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Der Orient · 1844-11-19 · 47 (19.11.1844) · p. Spalte 737-738

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
47 (19.11.1844)
Date
1844-11-19
Page
Spalte 737-738 (sequence 1)
Language
German
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Orients. Berichte, Studie» und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. 3V£ 4^« Leipzig, den 19. November - 4844« Inhalts Literatur-Berichte. Leipzig. — (Stubien. Liter. Analekten. Karisch oder Koreisch? Von F. Le'brecht. — Zwei deutsch-hebräische Volkslieder, mitgetheilt von A. Elsässer. — Der Bund Salomo's, eine apokryphjsche Schrift, Griechisch und Deutsch. Zum ersten Male durch den Druck veröffentlicht. (Fortsetzung.) — Liter. Nachrichten und Miscellen. Nothwendige Bemerkungen gegen die „Autonomie" des Dr. Holdheim. Von Oberrabb. L. Löw. — Das Schaukeln beim Studium desTalmuds, Bon A. Ink. — Literarische Ankündigungen. Literatur - Berichte» Leipzig, 14. Novbr. Mit besonderem Vergnügen melde ich heute das Erscheinen eines Schriftchens, wofür die Freunde der jüdischen Literaturgeschichte und Bibliographie dem Herrn Herausgeber Ben-Jakob gewiß den besten Dank wissen werden. Es ist nämlich folgende Broschüre: 1i uw dLDü)p noeh niaDü'ni D’Jipn D’W bpD rjm ’Jipn? de» pön Q’DDn^ tjji "isdi ptwi p^n n^n.in Dty ~n rpi1 n«n (d^ttuh dk6 j”n) jwnr n’DDn1? ijn niaacyn u FpwttnnD losmmri'nbi p"t “OnDn pN.ir6 PJ? 31B 1DDD DRIH) r)Jin RKW Leipzig, 1845. gr.. 8. C. L. Fritzsche. Preis 6 gGr. Durch dieses Schriftchen wird der neue Abdruck der zwei Theile des Schem Ha-Gedolim erst brauchbar werden, da der neue Abdruck/ wie bereits gemeldet worden, mit einer unverzeihlichen Nachlässigkeit vor sich gegangen. Für die Korrektheit der „Verbesserungen" bürgt uns der Herausgeber. — Ferner erschienen: 1) Lehrbuch zur Sprache der Mischnah. Von Dr. Abraham Geiger, Rabbiner zu Breslau. Breslau, 1845. 8. F. E. C. Leuckart. 2) Rabbinische Blumenlese, enthaltend: eine Sammlung, Uebersetzung und Erläuterung der hebräischen und chaldäischen Sprüche des Sirach (Sira), ralmudischer Sprüchwörter, Sentenzen und Maximen nebst einem Anhänge von Leichenreden und einem Glossar. Von Leopold Dukes. Leipzig, 1844. gr. 8. Hahn. S. 268 sinder sich ein Auszug aus Jmmanuel's Kommentar zu den Proverbien. Hr. Dukes hat Blumen züsammengelesen und F ü r ft Perlen aneinander gereiht. — 3) Die ersten Makamen aus dem Lachkemorüoder Divan des Charisi nebst einer Vorrede. Nach einem authentischen Manuskript aus dem Jahre 1281 herausgegeben, vokalisirt, interpunktirt und ins Deutsche übertragen, wie auch sprachlich u. sachlich erläutert u. mit einer umfassenden Einleitung versehenv.Dr.'S.J. Kämpf. Berl. 1845. 8. Duncker. Literarische Analekten Karisch oder Koreisch? *) In diesen Blättern habe ich zürn ersten Male den ältesten Lexikographen der hebräischen Sprache Jehuda ben Koreisch besprochen und dabei erklärt, daß man ihn bisher unrichtig I. b. Karisch genannt habe. Ich blieb für diese neue Schreibart die Begründung schuldig, weil ich mir vorgmommen, ausführlicher über den Mann und sein Wirken an einem anderen Orte zu handeln. Indessen hat sich diese Abweichung vom gewohnten Herkommen, so unbedeutend die Sache an sich auch ist, doch, wie immer, wenn die Aristokratie des Schlendrians angetastet werden soll, zu einem Gegenstand der Besprechung erhoben, und während unter Anderem mehrere Leipziger Gelehrte seitdem stets Koreisch oder Ko rar sch schreiben, sagt Herr Professor Ewald in der Vorrede zu seinem so eben erschienenen Werke: Ueber die arabisch geschriebenen Werke jüdischer Sprachgelehrten (S. LX) in Bezug auf meine Worte*): „Es leidet keinen Zweifel, daß ein Name wie wo er sich bei wirklichen Arabern findet, nur Koraisch ausgesprochen werden kann. Sollte sich also bewähren, daß der Name nur von den Arabern entlehnt wäre, so müßte man ihn künftig so aussprechen." Ich werde daher kurz angeben, wie ich zu meinem Schlüsse gekommen bin, und ich hoffe, es werden die meisten ') Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir zu bemerken, daß Hr. Dr. Wetzstein auf meine Veranlassung so eben die Fortsetzung seines Abdruckes und Uebersetzung von Koraisch's Sendschreiben für den „Orient" vorbereitet. ■ R ed. **) Bei dem Aufsatz „Juda ben Qarisch" selbst scheint Hr. E. den weinigen noch nicht gekannt zu haben«. 47

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