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Der Orient · 1844-10-01 · Heft 40 (1.10.1844) · p. Seite 305

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Journal
Der Orient
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 40 (1.10.1844)
Date
1844-10-01
Page
Seite 305 (sequence 1)
Language
German
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Jahrgang Berichte, Stuöien und Kritiken für / Jas Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Aan abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhand- - langen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Nr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich das Üiteraturblatt mitgerechnet, zwei Vogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. JO 40. Leipzig, den 1. Oktober L844. Inhalt. Deutschland. Hamburg. Berichtigung, die Anstellung Frankfurters in Prag betreffend. Die Protokolle der Nabbinerversammlung. Bern bürg. Die Abschaffung des Kol - Nidre. B e rl i n. Die Miethssteuer. Pietismus der Berliner Freimaurer^ Hamburg. Das^ Londoner Rabbinat. Baierische G r e n z e. Die Juden und die Freimaurer Berlin. Zur Gesetzgebung. Aus W e st p h a le n. Kastor und Pollux. Leipzig.. Die Kanzel im Lempel. Breslau. Der Liberalismus der Universität. — Oesterreich. Halicz. Die Karaer in Galizien. Trebitsch. Der Religionsunterricht. Prag. Extreme. Deutftbmd Czechenthum. W ess e ly. ^— S chweden und Norwege n. Stockholm. Der Kultus. — Die Anwendung der . katechetischen Methode beim Religionsunterricht. — Personalchronik und Miscellen. — LB. d. Or. Z Deutschland. Hamburg, 24. Sptbr. Ihre letzte Korresponden Abgang Dr. Franks» r te r's von hier nach t KciZ betreffend, enthält so viel Unwahres, daß ich durch- | Ms einer solchen Entstellung entgegen treten muß. Der § Herr Korresp. muß mit unsern Gemeinde-Verhältnissen | itub besonders mit der Stellung, welche Frankfurter hier i einnimmt, gänzlich unbetraut sein, sonst würde er solch'? eine Nachricht so leicht nicht geglaubt haben. Frankfurs tec kam" hierher aus einem kleinen würtenbergischen s Dorschen. Er wurde hier mit Enthusiasmus einstimmig; erwählt und empfangen, wirkt und lebt noch mit dem-; selben Feuereifer an. dem Institute, das ihm stets als s Ideal vorgeschwebt und sieht sich von feinen Zuhörern s M Schülern noch eben so innig verehrt als vor 4^ - Ähren. Das Wahre an der Sache ist, daß bereits in diei'em Frühjahr e der Vorsteher der Prager Tempel- Ge- }. ^"Ude, Herr F., hier, war und dem Dr. Frankfurter das , Pmgec Predigtamt antrug und daß dessen kurze Antwort , «rar, er würde auch unter den brillantesten ^sserten seine Tem p elgemeind e nicht ver- - lassen. Da wir nun gerade bei Frankfurter stehen, so will doch nicht unerwähnt lassen, wie der letzte Angriff in £ andern jüdischem Blatte auf ,,die Redaktion der Pro- ^kvlle der Rabbiner-Versammlung" hier einen .allgemeij; nfa Mlsfallen hervorgerufen. Der Angreifer beschuldigt t\^ ^^ein Frankfurter, sondern auch den Kirchenrath Dr. Maier und Dr. Salomon, von denen der Erstere jedem Protokolle die Beglaubigung hinzufüg'e und der Letztere zur .Redaktionskommission gehörte. Offs diese drei Herren zusammen wohl den Angreifer aufwiegen?! Er vergißt, daß er sein Monitum öffentlich 'abgegeben, und daß die.verletzenden Bemerkungen in demselben sich bei der ganzen Zuhörerschaft, unter denen doch wahrlich kompetente Richter sich befinden, tief in das Gedachtniß geprägt haben. . Also die „N e ue n" schwören leichter als die „Alten"! Wenn der Aufsatz eine Vertheidigung, 'einen Widerruf 'unüberlegter Behauptungen bezwecken sollte, so wäre eine ehrliche offene Erklärung viel besser und wirksamer gewesen, als solch' ein Angriff, der in seinen Widersprüchen sich selbst widerlegte. Bemrburg / 24. Septbr. Am Vorabende des gestrigen Versöhnungstages wurde auf Anordnung des Herrn Landrabbiners Dr. H e r x h e im e r in hiesiger Synagoge : das K o l -Nidre nicht gesagt und statt dessen das herrliche Lied „D Tag des Herrn" von L. Stein vom Chore gesungen, In der zwischen der zweiten und dritten Strophe dieses Gesanges gehaltenen Predigt, begründete^ Hr. Dr. Herxheimer zugleich, diese greform. Auch die .Orthodoxen waren befriedigt und der ganze Gottesdienst war für die Gemeinde eben so erhebend, als feierlich. Wir theilen dies besonders in der Hoffnung mit, daß auch von andern Gemeinden veröffentlicht werde, ob ihre resp. Rabbinen bereits in diesem Jahre - der in der Braunschw. Rabbinerversammlung beschlossenen Abschaffung des Kol-Nidre gemäß verfahren» 40

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