . Anfrage. 1) In Emunot we -Deot (ed. Amst. p. 8. c. 2,?• 24 von oben und ed. Berlin S. 6 d) heißt es nin DH^pi mDjn oder m D & D mn DD^pl. Was bedeutet dieses Wort oder mDD? Es ist in jenem Satze von der j Unteilbarkeit der Zeit die Rede, wie im Vorhergehenden von der des Raumes und nachher von der-der Bewegung. Verlag von C. L. Fritz sche. Druck von I. H. Nagel.