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Der Orient · 1844-10-22 · 43 (22.10.1844) · p. Spalte 673-674

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
43 (22.10.1844)
Date
1844-10-22
Page
Spalte 673-674 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. JVi 43* Leipzig, den 22. Oktober 1844» Inhalt. Kritiken. Beitrage zur Geschichte der ältesten Auslegung und Spracherklarung -es alten Testamentes von H. Ewald und L. Dukes. Angezeigt von R. Kirchheim. (Fortsetzung.) — Studien. . Liter. Analekten. Die Gründung Rorn's. Abbreviaturen. Die Beschneidung. Von I. Einhorn. —Hebräisch-spanische Volkslieder, mitgetheilt und übersetzt von Ink. — Sin seltener Siddur von K afa und Krassow. — Die Erklärung eines Wortes im Midrasch. V.on B. in Brody. — Liter. Nachrichten und MisceUen. Das Wort „Chasan". Berichtigungen zu Dukes Mittheilungen. Berichtigung.-— Literarische Ankündigungen. Beiträge zur Geschichte der ältesten Auslegung und Spracherklärung des alten Testaments von H. Ewald und L. Dukes. Stuttgart, 1844. 8. Verlag von Adolph Krabbe. (Von K — m.) (Fortsetzung.) Juda ben Koraisch. Jbn-Esra erwähnt im Vorwort zu Mosnajim von diesem Grammatiker das Buch des Ursprungs jopi tyrrn '□ □NI UN DA. Ob dies dasselbe Werk ist, aus dem uns Ewald hier einiges mittheilt, läßt sich nicht behaupten, wenigstens scheinen die alten Grammatiker solches gekannt zu haben, da einige Erklärungen aus demselben von R. Jona, I. E. und Kimchi angeführt werden (Dukes 118). Ewald nennt dieses Werk ein sprach vergleichendes, dessen Inhalt in dem bereits bekannten Sendschreiben (Orient LB. 1842 Nr. 2), welches als Einleitung vorangeht, genau angegeben ist. Aus der ersten Abteilung, worin in alfabetischer Ordnung die in der Bibel zerstreutem Wörter, aufgefiihrt werden, welche sich im Syrischen, Arabischen) Heidnischen-) und Werberischen wiederfinden, theilt Ewald einige Beispiele mit. Zu -pTN, welches Koraisch mit Waffen oder Schmuck übersetzt, bezieht er ganz richtig das nJim Kon. 22, 38), übereinstimmend mit dem Targum, das es mit NW \3D giebtz ebenso bemerkt I. E. rnUD PplJ ^N Ms,"11; wir sehen daher keinen Grund ein, warum Ewald 7) Ewald glaubt, daß unter »-pMy hier die heidnische Sprache der Römer gemeint sei, nach den von Schnurrer angeführten Beispielen. diese Uebersetzung als merkwürdig und von der gewöhnlichen Erklärung ganz abweichend nennt, K's Erklärung von njn) (Ies. 30, 13) wird von I. E. in Saf. ber- (S. 14) und von Kimchi, R. nys, im Namen R. Jona, von Raschi aber im Namen Dunasch's angeführt. Aus dem zweiten Theile, indem er nach der Weise Saadja's biblische Wörter, die sich im Talmud finden, erläutert, werden unbedeutende Beispiele gegeben, wie NM, iQI, bhy rPJDftD , , SiT. Der dritte Kheil handelt von der Verwandtschaft des Arabischen mit dem Hebräischen. Ewald führt ein Beispiel an, Dy ^up, (2 Kön. 15, 10), welches das arabische riby^N rfop „vor dem Volke", d. h. offen sei, welche Uebers. wir ebenso im Targum finden NDy Dip. Chajug. Von diesem Grammatiker, dem ersten Gründer.jüdischer Sprachwissenschaft, wird von Dukes im zweiten Bändchen weitläufig,und zwar über den Standpunkt seiner Sprachkenntniffe, gesprochen, worauf wir hier verweisen. Wichtig und wahr ist aber Ewald's Bemerkung, daß man bei Chajug^'s Arbeiten zweierlei unterscheiden müsse, die Lehre an sich und die Niederschreibung. Rur hinsichtlich der schriftlichen Darstellung geben sie Versuche den sprachlichen Stoff zu behandeln, aber die wesentlichen Stücke der Lehre selbst müßten deutlichen Spuren zufolge viel älter sein und waren gewiß schon Jahr- ' Hunderte lang in Schulen mündlich fortgeflanzt ^). Die 8) Die hebräische Sprachkenntniß hat sich wahrscheinlich durch mündliche Überlieferung der Soferim erhalten, denen der Bibelunterricht anvertraut war, welchen sie auch wahrscheinlich mit dem Sprachunterricht verbunden haben. Mit dem Talmudunt.erricht hatten die Soferim nichts zu thun, wofür besondere Lehrer waren, die man nannte, (rn njjini NH’nps ■ojj’D1? x"n '~b rbm hnw min» 43

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