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Der Orient · 1844-11-12 · Heft 46 (12.11.1844) · p. Seite 353

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 46 (12.11.1844)
Date
1844-11-12
Page
Seite 353 (sequence 1)
Language
German
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«er 3Bj££ ®fitUt JahrKan8 Berichte, Studien und Kritiken für D«^»°nnement^siir jüdische Geschichte und Literatur. Mn abonnirt bei allen M. Postämtern und Herausgegeben M«n solid. BuchhandlMgen auf ein Jahr. von Dr. Julius Fürst. Von dieser ZeiLschrifL erscheinen wöchentlich das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. M 40. Leipzig, den 12. November 1844. Inhalt. Frankreich. Leipzig. Das Neueste aus dem „l’CJnivers Israeli te"4 — Deutschland. Berlin. Dr. Sachs' Predigten. Dr. Stern. Dr. Freund. Gleiwitz. Replik. Stettin. Erklärung, das Rabbinat betreffend. Breslau. Der Lehr- und Lese-Verein. Berichtigungen. Das Rabbinat und die Liturgie. Die rabbinischen Funktionen. Das Frankelsche Hospital. — Oesterreich. Ungarisch-Vrod. Gemeindeleben. Schulwesen. Lundenburg. Kultuswesen. Herr M. Bittner. Einfluß des Wiener Tempels. Der Jugendunterricht. Prag. Repliken. Prag. Die Rabbinatskandidaten. Das rabbinische Kollegium. Dr. Frensdorfs. Aufforderung. — Galizisch-jüdische Zustande. Erster Artikel — Personalchronik und Miscellen. — LV. d. Or. Frankreich. Leipzig, 2. Novbr. Der „L’Univers Israelile“ Nr. 6, den ich vor mir habe, enthalt einiges über die stcmzösischen Israeliten, das ich mich beeile hier mitzulheilen. Herr Baderride, Advokat zu Montpellier, hat in der Revue de midi (August-Lieferung) eine große Arbeit veröffentlicht, betitelt: L’elat des Sciences chez les juifs au moyen age el Finfluence de leurs ecrils sur.la renaissance des letlres (d. h. der Zustand der Wissenschaften bei den Juden im Mittelalter und der Einfluß ihrer Schriften auf die Wiederauflebung der Wissenschaften). Herr Bloch hat in der erwähnten Monatsschrift versprochen, über die historischen Untersuchung gm dieses Gelehrten Bericht zu erstatten, da aber der ganze Aufsatz von großem Interesse ist, und die Revue de midi wenig in Deutschland zu finden ist, so ist es lehr zu wünschen, daß Hr. Bloch den ganzen Aufsatz witcheile. — Herr A. Crehange, dessen Eifer und Geschaftsthatigkeit die jüdische Gemeinde zu Paris sehr vieles verdankt, har so eben dem Central- und Provinzial - Konsistorium einen Entwurf zur Gründung einer Handels¬ und Gewerbsschule zu Paris für die israelitische Jugend ^gelegt. Wir stimmen mit Vergnügen in das Lob ^s Hrn. Bl. ein und wünschen, daß dieser schöne Entwurf, wahrhaft heilsam auf die jüdische Jugend einwirken könnte, zu Stande kommen möge. — Das Konsistorium 2berrheins hat für die Synagogen seines Kreises bwe neue Anordnung, bestehend aus 62 Artikeln, bekannt gemacht, von welcher Herr B. einige Proben mittheilt, von welchen er auch eine Kritik giebt. Deutschland. Berlin, 2. Novbr. Unser neuer Prediger, Dr. Sachs hat in zwei bereits gehaltenen Predigten der großen Mehrzahl, d. h. dem von jeder neuen Erscheinung geblendeten Haufen, gefallen. . Dagegen behaupten alle diejenigen, welche Bildung, Kenntniß und Urtheil genug haben, um die Ansprüche aus dem angemessenen Gesichtspunkte zu stellen, es fehle dem Herrn S. in dem Inhalte seiner Vorträge an Wahrheit, Aufrichtigkeit des Eifers Gutes zu wirken und dem edlen Willen, mit Hingebung und Opfer, eine religiöse Versöhnung des Gemüthes vorzubereiten. Um diese innern Mangel zu decken, sucht der gefallsüchtige Redner durch überladenden Reichthum in Bildern seine Diktion zum Ohrenschmaus der Menge zu machen, damit sie die Stimmen der wenigen, aber einsichtsvollen Tadler übertaubt. Wir glauben indeß jedes Urtheil sei jetzt vorgreiflich, da wir den Redner noch so wenig kennen. Am Entscheidendsten würde es freilich für den Eindruck seiner orthodoxen Belehrungen sprechen, wenn die Herren Gemeindevorsteher, seine sehr guten Freunde und Verwandte, durch das Beispiel ihrer Gelehrigkeit die Gemeindeglieder hinrissen. Sie sollten vorläufig am Sabbat nicht durch die Straßen fahren, sollten ihre Büreaux vorläufig Vormittags schließen, und auf dem Wege des Heils bis zur 46

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