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Der Orient · 1844-12-10 · 50 (10.12.1844) · p. Spalte 785-786

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
50 (10.12.1844)
Date
1844-12-10
Page
Spalte 785-786 (sequence 1)
Language
German
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LiteraturblaN des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. J\f§ AEd» Leipzig, den 10. December 1844» Inhalt. Kritiken. Die Frankfurter Gutachtensammlung über die Beschneidung, beurtheilt vom Rabbiner S. Süßkind» -- Studien. Liter. Analekten. Ein seltenes Gedicht von N. Moses Hammon. Mitgetheilt von L. Dukes. (Schluß.) — Literarische Nachrichten und Miscellen. Ueber die Ausgaben des Tachkemoni von Charisi. Von A. Ink.-Jakob Lrig land's Abhandlung über die Sekte der Karäer. (Forts.) Ueber die Glaubenslehre und Sitte der Karäer. — Kurze Anzeigen. Dr. Hörschetzky's Uebers. der jüd. Antiquitäten von Flavius Josef. — Literarische Ankündigungen. Die religiöse Geltung Her Beschneidung. Kritik*) der in Frankfurt am Main in diesem Jahre erschienenen Gutachtensammlung der Rabbinen. Vom Standpunkte des Rechts beurthült. Von S. SiisMnd, Rabbiner in Weilsburg. Unsere Absicht ist, durch Folgendes eines Lheils das größere Publikum, dem die Gutachtensammlung über die Beschneidung unbegreiflicher Weise und ganz wider die Bestimmung gerade der vorzüglichern vorenthalten wird — auch der Verfasser dieses konnte nur mit Mühe, und lehnsweise ein Exemplar erhalten mit dem Inhalte derselben bekannt zu machen, andern Lheils die Resultate dieser Gutachten mit den positiven Aussprüchen des Judenthums zu vergleichen und nach Befinden zu berichtigen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, fühlen wir uns zu der Bemerkung veranlaßt, daß — da es uns durchaus nicht darum zu thun ist, die Einzelnen der Herrn Gutachtenabgeber zu (oben oder zu (adeln, sondern die Wahrheit an das Licht zu bringen — was bei dem Einen bereits berichtigend angemerkt ist, so viel wie thunlich, bei dem Andern, bei welchem dieselbe Berichtigung statt haben könnte, nicht wiederholt wird. •) Diese Kritik, die schon seit sechs Wochen abgesetzt war, konnte durch äußere Umstände bis jetzt nicht erscheinen, was ich hier schon deshalb erwähne, weil man daraus wird erklären können, daß so manche Erscheinung nicht benutzt ist. Red. Auch ist es uns bei der Besprechung dieser Gutachten durchaus nicht um Bekämpfung oder Gutheißung von aus subjektiven Ansichten hervorgegangenen Lheorien zu thun. Es handelt sich hier nicht um Meinungen, sondern um eine positive Lhatsache. Unser Augenmerk wird sich darum auch besonders auf solche Aussprüche richten, die auf positive, in dem Judenthum Geltung habende Sätze sich zu stützen den Anspruch machen. Da unsere eigene Ansicht über den in Frage stehenden Gegenstand ziemlich verschieden von der in dieser Sammlung ausgestellten ist: so konnten wir nicht umhin, dieselbe dem gelehrten Leser zur aufrichtigen Prüfung vorzulcgen, damit dieser Gegenstand, vielseitig beleuchtet, nach allen Seiten hin erkannt werde. — Der Gegenstand, über welchen das Frankfurter Rabbinat einen gutachtlichen Bericht verlangte, ist, wie bekannt, der in dieser Gemeinde entstandene „Verein im Allgemeinen, insbesondere aber das einzuschlagende Verfahren gegen ein Mitglied jener Gemeinde, das in seinen Sünden wandelnd in übermüthiger Gesinnung seinen Sohn nicht beschneiden ließ, um den Namen Gottes und seine heilige Lehre zu entweihen" (hebräisches Umlaufschreiben). Zustimmung wird verlangt zu dem von dem Frankfurter Rabbinate amtlich abgegebenen Ausspruche, daß ein solcher Vater und ONP'DK ist, ausgeschieden aus der Gemeinde (fe) Israels und untüchtig zum Zeugen und Schwören"" (das.). Die Reihe eröffnet in der vorliegenden Sammlung eine wohl bekannte Stimme: es ist' die des Herrn R. Hirsch in Emden. Ein trübseliges Lamento über das „ernste Lrübr und 50

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